Unerwarteter Meinungswechsel

Asunción: Horacio Cartes verzichtet schon zum zweiten Mal auf die erneute Kandidatur als Präsident. Das letzte Mal im Oktober 2016, gestern wieder. Nun ist Vorsicht angebracht, denn die Verfassungsänderung ist noch nicht deaktiviert.

Ganz egal ob es seine Familie war, die Horacio Cartes von seinen Plänen abbrachte oder doch die “nordamerikanische Kirche“, bisher ist es nur ein Versprechen, was er schon oft in dieser Form abgegeben hat.

Keine 15 Minuten nach Bekanntgabe des Kommuniqués ließen die Senatoren Juan Darío Monges und Lilian Samaniego verlautbaren, dass die Verfassungsänderung weiter verfolgt wird, obwohl Cartes nicht mehr im Rennen ist. ANR Parteipräsident Pedro Alliana wiederum sieht gar keinen Sinn in der Weiterverfolgung der Strategie, sicherlich deswegen, weil der einzige Begünstigte Ex Präsident Fernando Lugo sein würde.

Der im Büro der Frente Guasu beschlossene Gesetzesentwurf der 25 Senatoren, die für eine Wiederwahl sind bzw. waren, soll am Morgen um 14:00 Uhr im Abgeordnetenhaus behandelt werden. Die Zeichen stehen jedoch gut, dass das Projekt entweder ins Archiv geht oder nicht die notwendigen Stimmen erhält, um beschlossen zu werden.

Der Besuch des US-Gesandten Francisco “Paco“ Palmieri in Asunción dürfte sicherlich bei der Entscheidungsfindung hilfreich sein. Ein Treffen mit dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Hugo Velazquez, soll heute um 09:30 Uhr stattfinden. Laut einem Zeitungsbericht der Última Hora soll Velazquez schon angekündigt haben, dass, wenn Palmieri offiziell die Meinung der US-Regierung vertritt und die möchte, dass das Projekt in den “Freezer“ kommt, dann wird auf diesen Wunsch hin gehandelt.

Noch vor Tagen antworteten Cartes Unterstützer, dass weder 10 Zuccolillo (Abc Color) noch 10 A.J. Vierci (Última Hora) den Staatschef von seinem Plan abbringen könnten. Jemand anderes hat es anscheinend geschafft.

Wochenblatt / Última Hora / Abc Color

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4 Kommentare zu “Unerwarteter Meinungswechsel

  1. Adenauer; (deutscher Bundeskanzler von 1949 – 1963) soll einmal gesagt haben:
    „was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“.
    Belegt ist aber ein anderer Satz von ihm:
    „Es kann mich doch schließlich keiner daran hindern, alle Tage klüger zu werden“

    Beide Äußerungen würden auch hier recht gut passen!!!

    1. Schreiben Sie doch nicht so etwas hier. Viele der hochgebildeten Kommentatoren vertreten doch bislang die Meinung, daß die USA hinter allem Bösen in dieser Welt stecke, ja sogar, daß alle Nordamerikaner „Verbrecher“ wären. Jedenfalls so die Aussage eines „bekannten“ Schriftstellers, Wissenschaftlers, Hochschuldozenten und Professoren.

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