Tragödie bei Marienverehrung

Paso Yobai: Nicht nur in Caacupé wurde gestern wohl die größte religiöse Feier des Landes abgehalten, auch in Arroyo Moroti kam es zu einer Marienverehrung, mit tragischem Ende. Ein 12-Jähriger ertrank im nahe gelegenen Fluss.

Die Heiligenstätte befindet sich am Ufer eines Baches zwischen den Gemeindegrenzen Arroyo Morotí und San Roque im Bezirk Paso Yobai, Departement Guairá, wo Hunderte Pilger aus verschiedenen Teilen des Landes zur Marienverehrung kommen.

Gegen Mittag kam es zu dem tragischen Ertrinken eines Minderjährigen, bei dem der jüngste mit einer Gruppe von Freunden im Bach baden ging. Das Kind wagte sich in tiefere Gewässer und war plötzlich verschwunden. Kurze Zeit später fand man es leblos im Wasser.

Das Opfer wurde laut Polizeibericht als Luis Ramon Leite Davalos im Alter von 12 Jahren identifiziert.

Mehrere Helfer zogen den leblosen Körper des Jungen aus dem Wasser und begannen mit Erste-Hilfe Maßnahmen. Er kam sofort in das Gesundheitszentrum von Paso Yobai, jedoch konnte dort nur noch der Tod des 12-Jährigen festgestellt werden.

Wochenblatt / El Informante Guairá

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3 Kommentare zu “Tragödie bei Marienverehrung

  1. Dieser tragische Unglücksfall hat nun aber überhaupt nichts mit der „Marienverehrung“ zu tun und ist einfach nur furchtbar für die Eltern. Doch in Zusammenhang mit der hier üblichen Marienverehrung frage ich mal die unter uns sicher anwesenden Katholiken: Täusche ich mich, oder könnte es sein, daß der Verehrung von Maria, Jesus leiblicher Mutter, mehr „Ehre und Anerkennung“ als Jesus zuteil wird? Weder an Weihnachten noch an Ostern gibt es einen solchen „Volksaufstand“ der gläubigen Katholiken, obwohl doch Jesus das Zentrum des christlichen Glaubens ist. Und weiter frage ich mich, ist die „Marienverehrung“ in Caacupe gleichzusetzen mit der Marienverehrung der Mutter Jesus? Sind das ein und die selbe Person? Darauf konnte mir hier noch niemand eine klare Antwort geben – man möge mir diese Frage als Nicht-Katholik nachsehen.

  2. Es wäre wohl notwendig einmal zu analysieren und zu vergleichen ob es in Paraguay mehr Todesfälle durch ertrinken gibt als anderswo. Sofern wir von Arroyos und Lagunas wie Nemby sprechen, dann gibt es solche Gewässer in vielen Staaten. In Europa gibt es auch noch viele Seen, die für Badegäste offen sind auch nicht erschlossene in der Natur sowie das Mittelmeer. Wie viele 12 jährige gehen dort schwimmen und wie viel passiert?
    Gefühlt kommt es mir so vor, dass hier in Paraguay ständig etwas passiert noch dazu in würde ich sagen sehr kleinen Gewässern obwohl die Masse ja sowieso verschmutzt oder schon gesperrt ist. Was wäre wenn Paraguay am Meer liegen würde?

  3. Mama war wohl gerade am Verehren der Unbefleckten Götzenfigur und Papa am Brennbares wie leere Bierbüchsen zum Anfeuern vorbereiten, als dieser tragische Unfall passierte. Trotzdem mein Beileid. Kann sie/er ja nichts dafür.
    Ich frage mich, wie in Paragauy so eine Erste-Hilfe-Massnahme eigentlich aussieht. Ja sicher kennen viele Männer eine GABI (gibt er Antwort, atmet er, blutet er, ist er bei Bewusstsein), doch nehme ich an, dass man hier eher BRAHMA mit Erste-Hilfe-Massnahme assoziiert.

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