Traurige Gewissheit: Metrobus vor 2023 nicht fertig

Asunción: Arnoldo Wiens, Minister für öffentliche Bauten drückte sich vorsichtig aus und öffnet damit die Büchse der Pandora. Ein Großteil der Bevölkerung ist beunruhigt.

Obwohl den Händlern an der betroffenen Straße für Jahresende jeweils 14 Millionen Guaranies Entschädigung versprochen wurde und Minister Wiens sich für einen Elektro-Metrobus aussprach, kann es sein, dass das Projekt erst nach dem Ende der Abdo Benítez Amtszeit fertiggestellt wird. Damit wären mehr als 10 Jahre seit Kreditvergabe vergangen, ohne Beendigung der Baustelle.

Ein großes Problem bei der Fertigstellung ist der technische Streifen neben der Fahrbahn, in dem unterirdisch in einem Tunnel Wasser, Strom, Internet und Kabelfernsehen verlaufen soll. Bei der ersten Planung nicht inbegriffen, wurde er später hinzugefügt. Obwohl man schon mit diesem Tunnel begonnen hat, kann man jetzt nicht mehr damit fortfahren, weil man damit zu viele Bauten am Streckenrand gefährden würde. Da auch die Zeit keine Lösung mit sich bringt und Anwohner ihren Hass auf die Baustelle haben, wird es erst zu einer Einigung kommen, wenn diese bereit sind, mit den Behörden an einem Strang zu ziehen.

Wochenblatt / Última Hora

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9 Kommentare zu “Traurige Gewissheit: Metrobus vor 2023 nicht fertig

  1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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    Das ist teilweise die richtige Entscheidung.
    Was angefangen wurde, muss auch zuende gebracht werden.

    Ob der elektro Bus was Gutes ist das bleibt abzuwarten. Dann darf da nur niemals Strom ausfallen. Aber Strom ist das was Paraguay am billigsten hat und in rauhen Mengen – also wohl die beste Alternative.
    So eine Tranvia wie frueher? Was ist wenn der Elektrobus spezielle Batterien braucht?
    Wenn in Paraguay die Batterien hergestellt werden sollen dann wirds wohl so funktionieren wie bei den UPS (Universal Power Supply) „Made in Paraguay by Chinos“: Nach einem Monat halten die Batterien nur die Haelfte der Energie und nach 2 Monaten pfeift das Ding ununterbrochen nach einer neuen Batterie. Das muss schon eine amerikanische oder europaeische Technologie sein – ansonsten pfeift der Metrobus in kuerze aus allen Rohren nach einer neuen Batterie.
    Fuer paraguayische Verhaeltnisse wuerde ich vorschlagen dass wenn der Metrobus Batterien braucht dass diese dann aus hunderten kommerziell erhaeltlichen Autobatterien besteht die aneinandergekoppelt werden – so sind sie wenigstens immer auf dem Markt zu haben und der Witz der Sache, koennen gestohlen werden um weiterverkauft zu werden.

  2. Das sind die Früchte „hoch kompetenter Politiker“! Aber alles immer besser wissen und große Klappe aufreißen. Nicht funktioniert in diesem Sauladen. Nicht einmal die Umleitungen sind ausgeschildert. Jeder muß rätseln wo und wie es weiter geht. Die Umleitungsstraßen gleichen mittlerweile eher Bombentrichtern. Eine einzig Lachnummer ist das nur noch. Und die Verantwortlichen für dieses Desaster werden vermutlich straffrei ausgehen. Aber abkassiert haben sie unter Garantie!!!!!

    1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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      Na ich glaub nicht dass der Wiens das unvollendet laesst.
      Zumindest den Transchaco asphaltiert er fleissig und seid der Wiens da droben ist macht die Kolonie Menno mal ihre eigenen Wege auch grossartig. Scheint als ob da Staatsgeld in die Kolonien spuelt denn endlich repariert die Kooperative mal ihre eigenen verwahrlosten Wege – wahrscheinlich mit Staatsgeld.
      Kulturpalast und gigantomane Sportplaetze kann man bauen und ausbauen vom eigenen Kooperativsgeld, aber wenns um die Wege geht so nuckelt man auch nur am Staatsschnuller.
      Dazumal wenn hier ein Koloniesweg hoch aufgefahren wird, diese von einem Grudnstueck des Komiteemannes genommen wird da dieser durch das Loch eine Wasserstelle (tajamar) umsonst bekommt (das ist ein Millionenwert fuer den reichen Viehzuechter. Ohne Quittung versteht sich). Und so geht nichts unter den Mennoniten ohne das „Seilschaften“ getaetigt werden.

      Arnoldo Wiens ist von der „Kingdom now“ Bewegung und „Prosperity Gospel“ welche so eine Art von christlicher Regierung Constantin des Grossen anstrebt (Christen, d.i. Mennoniten, sollten in der Regierung sitzen) und das Kapital soll sich nur auf die Christen konzentrieren. Daher das Streben die Staatsgewalten von Mennoniten kontrollieren zu lassen. Mediacion (Judikative) als privater Ersatz der paraguayischen Justiz. „Gesetz“ (Legislative) ist Verhandlungssache also die Zivilvertraege ersetzen jegliches „Naturgesetz“ und alles Recht und Ordnung. Mennoniten (Privatsektor. Privatisierungsbestrebungen) erkaufen sich Sitze in der Exekutive z.B. als Minister.
      Als der famose Andreas Neufeld (aka „Titulitis cronica“ weil er an chronische Titulitis litt da er seinen Universitaets Titel gefaelscht und nachher gekauft hatte) Steuerminister war dann gabs auf einmal ploetzlich ein riesiges Gebaeude der Steuerbehoerde in Loma Plata seiner Heimatstadt. Da kann man „was geht“ besser mit den eigenen Leuten kontrollieren als in einem Gebaeude weitab in Asuncion wo kein Mennonit sitzt. Und so hat der Mennonit das Steuerwesen mehr oder weniger in seiner Gewalt seid dem der „Chronische Titulitis“ mal sich in die Steuerbehoerde unter Nicanor Duarte Hurtos setzte.
      Man erkenne gewisse „Seilschaften“ und I-Owe-You (IOY’s: Ich schulde dir was).

      1. Sind Sie sicher, daß Sie hier auch tatsächlich die Wahrheiten berichten? Ich jedenfalls habe in 15 Jahren mit den Mennoniten beinahe nur sehr positive Erfahrungen machen können, bis auf wenige Ausnahmen. Daher kann ich Ihre lästerlichen Kommentare in keinster Weise bestätigen. Sollte ich mich also in 15 Jahren so getäuscht haben?

  3. DAS große Problem bei der Fertigstellung ist aber gut: der technische Streifen neben der Fahrbahn, in dem unterirdisch in einem Tunnel Wasser, Strom, Internet und Kabelfernsehen sollen. Naja, den mit dem Ozonloch, BSE, AIDS, Borkenkäfer, Klimawandel oder fliegenden Beutelratten hätte sowieso niemand mehr abgenommen.
    Wie lange würde ein Projekt in etwa gleicher Größe – nur viel aufwändiger, schöner, professioneller… und natürlich auch teurer – in einer europäischen Großstadt dauern? Das sind ja glaubs 1,6 Km für die Verbreiterung der Fahrspur inklusive Integration eines Trolleys. Vielleicht zwei Jahre? Aber dann viel viel aufwändiger, schöner, professioneller… und natürlich auch teurer.
    Nun gut, hierzulande dauert halt das Gleiche nur viel mehr halbherziger, hässlicher, dilettantischer… und natürlich auch viel mehr barato halt fünf Jahr. Aber auch nur dann, wenn nicht doch noch Ozonloch, BSE, AIDS, Borkenkäfer, Klimawandel oder fliegenden Beutelratten zuschlagen.
    Da frage ich mich, warum haben die in Europa es denn so pressant mit der Fertigstellung der Baustelle? Naja, vielleicht damit die Menschen besser vorwärts kommen in puncto Mobilität, arbeiten können usw.
    Aber so eine Einsicht der Politiker muss ja erst noch erfunden werden. Nur so eine Idee von mir, glaub aber die Ömer habens erfunden (oder von den Griechen adaptiert).
    In der Zwischenzeit bezahlt der Staat bzw. unsere Enkel fleißig Kredite samt Zinsen zurück. Naja, wer’s übrig hat.

  4. Der Metrobus wird niemals fertig werden. Warum sollen sie hier besser sein als die Spezis in Berlin mit ihrem Kasperleflughafen. Dort ist es nur Unvermögen der Verantwortlichen. Hier kommt noch die Korruption und das Unvermögen aller hinzu.

    1. Der Unterschied ist, dass Paraguay nicht dauernd der ganzen Welt im allgemeinen und den Nachbarn im speziellen erklärt, wie die Dinge zu funktionieren haben, so im Stil des schlecht gelaunten Oberlehrers.
      Wobei BER wirklich extrem ist, allerdings im linken Berlin nicht unbedingt überraschend. So, wie der Metrobus in Paraguay keine Überraschung ist.
      Beide Katastrophen sind landestypisch.

  5. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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    @Simplicus
    Na komm schauen wo hier die Wege aufgeschuettet wurden zufaellig gerade eine Weile nachdem der Wiens im Posten ist. Ich zeig dir das Tajamar auf dem Grundstueck des Komiteemanns. Hoffentlich hast du dann nicht eine rosa Brille auf die komplett undurchsichtig ist.
    Das mit dem Andreas Neufeld kannst du in der Zeitung nachlesen. Fahr in Loma Plata rein und bieg bei der Ampel links ab und dann kommst du fast gleich zum Steuerpalast der Steuerbehoerde. Das Gebaeude wurde wieder zufaellig errichtet und besagte Behoerde dahin verlegt nachdem der Neufeld als persona non grata erklaert und gefeuert wurde wegen seiner Titelluegen. Aber auch das wird geflissentlich uebersehen. Nach seiner Entlassung vom SET wurde er sofort in die Kooperative versetz wo er als Praesident (zahlung von IOY, I Owe You’s) fungierte. In der Zeit glaub ich ist das SET Gebaeude da entstanden.
    Das ist so wie wenn VW Chef Prietsch (oder wie heisst der jetzt?) zu Merkel sagt: „he komm mal her sonst gibts keine Steuern mehr. Hoer mal! Jetzt wird die Bundessteuerbehoerde ein Bureau im VW Gebaeude in Wolfsburg einrichten wo Volkswagen die Angestellten und Chef der Steuerbehoerde stellt. Sonst gibts gar nix mehr! Da zahlen wir hinfort Steuern ansonsten gibts keine Steuern mehr.“
    So laeuft das da. Der Chef der Steuerbehoerde und Arbeiter da werden von der Kooperative bezahlt (Lohn) und das Gebaeude gehoert so viel ich weiss auch der Kooperative. Eben, da zahlt man die Steuern denn da befindet sich die Steuerbehoerde (SET).
    Fahr mal nach Loma Plata und mach die Augen auf. Vergiss auch nicht deinen Verstand vorher anzukurbeln.

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