Unglückliche Umstände

San Estanislao: Dreißig Tonnen venezolanisches Bargeld von Salto de Guairá nach Asuncion zu befördern stellte sich schwerer heraus als angenommen. Auch wenn noch nicht die Umstände geklärt wurden – der Lkw kippte und das Geld verteilte sich.

Dank eines Großaufgebotes an Polizeieinsatzkräften dürften Neugierige kaum die Chance haben am Unfallort, dem Cruce Itacurubí del Rosario, außerhalb von San Estanislao, ein paar Scheine einzustreichen. Die monetäre Fracht sollte für einen Zählprozess in die Asservatenkammer der Zentralbank nach Asuncion gebracht werden. Mit mehreren Dutzend Maschinen und Manpower sollten die 600 Säcke voll Geld gezählt werden. Die kleine Verzögerung lässt Fremdeinwirkung vermuten. Da es jedoch mehr Gründe geben kann, wie der Zustand der Strasse oder der des Lastkraftwagens, muss man sich in Geduld üben, um den Prozess zum Abschluss zu bringen.

Für die weiteren Untersuchungen wird die Drug Enforcement Administration (DEA) sowie venezolanische Vertreter eingeladen. Ähnliche Funde wurden auch in Kolumbien gemacht, was übrigens das Land sein könnte worüber die Scheine nach Brasilien kamen.

Währenddessen wurde der Eigentümer des Lagerhauses an der brasilianischen Grenze wegen Geldwäsche angeklagt.

Wochenbkatt / Abc Color

9 Kommentare zu “Unglückliche Umstände

  1. Mittlerweile gibt es drei Artikel über dieses Thema im Wochenblatt…da kann man sich schon ein Bild machen… Im vorherigem Artikel wird die Vermutung geäußert, daß die Scheine zur Fälschung gedacht sind. Möglicherweise kann man sie auf Weiß bleichen aber das Wasserzeichen und der Alustreifen bleiben und das mit 30T Papier zu machen sollte schon etwas Verdacht erregen da, rein technisch gesehen, dafür eine Fabrik existieren müßte.
    Nun darf man nicht vergessen, wenn man es dann wußte, daß dieses Geld am kommenden Montag ungültig wird und man es nicht mal, wie auch in einem Artikel bemerkt, nicht so einfach bei jeder Bank eintauschen kann, es sei denn es ist EINE Zentralbank.
    Eile ist geboten…Geld zählen und flux bei der Bank von Venezuela gutschreiben lassen. Wo das Geld herkommt spielt keine Rolle. Den Zentralbankchef sollte man wegen Geldwäsche einsperren weil den namenlosen Lagerbesitzer wird man sicher nicht verurteilen weil es war ein Freund seines Sohnes und wahrscheinlich noch dessen verstorbener Großvater.
    Der LKW Fahrer, hier im Artikel, ist natürlich seelenallein durch die Prärie gefahren, daß nur so dürftige Informationen an die Presse kommen. Ein Kunststück ist es allemal die Ladung auf einer Seite abzuwerfen und den LKW auf die andere.
    Da fällt mir ein Witz ein… Der Spediteur ruft seinen Fahrer an: „Rytzard, was ist los, Du stehst schon seit 10min auf dem Pfleg.“…“Nichts Chef, ist nur der Spiegel eingeklappt“….“Dann klapp ihn wieder aus!!“… „Geht nicht Chef, der LKW liegt drauf.“

  2. Die 30 tonnen venozolanische geldscheine sind kaum soviel wert wie eine ladung brennholz;die zentralbank von paraguay wird ein museum eroeffnen wollen.

    1. Natürlich. 😉 Dann mache ich pi mal Daumen und komme auf 136Mio €! Rechne nach: Ein Schein = 1g, 30T = 30000000g multipliziert mit 50000. (angenommen das sind alles 50000der Scheine) dividiert durch 11000. (1€ = 11000VEB)…da staunt der Fachmann, der Laie wundert sich…. In 500€ Scheinen sind das dann 300kg…verrechnet?
      Die ganze Sache stinkt zum Himmel!

  3. mich wundert, wie 30 Tonnen Geldscheine ihren Weg von Venezuela über Brasilien nach Paraguay gefunden haben. Wird wohl Drogengeld sein

  4. Super interessant diese Sache hier und meine Rechnung oben stimmt so nicht, der Betrag ist noch viel höher.
    Erst einmal bekommt die Zentralbank Besuch (Hilfe) von drei US Bundesbehörden, die da wären: DEA (siehe Artikel), das FBI und wer hätte es gedacht, die CIA.
    Einmal davon abgesehen daß Paraguay unter Cartes offensichtlich ein US Bundesstaat geworden ist, brauch man sich nicht zu wundern wie das Geld nach Paraguay kam. Die Vertreter von Venezuela können sich nun mit diesen Leuten kloppen ob das Geld gut geschrieben wird oder nicht, eine Wahl haben sie aber nicht, da zwischen Zentralbanken die Konvertierung vertraglich zwingend ist und der Wechselkurs ist…..täterätää…1:10 zum US$.
    Da ist der erste Fehler in meiner Rechnung oben, ein Kurs, welcher der baldigen Einstellung der alten Scheine Rechnung trägt von 1€ zu 11000VEB wenn man solche Scheine in Europa noch tauschen möchte. Der Zweite ist, daß es sich um 50 bzw 100er und nicht um 50000er Scheine handelt, da hat mir die Nullenstreichung des Guaranie wohl einen Streich gespielt…ist ja niemandem aufgefallen…
    Venezuela…tja, was macht man mit einem Land dessen Volk den Sozialismus leben möchte, wenn man, natürlich, demokratischer Kapitalist ist? „A tomar por el culo en todo las reglas“.
    Nun, rechnet selbst, 1g der Schein, angenommen die Hälfte ist 50VEB komme ich auf 225000000$ welche vom venezulanischem Volk getragen werden müssen….und es gab ja auch schon „Funde“ in Kolumbien…
    Das ist ein Krieg gegen die Völker und Paraguays Regierung kämpft nun auch gegen das eigene Volk weil weder Staatsanleihen noch diese „Geldwechslerei“ in deren Interesse liegen.
    Kurzum, die Zentralbank von Paraguay geht zur Zentralbank von Venezuela und möchte einen LKW an Geldscheinen eintauschen. Auf die Frage woher das Geld stammt, ist die Antwort: „gefunden“!!!

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