UNO Bericht: Tod von Rodrigo Quintana war eine Hinrichtung

Asunción: Die Vorfälle vom 31. März und 1. April wurden von dem internationalen Organ analysiert. Eine unparteiliche Untersuchung wurde empfohlen, da es Anhaltspunkte für Strafvereitlung gibt.

Das Komitee gegen Folter der Vereinten Nationen sprach gestern die Notwendigkeit aus, “die mutmaßlich illegale Hinrichtung von Rodrigo Quintana während des Polizeieinsatzes am 1. April 2017 im PLRA Parteibüro zu untersuchen“.

In dem Bericht wird außerdem von Information über “ungerechtfertigte Polizeigewalt gegenüber Demonstranten und Verhafteten gesprochen, die an den beiden Tagen der Proteste in Asunción“ stattgefunden haben soll.

Die internationale Organisation empfiehlt der Regierung eine “baldige und unparteiliche Untersuchung die alle Anzeigen von übertriebener Gewalt durch Polizisten einbeziehen“. Des Weiteren empfiehlt man der Cartes Regierung „sicher zu gehen, dass die Täter auch bestraft werden und die Opfer angemessen entschädigt werden“.

Damit Ähnliches sich nicht wiederholt sollen “die Bemühungen intensiviert werden, systematische Weiterbildungen für Uniformierte anzubieten, in denen die Proportionen der Gewaltanwendung verdeutlicht werden, speziell bei Kundgebungen“.

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass zwischen 2013 bis 2016 es 873 Anzeigen wegen Verstöße gegen die Menschenrechte bei der dafür zuständigen Staatsanwaltschaft eingereicht wurden. Bei nur 16 Fällen kam es zu Untersuchungen, bei 6 davon kam es zu einem Verfahren aber bei nicht einem zu einer Verurteilung.

Laut dem UNO Bericht sollte auch über die Reduzierung des Mittels der Untersuchungshaft nachgedacht werden, da 78% aller Häftlinge ohne Verurteilung hinter Gittern sind. Dies führt zu einer Überbelegung, die landesweit 159% von dem erreicht, was erträglich ist. Dies führt unter anderem zu 144 Häftlingen die in den letzten 4 Jahren hinter Gittern starben.

Wochenblatt / UNO

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8 Kommentare zu “UNO Bericht: Tod von Rodrigo Quintana war eine Hinrichtung

        1. Ein „Paraguay-Versteher“ versteht sich als Versteher paraguayischer Besonderheiten und Absonderlichkeiten, für die jedem mittelmäßig ausgebildeten Mensch jegliches Verständnis fehlt. Außerdem relativieren und entschuldigen „Paraguay-Versteher“ beinahe alles was es an offensichtlichen Mißständen im Lande gibt, selbst wenn diese Mißstände von der Bevölkerungsmehrheit ebenfalls kritisiert werden. Oftmals werden Mißstände damit entschuldigt, daß Paraguay zur „Dritten Welt“ gehört und somit quasi ein „Recht auf Mißstände“ wie Korruption, Lug und Betrug, Rechtsbeugung, Umweltverschmutzung aller Art, desolate Krankenhauszustände, liederliche Wasser- und Stromversorgung u.v.m. habe. Sollten sich Nicht-Paraguay-Versteher weiterhin uneinsichtig zeigen, zeigt man diesen uneinsichtigen Paraguay-Kritikern gern mal die rote Karte und fordert sie auf, das Land Richtung alter Heimat wieder zu verlassen, unanbhängig davon, wie lange diese schon in Paraguay leben und wie viel Geld sie in Land und Leute schon investiert haben.

  1. Dann lass es doch einfach, sonst könnte man meinen es liegt an einer Logoroe Erkrankung, dabei kann man die Worte nicht halten? 😉

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