Trotz Untätigkeit am Ypacaraí See bekommen SEAM Bedienstete Prämien für besonders gut gemachte Arbeit

Asunción: Acht hohe Angestellte des Umweltsekretariats (Seam) erhielten zusammen rund 190 Millionen Guaranies Prämien für besonders gut gemachte Arbeit, erklärte ein Gewerkschaftsführer, obwohl der Ypacaraí See kontaminiert ist und die Abholzung im Land stetig zunimmt.

„Die hohen Mitarbeiter der Institution wiederholen die gleichen Fehler ihrer Vorgänger und bringen damit die Haushaltslage und den ganzen Staat in Misskredit. Wie kann man von August bis Dezember so gute Arbeit leisten, wenn davon nichts zu sehen noch zu spüren ist, hinterfragt der Gewerkschaftsführer Ángel Ciullo, in einem Schreiben.

Die Sekretariatsmitarbeiter bedienen sich offen an der Kasse und weisen sich Bonifikationen von 30 Millionen Guaranies und mehr pro Person zu. Die Zustimmung dazu gibt ebenfalls ein Begünstigter, der Minister des Umweltsekretariats, Heriberto Osnaghi.

Platz 1 mit 30.609.600 Guaranies Prämie ist die Direktorin für Administration und Finanzen, Silvia Melo. Platz 2 und 3 belegen María Cristina González mit 27.221.520 und Heriberto Osnaghi mit 22.606.680 Guaranies. Weitere fünf Personen folgen mit ähnlich hohen Bonifikationen.

Genau in ihrem Verantwortungsbereich liegt die Erhaltung und Wartung der Wasserreservoirs und den unberührten Wäldern. Genau auf diesem Gebiet jedoch haben sichtlich alle Autoritäten versagt. Dieser Zustand trotz bester Löhne zieht sich schon seit Jahren in dieser Institution.

Der Gewerkschaftsführer sagte weiter, „dass mit der Verschwendung von Steuergeldern der Jahreshaushalt Mitte 2013 erschöpft ist und wir dann im Parlament um eine Ausweitung der Finanzen betteln müssen“.

Neben der schlechten Administration der Institution hat die Behörde auch nicht genügend Mittel um eine echte Antwort auf die Forderungen der Einwohner zu geben.

Aktuelle Probleme sind nach wie vor die Abholzung, die Kontamination des Ypacaraí Sees, der Bucht von Asunción sowie die unkontrollierte Nutzung von Pestiziden.

(Wochenblatt / Abc)

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8 Kommentare zu “Trotz Untätigkeit am Ypacaraí See bekommen SEAM Bedienstete Prämien für besonders gut gemachte Arbeit

  1. Die Prämie ist nicht alleine für die geleistete Arbeit sondern auch für die große Verantwortung die auf den Schultern der Direktoren ruht. Die Leute machen das Beste aus ihrer Arbeit. Zwar für sich privat, aber immerhin geben sie das Beste und das gehört honoriert. Tag und Nacht denken sie nach wie man den See retten und die Wälder schützen könnte. Sie reden sich die Stimme heiser, schließlich gibt es viel privates was neben der Arbeit auch erledigt werden muss.

    Der Staat ist für alle da und wer schon einmal die Gelegenheit bekommt muss diese nutzen um so viel wie möglich in kurzer Zeit heraus zu holen. Das ist die Mentalität vieler höheren Staatsangestellten. Die Partei belohnt auf diese Weise ihre treuen Mitglieder. Da kann man ruhig einmal kräftig in den Topf greifen ohne dafür bestraft zu werden.

  2. Genau – wer nichts tut, macht ja auch keine Fehler und bei einer derart fehlerlosen Leistung, ist so eine selbstgewährte Belohnung doch das Mindeste, daß man sich als Staatsdiener selber gewähren sollte.

    Was sollte man mit den 190 000 000 auch sonst machen? Eine Kläranlage für den See bauen etwa? Pffff!

  3. [„besonders“ gut gemachte Arbeit] tzzz, wo gibts den sowas? Massstab für „besonders gut“?
    Aus dem Artikel geht hervor, dass die Mitarbeiter die Boni bekommen haben, aber nicht wer diese ausbezahlt bzw. bewilligt hat!
    Das darf doch alles nicht wahr sein! Ich glaube nicht dass sowas möglich ist! Konkret krass wäre das!

    1. Die Boni wurde durch einen Erlass des Staatssekretäriats bewilligt. Heißt auf gut deutsch, sie haben sie sich selber bewilligt.

  4. boah…..

    also ich blick da nicht mehr durch…..

    frage mich aber selber …will ich überhaupt noch durchblicken ..tja tja die armen Pyos …..:-((((

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