Überraschung und Besorgnis über das Verhalten vom US-Dollar

Asunción: Die von der Zentralbank von Paraguay beauftragten privaten Wirtschaftswissenschaftler haben ihre Erwartung auf den US-Dollar von 5.700 Guaranies auf 5.682 Gs. bis zum Jahresende erneut reduziert.

Die aktuelle Notierung, die bei 5.440 Gs. liegt, erzeugt jedoch bereits Besorgnis in der Getreideexportbranche, die vor Einkommensverlusten des Sektors warnt.

Laut der Umfrage von Economic Variables (EVE) erwarten die befragten Analysten, dass der US-Dollar bis zum Ende dieses Monats bei 5.550 Guaranies liegen wird, obwohl derzeit die Notierung der Währung unter dieser Marke liegt. Den Ergebnissen der Umfrage zufolge sind die Antworten der befragten Experten sehr unterschiedlich, was nach Ansicht der Analysten der BCP auf die Unsicherheit zurückzuführen ist, die den Preis der nordamerikanischen Währung umgibt.

Miguel Mora, Volkswirt von der Zentralbank in Paraguay (BCP), erklärte, dass der US-Dollar trotz aller Prognosen weiter falle und dies nicht nur ein internes Problem sei, sondern ein globales. „Es hat etwas mit politischen Hintergründen zu tun, so wurde das Verhalten nicht erwartet“, sagte er.

Der Ökonom fügte an, dass es im internationalen Kontext einen stärkeren Euro im Vergleich zum US-Dollar gebe, zusätzlich zu dem Handelsbilanzdefizit der USA, das trotz aller Bemühungen der US-Notenbank den Preis der Währung nach unten verschiebe (FED), um den Markt mit dem Anstieg der Zinssätze anzuregen.

Auf der anderen Seite wirkte sich die Erholung der lokalen Handelsbilanz aber mit einem positiven Saldo von 86 Millionen US-Dollar der Exporte gegenüber den Importen auch auf einen Preisrückgang aus.

Bernardo Rojas, Direktor für makroökonomische Statistiken bei der BCP, sagte, dass sich die Exportmärkte für Rindfleisch in den kommenden Monaten erholen werden, sowie eine hervorragende Performance im Maquila-Sektor vorhanden sei, die garantiere, dass weiterhin in den US Dollar investiert werde.

Der Exportsektor hat bereits seine Besorgnis über den niedrigen Preis der Währung zum Ausdruck gebracht, der die Margen von dem Sektor deutlich minimiert.

„Dass der Dollar fällt, ist nicht gut für uns, wir arbeiten unter dem, was wir für dieses Jahr geschätzt haben, als ein Dollar auf 5.800 Gs. projiziert wurde und jetzt haben wir ihn unter 5.500 Guaranies“, sagte José Berea, Leiter der Paraguayische Kammer der Exporteure und Vermarkter von Getreide und Ölsaaten (Capeco).

Berea bestand darauf, dass sie bereits unter dem erwarteten Niveau operieren, was zu einem erheblichen Defizit führe, das durch den Anstieg der Rohstoffpreise nicht ausgeglichen werde.

Trotz dieser Tatsache, fügte Berea hinzu, dass sie nichts dagegen tun können, weil man verstehe, dass es um Angebot und Nachfrage der Währung gehe und dass die BCP den US-Dollar nur frei fließen lassen könne. „Wir passen unsere Kosten an diese neuen Dollarwerte an“, sagte er.

Wochenblatt / ABC Color

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7 Kommentare zu “Überraschung und Besorgnis über das Verhalten vom US-Dollar

  1. Wirtschaftswissenschaftler haben ihre Erwartung auf den US-Dollar von 5.700 Guaranies auf 5.682 Gs. bis zum Jahresende erneut reduziert. Wow, das sind, moment, aha, 18 Guaranies. Das ist ja fast so schlimm wie als der Euro zwischen 2008 und 2012 von 1.6 Schwitzzerfränkli auf 1.2 Schwitzzerfränkli fiel, aber auch nur, weil die SNB den Euro stützte. Pech wer seine Schwitzzerfränkli noch in Euro angelegt hatte. 18 Guaranies tz tz tz… bei 50 Dollar hat schon einen Kaugummi Verlust gemacht.

  2. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

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    „Es hat etwas mit politischen Hintergründen zu tun, so wurde das Verhalten nicht erwartet“, sagte er.

    Da sieht man mal wieder, dass dieses sogenannten Experten keine Ahnung von Tuten und Blasen haben, denn die private ED agiert absolut unabhängig von der US-Politik! Und abgesehen davon, ist diese Entwicklung schon lange absehbar!

    „….das trotz aller Bemühungen der US-Notenbank den Preis der Währung nach unten verschiebe (FED), um den Markt mit dem Anstieg der Zinssätze anzuregen.“

    1. laufen die Bemühungen der FED genau in die andere Richtung, weil für die geplante Eineweltwährung auf Basis des SZR-Korbs der $ als Weltleitwährung eliminiert werden muss. Diese Papierschnipsel wären schon lange ins Bodenlose gefallen, wenn sie nicht direkt an den Öl-Handel gekoppelt wären!
    2. macht die FED eben das durch a) schrittweise Erhöhung des bis dato 0%-Fiatgeldes und b) durch Bilanzkürzungen ganz gezielt.
    Fazit: Lange absehbar, dass alle Länder, die sich an den $ gekoppelt haben (wozu auch PY gehört), mit entsprechenden Entwicklungen ihrer eigenen Währung abfinden müssen, denn der Kurs der FED geht weiterhin in o.e. Richtung – und das obwohl der amtierende FED-Chef ebendavon noch 2012 gewarnt hat.

    @GGI

    Ja, und nach Aufhebung dieser Eurodeckelung durch die SNB fiel er zwischenzeitlich sogar unter die 90-Rappen-Marke. Man konnte ganz gute Gewinne einfahren. 😉

  3. Frag mich was die marode Amerikanische währung überhaupt noch hier in Südamerika verloren hat, raus mit dem Imperialistengeld?

    1. Stefan Krasulsky

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      Ja, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

      In Equador gibt es übrigens gar keine eigene Landeswährung mehr. Dafür US-Dollar …

      Das wird sich aber bald erledigt haben, denn Dollar ($) ist ohnehin schon doppelt durchgestrichen, wie € (Euro) auch.

  4. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    Reply

    @Christian2005

    So leicht geht das leider nicht. Rolf hat schon Gründe dafür erwähnt. Es gibt noch weitere… führ ich gerne in einer bezahlten Auftagsarbeit en Detail aus.

    MfG

  5. Stefan Krasulsky

    Reply

    „Der Dollar ist unsere Währung und Euer Problem.“

    Ich weiß nicht welche US-Größe dies gesagt hat, aber so ist es (noch heute.)

    Compro oro?

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