Türkei rechtfertigt Militäroffensive in Syrien und erwartet Unterstützung aus Paraguay

Asunción: Die türkische Botschafterin in Paraguay, Armagan Inci Ersoy, rechtfertigte am Montag die Militäroffensive, um die Kontrolle über einen Gebietsstreifen im Nordosten Syriens zu übernehmen. Außerdem erwarte sie die Unterstützung von Mario Abdo Benitez, wenn dies erforderlich sei.

Die Diplomatin gab auf einer Pressekonferenz zu, dass diesbezüglich keine Kontakte zur Regierung von Mario Abdo Benítez bestehen würden, obwohl sie sagte: „Wir hoffen, dass sie uns unterstützen, wenn wir es brauchen.“

In Paraguay und der Türkei kam es zu einem wirtschaftlichen und diplomatischen Zusammenwachsen, der im Dezember letzten Jahres mit dem Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Asunción seinen Höhepunkt fand.

Es war die erste offizielle Reise eines türkischen Präsidenten nach Paraguay und ermöglichte es beiden Ländern, Vereinbarungen zum gegenseitigen Schutz ihrer Investitionen sowie Kooperationsverpflichtungen im Kampf gegen den Terrorismus zu treffen.

Nun forderte Ersoy die nationalen Medien auf, sich über die Militäroperation in Syrien zu informieren und zu rechtfertigen, dass damit der Terrorismus bekämpft und ein sicherer Raum für syrische Flüchtlinge geschaffen werden soll.

„Wir haben nicht die Absicht, in Syrien einzumarschieren“, sagte die türkische Botschafterin, die erklärte, “bis eine legitime Regierung eingesetzt ist, werden wir die Sicherheit in diesem Bereich gewährleisten.“

Von Journalisten befragt, beschuldigte Ersoy Amnesty International, “einen völlig unbegründeten Schaden gegen die Türkei anrichten zu wollen“, nachdem die internationale Organisation denunziert hatte, dass türkische Streitkräfte und protestantische syrische Rebellengruppen während der Offensive Kriegsverbrechen begangen hätten.

Die Botschafterin bestritt auch, dass die türkische Armee gegen zivile Gruppen im Nordosten Syriens vorgegangen sei, da sie ihrer Meinung nach “die Fähigkeit hätten, das Ziel zu lokalisieren und zu zerstören“.

„Wenn Zivilisten Türken sind, sorgen sich die Europäer nicht, aber wenn sie Syrer sind, sind sie sehr sensibel. Das ist sehr unfair“, fügte die Diplomatin hinzu.

Darüber hinaus forderte Ersoy die Zusammenarbeit der internationalen Gemeinschaft bei der Entwicklung ihres Projekts zur Schaffung eines sicheren Gebiets in Nordsyrien, in dem Schulen und Wohnungen für Flüchtlinge vorgesehen sind.

„Wenn die Europäische Union keinen Flüchtling und keinen Einwanderer an ihren Grenzen will, sollten sie uns helfen. Wir schützen seit acht Jahren vier Millionen Menschen“, sagte sie.

In diesem Sinne beschuldigte die Botschafterin die europäischen Politiker, gegen die türkische Militäroffensive demonstriert zu haben, der Öffentlichkeit aber private Nachrichten vermittelt zu haben, um ihre Unterstützung zu demonstrieren.

„Es ist sehr bedauerlich, dass es in der internationalen Presse ein solches Porträt der türkischen Operation gibt. In den meisten Fällen teilen uns die Staats- und Regierungschefs unter vier Augen mit, dass sie unsere Gründe verstehen, aber nicht, wenn sie in der Öffentlichkeit sprechen“, sagte sie.

Wochenblatt / Hoy

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14 Kommentare zu “Türkei rechtfertigt Militäroffensive in Syrien und erwartet Unterstützung aus Paraguay

  1. Soso, jetzt verlangen dieTürken also, dass man sich auf ihre Seite schlägt. Das ging ja schnell. Das nächste Argument werden dann die türkischen Telenovelas sein, die man hier zu sehen bekommt. Für diese hochwertige Unterhaltung… kann man die Türkei auch ruhig mal bei ihrem kleinen Scharmützel unterstützen…

  2. Nun warum schickt Paraguay nicht 2 Flugzeugtraeger zur Unterstuetzung hin?
    Also bleibt locker und spendet fuer wuestentaugliche Schwimmwesten.

  3. Moscheen sind unsere Festungen Minarette unsere Speerspitzen!! Schaut nach Europa wie eine ganze Kultur des Abendlandes den Moslems zum Opfer fällt. Wollt ihr das hier auch und Eure Christlichen Werte den Islam opfern unterstützt natürlich diesen Abs–m!!!!

  4. Das ist eben globaler Kapitalismus. Wachsen kann er nur noch mit Afrika und dem Orient. Daher wird denen auch der Hof gemacht. Die (inter)nationale Diplomatie und Politik als Hofstaat des globalen Kapitalismus geht im Gleichschritt.
    Es wäre ja richtig witzig gewesen, wenn die türkische Botschafterin gegen die Offensive gewesen wäre? Dann würde ja auch schon ein anderer dort sitzen? Was kommt dann als nächstes? Ein deutscher Politiker, der für Deutschland arbeitet und gegen offene Grenzen ist? Also Bitte!!! Der globale Kapitalismus braucht Kriege und offene Grenzen für sein Wachstum.
    Kurz und gut: Mit derzeitiger Politik und derzeitigem System geht es auch so weiter. Ob ihc Colorado oder die blaue Partei wähle in Paragauy wäre analog wie in Deutschland statt SPD die Linke, die Grünen zu wählen oder statt CDU die FPD oder umgekehrt. Hier braucht es etwas mehr um das Ruder herumzureißen.

  5. Jetzt muss sich Paraguay rasch entscheiden! Will es der Tuerkei unter die Arme greifen oder bedingunslos die USA und Nato militaerisch aufruesten mit Finanzen oder Hochmodernen intelligenten Waffensystemen!

  6. Kuno Gansz von Otzberg

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    … und die Mennoniten unterstuetzten diesen Araber Abdo.
    An Kurzsichtigkeit wohl kaum noch zu uebertreffen – und an Mangel an generellem Interesse an der Bibel und dem Christentum.
    Hugo Chavez sagte auch mal zu den Chinesen dass er den Amis nicht mehr sein Oel verkaufen wolle sondern nur den Chinesen. Die Chinesen erwiederten: „aber, du bist erstens auf der falschen Seite der Hemisphaere und zweitens wollen wir dein zahnpastadickes Oel nicht“. No problemo sagte Chavez, ich zahl den Transport und die Raffinerieverluste – mit den Amis wolle er nichts mehr zu tun haben sondern nur mit ihnen, der neuen Weltmacht. Dann schickten die Chinesen einen Supertanker nach Panamaribo und fuellten den voll Oel. Dann fuhren die direkt nach New York und verkauften das Oel den Amis – die Differenz (Preisdifferenz) sackten sie selber ein.
    Von alledem wurde Chavez nie was inne (er merkte nichts).

      1. @ Paul
        @ Kuno
        Und wieder sind die Mennoniten dran (schuld). Was anderes war wohl nicht zu erwarten.
        Was habt ihr eigentlich gegen Mennoniten???

        1. Kuno Gansz von Otzberg

          Antworten

          Arthritis soll ja auf dem Vormarsch sein. Bei einigen bekommt das Gehirn sofort mit der Arthrose zu tun wenn es etwas angestrengt wird ausserhalb dem Schubladendenken der (meisten) Mennoniten.
          “Mitgegangen, mitgehangen.“
          “Zeig mir wer dein Freund ist, und ich sag dir wer du bist.“
          Bist du Abdos Sponsor, so bist du Teil von dem was er vertritt.
          Man kann nicht den Teufel finanzieren oder als Daemon (Minister, Resortleiter, etc) dienen und nachher behaupten nichts mit dem zu tun zu haben.
          Die Tuerkei strebt die Eroberung Wiens an (den goldenen Apfel) und spaeter die ganze Welt.
          AVI LIPKIN – What Lies Behind the New Turkish-Russian-Iranian Axis? https://youtu.be/8g_XvIrdigE
          Ganz klar macht Paraguay einen Schwenk weg von den USA und Europa hin zur Achse des Boesen Tuerkei und Iran.

  7. Was wollen die mit dieser “ Spielzeug Armee“ ? Das ist ein noch größeres Problem, als mit der jetzigen “ Bundeswehr“. So nach dem Motto, “ Leute es ist Mittag, lasst uns Essen gehen, wir spielen nachher weiter, 16Uhr Leute feierabend, wir spielen morgen weiter.

  8. Tuerkei hat 4 millionen fluechtlinge,Europaeische Laender haben viel mehr;und dankt doch dem armen Russen Putin fuer seine blutige haende.Putin kan angst bekommen wenn der die Paraguay ochsenkarren sehen wurde.

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