Unter die Holzfäller gegangen?

San Alfredo: Während rechtschaffene Bürger sich an die Ausgangssperre halten, brauchen das Politiker bekannterweise nicht. Dennoch überraschte es das Umweltministerium bei welcher Gelegenheit man einen Volksvertreter antraf.

Vertreter des Umweltministeriums (Mades) waren am vergangenen Montag einer Anzeige wegen illegalem Holzeinschlag im Nationalpark „Serranías de San Luis“ nachgegangen. Bei ihrer Ankunft, wo sie mehrere gestapelte Baumstämme fanden, wurde auf sie geschossen. Die Polizei, die sie begleitete erwiderte das Feuer. Dann begannen die Holzfäller zu fliehen. Sie hinterließen einen Traktor, Kettensägen und vieles mehr. Einen der Männer konnte die Polizei verhaften. Die Mades Vertreter, die ihre Intervention filmten, staunten nicht schlecht als sie auf einmal den Abgeordnete von Concepción, Arnaldo Andrés Rojas Feris, vor der Kamera hatten. Dieser betonte nicht gefilmt werden zu wollen. Seine Präsenz zu erklären war er nicht imstande. Der Nationalpark umfasst 10.200 ha.

Wahrscheinlich sollte man seiner Fantasie freien Lauf lassen, als einer billigen Ausrede Gehör zu schenken.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “Unter die Holzfäller gegangen?

  1. Kommentar-Vorzelt oder Für Wohnwagen

    Doch, doch, seine Präsenz zu erklären wird er dann schon noch imstande sein. Hierzulande ist man nie verlegen nicht ganz die Wahrheit zu sagen. Wenn eine Kamera dabei ist kann Bueneducado sogar mit dem zu Streichholz mutierten Finger drohen. Bestimmt ist sein Tio Rechtsanwalt vom Hermano des Cuñado des Präsidenten, was dann jedem Journalist ein Schlottern in den Beinen hervorruft. Auch sehe ich das wieder mal als Hetze der Pressen gegen unsere mit bester Reputation behafteter Eingeborener und -innen: Die andren tun das ja auch, sich ein Zwischenbrot zu verdienen. Also who cares?

  2. Das sind doch genau die Drahtzieher von solchen Aktionen! Allerdings scheint er wohl Langeweile gehabt zu haben, da man diese Leute eher nicht im Ort des Geschehens antrifft.

  3. Ich habe immer gesagt, dass die Profiteure des illegalen Holzeinschlags ganz oben an den Hebeln der Macht sitzen. Anders ist es nicht zu erklären, dass riesige LKWs mit offen sichtbaren Baumstämmen, hunderte Kilometer weit unendeckt durchs Land fahren können, Grenzen passieren können oder verladen und verschifft werden können. Das geht nur, wenn Politik und Polizei da mit drin hängen.
    Durch Zufall ist einer nun aufgeflogen. Er wird nicht der einzige Abgeordnete sein, der in diesem Geschäft seine Kassen füllt.

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