Itaipú vor unlösbaren Problemen

Asunción: Kaum kündigte Präsident Mario Abdo an die Gehälter bei Itaipú auf maximal 37 Millionen Guaranies zu senken, „kündigten“ mehr als 100 Personen und fordern eine finanzielle Entschädigung aus der Rentenkasse.

Für das vorzeitige Verlassen eines Arbeiters bei Itaipú kann eine Entschädigung verlangt werden, wenn damit künftige Rentenzahlungen vermieden werden können. Ingenieur Luis Fleitas erklärte, dass es meist Ingenieure und Techniker mit vielen Arbeitsjahren sind die als Grundgehalt 50 Millionen Guaranies haben und dieses mit Zusatzzahlungen fast verdoppeln. Diese sind mit der obligatorischen Senkung ihres Gehaltes nicht zufrieden.

Neben Überstunden und Gefahrenzulage bekommen sie neben ungesundem Arbeitsumfeld auch noch Urlaubs- und Schichtzulagen. Dazu kommen Familienzuschläge für die Schule, Lebensmittel, Uniformen und Umzugspauschale. Wer auch in Hernandarias arbeiten muss, bekommt eine 13 prozentigen Zuschuss seines Lohnes. Mit ihrer Kündigung hoffen sie auf riesige Summen, wie nachfolgend aufgelistet:

Wenn jemand einen Lohn von 80.000.000 Guaranies monatlich hat und bei Itaipú seit 8 Jahren angestellt ist stehen ihm 640.000.000 Guaranies zu. Wer bei gleichem Gehalt 30 Jahre bei Itaipú gearbeitet hat soll 4,8 Milliarden Guaranies Abfindung bekommen. Dies würde die Itaipú Rentenkasse (Cajubi) völlig leeren, nachdem deren Administratoren rund 300 Millionen bei Fehlinvestitionen verloren haben und deswegen noch in Haft sitzen.

Erst gestern legte Mario Abdo den Itaipú und Yacyretá Direktoren auf, alle Gewerkschaftsverträge auf Privilegien zu überprüfen und diese zu streichen. Damit will zukünftig kein Politiker mehr seine Familienmitglieder da unterbringen.

Wochenblatt / Extra

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16 Kommentare zu “Itaipú vor unlösbaren Problemen

  1. Wer selber kündigt, bekommt gar keine Abfindung. Einen solchen Schwachsinn habe ich noch nie gehört!
    Eine Abfindung gibt, es wenn von Seiten des Arbeitgebers gekündigt wird.
    Paraguay wird in den letzten Wochen auf alle erdenkliche Arten ausgeblutet…eine Frechheit.
    Die gehören alle in den Knast und zwar sofort!

    Die Armen werden ausgeplündert und verhungern lassen. Auf den Strassen herrscht Wildwestmanier und die „Funcionarios“ machen sich die Taschen voll bis sie platzen….

    Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen könnte 🙁

    1. Pfaffo Ritter von Rantzsau

      Nach paraguayischem Recht ist es so dass wenn du selber kuendigst oder „von selbst“ geht, bekommst du keine Abfindung. Abfindung gibts nur wenn der Arbeitgeber aus untriftigen Gruenden den Arbeitgeber entlaesst.
      In diesem Fall gibt es triftige Gruende, naemlich den Nationalen Notstand (Notstandsgesetz) so dass ALLE Abfindungen entfallen – keiner duerfte eine Abfindung bekommen.
      Fehlt es an Arbeitskraeften? Ich, Pfaffo Ritten von Rantzsau komm da gerne arbeiten – bekomm ich 37 Millionen Guaranies so arbeite ich willig auch fuer 25 Millionen Guaranies (ich reduzier mir selber das Gehalt) eingestuft nach den Regelungen des Arbeitgebers. Nur muesste man mich erst als AZUBI etwas einlernen fuer den spezifischen Job.
      Ja, warum nicht!

  2. Was für ein Korrupter Laden!! Wenn hier nicht mit Eisernen Besen ausgefegt wird bekommt man das nie im Griff. Es muss erst einmal geprüft werden welcher Posten doppelt und dreifach belegt ist und die Notwendigkeit besteht. Wenn es Vettern Gefälligkeiten sind die den Job garantiert haben muss auch keine Entschädigung gezahlt werden ,weil es nachweislich unter Korruption zustande gekommen ist. Bei trotzdem Forderungen Anzeige wegen Vorteilnahme unter Korruption Verdacht,mit Strafzahlungen in Milliarden Höhe.

  3. Das gibt es wohl nur bei Itaipu, wo man schon mit astronomischen Gehältern verwöhnt (und verdorben) wird, auch noch eine Abfindung bekommt, wenn man selber kündigt. Aber hier sieht man auch welches Geistes Kinder diese Leute sind.
    Für einen Ingenieur dürfte Itaipu die interessanteste Arbeitstelle in Paraguay sein, nicht nur wegen des Gehalts, sondern auch wegen der Technik der Elektrizitätgenerierung und der Verantwortung für das gesamte Land.
    Aber diese Leute, die sich Ingenieur schimpfen, würden wohl auch Streichhölzer in einer Streichholzfabrik zählen, wenn sie dafür 100 Millionen Guaranies bekommen würden.

  4. Wow, bis heute dachte ich die Einheimischen bringen es dank obligatorischer 7 bis 11 Uhr Schul höchstens zur Hängematte, Müllabfackel und Swudi Iglesias auf 120 dB. So kann man sich irren. Nein, nicht wegen dem Techniker und Ingenieur. Sondern wie man mit so einer Bildung – immerhin Alleskönnen, ist ja auch schon was – es auf ein Gehalt von 13.000 Euro monatlich bringt im Kongo Südamerikas. Phänomenal. Ja, das werden wir Europäer richtig neidisch.

  5. Pfaffo Ritter von Rantzsau

    Bravo Abda Bezirzes, genau das war schon laengst ueberfaellig.
    Wenn nicht erschiessen dann auf der Abflusseite diese Leute den Damm hinabwerfen „wo das Meer am tiefsten ist“ – nicht auf einmal dabei die Turbinen beschaedigen, daher auf der Abflusseite „runter mit ihnen“.
    Ich wuensche den Direktoren und de, Landespraesidenten allen Mut und Durchsetzungskraft diese durchzuziehen.
    Κυδος to you!
    Diese Aassgeier aus dem Volke treibens ja aerger als alle Pfaffen, Adeligen und Plutokraten vor der Franzoesischen Revolution. Das Volk ist ja noch die groesste Gefahr fuer die Republik.
    Heckerlied https://www.youtube.com/watch?v=NtpxO3jYcqg

    1. Also lässt diese Hundert oder mehr gehen. Ohne Abfindung! Und siehe da, es wird niemandem auffallen. Ausser dem Kassenwart natürlich, wenn mindestens 8.000 Millionen Guarani weniger Lohnkosten monatlich anfallen.

      1. Da liegst Du sicher falsch, diese 100 waren unbequeme Personen, die vielleicht an/ oder wegen des “ Vertrages“ mit Brasilien auffällig geworden sind und werden bald ersetzt. Desweiteren, glaube ich, das diese Personen bald einen neuen Posten haben werden.

  6. Als hätte es das paraguayische Volk in diesen Zeiten nicht schon schwer genug, erdreisten sich über 100 verruchte leitende Angestellte des Wasserkraftwerkes den Betrieb und damit die Stromversorgung des Landes ernsthaft zu gefährden. Nun zeigt sich der wahre Charakter all dieser durch Korruption sowie Amigo- und Parteiwirtschaft auf hochbezahlte Posten gehieften Typen, die aus reinem Eigennutz den Staat und damit das gesamte Volk erpressen wollen: Purer Egoismus, Volksschmarotzertum durch überbezahlte Jobs ohne ordentliche Gegenleistungen, Charakterlosigkeit, Verantwortungslosigkeit und mangelndes Betriebsinteresse. Es ging ihnen ganz offensichtlich bisher nur um „die Kohle“. Solche Leute gehören an den Pranger gestellt, indem man die Namen dieser Erpresser in allen Zeitungen und im FS/Rundfunk veröffentlicht. Außerdem müßten sie unverzüglich zur Arbeit zwangsverpflichtet und das Wasserkraftwerke unter militärische Kontrolle gestellt werden.

  7. Die Amigo Selbstbedienungs Mentalitaet duerfte bei den Brasilianern und den Argentiniern aehnlich sein, da es keine Lohn Transparenz gibt. Es ist nur fraglich ob diese ganzen Führungskraefte überhaupt erforderlich sind. Im öffentlichen Dienst sind grundsaetzlich mindestens 2/3 der Beschäftigten mit der Selbstverwaltung beschaeftigt. Maximal 1/3 erbringt zumindest zeitweise eine Arbeit zugunsten der Kunden/Bürger. Dieses Drittel wird üblicherweise am schlechtesten bezahlt. Somit sind mindestens 2/3 der Beschäftigten überflüssig und deren Kündigung ist ein Gewinn fuer den Staat.
    Der Paraguayische Praesident hat jetzt in der selbstverursachten Krise mit dem Hausarrest und somit dem Demonstrationsverbot die Chance zu einem Rundum Befreiungsschlag.

    1. Heinz, das mag sein, das die Brasilianer und Argentinier genauso so sind. Aber wie kommt es, das auf Brasilianer Seite von Itaipu nur 800 Beschäftigte gibt und Py hat satte 3000 Nichtskönner dort beschäftigt, kannst Du Dir das erklären? Die niedrigen Posten, wie Mechaniker und Co, haben auch keine Ahnung von dem was diese tun, aber sehr gut bezahlt werden, wie bei allen staatlichen Unternehmen. Die Turbinen haben 20 Jahre mindestens auf dem Buckel, ohne oder fast ohne Wartung. Aber neue Turbinen oder Ersatzteile, als Geschenk, lassen auf sich warten.

  8. Ja der Präsident Abdo könnte sich ein Beispiel an Onkel Donald nehmen.Der räumt wenigstens richtig auf.Hoffentlich vergisst der Onkel Donald nicht in seiner europäischen Kolonie auszumisten.Da kann dann in Guantanamo noch massiv erweitert werden.

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