Urlaubsverhalten der Paraguayer

Mit dem Beginn des Januar beginnt auch die Sommerurlaubs- und Reisezeit der Paraguayer. Dabei gibt es für jeden Geldbeutel verschiedene Möglichkeiten. Die reichen Paraguayer entscheiden sich auch dieses Jahr einmal mehr für die wohl glamuröseste Stadt in Südamerika, nämlich Punta del Este in Uruguay, wo viele von ihnen, unter anderem der bekannte Unternehmer Vierci, eigene Residenzien besitzen. Viele paraguayische Millionäre befinden sich daher bereits an der uruguayischen Küste und festigen ihre freundschaftlichen Bande auch während des Urlaubs mit anderen Millionären aus Argentinien, Brasilien und Uruguay. Oft entstehen in diesen informellen Urlaubstreffen auch weitere Geschäfte.

Antonio Carámbula Sagasti, der Vizeminister des uruguayischen Tourismus- und Sportbüros, betont, dass jeder Paraguayer, der in Uruguay Urlaub macht, durchschnittlich 1.600 US Dollar ausgibt. Bei rund 45.000 Paraguayern, die im vergangenen Jahr dort Urlaub gemacht haben, ist dies ein wichtiger Beitrag für die uruguayische Wirtschaft. Auf der anderen Seite seien es noch mehr Uruguayer die nach Paraguay reisten, meist sogar mehrfach pro Jahr, meist auch im Zusammenhang mit Investitionen, unter anderem beispielsweise in den Chaco.

Das Urlaubsverhalten der paraguayischen Mittelklasse erstreckt sich mehr und mehr auf die Strände der Karibik, insbesondere Punta Cana und die mexikanischen Küsten, vor allem wegen der preislich atrraktiven All-Inclusive-Angebote. Urlauber mit schmalerem Geldbeutel fokussieren wegen des niedrigen Peso-Kurses derzeit vor allem auf Ziele in Argentinien.

Die Mehrzahl der Paraguayer hat nach wie vor wenig Geld für Reisen zur Verfügung und die arbeitende Bevölkerung beginnt oft mit einer Urlaubswoche, nach einigen Jahren gibt es dann zwei Urlaubswochen und drei nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit. Die Mehrzahl der Betriebe kündigt jedoch vor Erreichen des 10. Arbeitsjahres, da sonst der Mitarbeiter nicht mehr gekündigt werden kann. Für Arztbesuche muss auch Urlaubszeit beansprucht werden. Diese Gesellschaftsschicht besucht während ihrer Urlaubstage meist Verwandte auf dem Land.

Foto: Daniel Stonek

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

8 Kommentare zu “Urlaubsverhalten der Paraguayer

        1. der Austriaco hat schon Recht, leider kann ich das nicht naeher begruenden weil sonst wieder die Zensur Machete kommt….!

  1. und wenn man sich speziell den Strand von Camboriou in Brasilien im Januar und Februar anschaut wird man schnell merken das der obige Bericht so nicht stimmt. Denn gerade fuer Camboriou werden viele viele Busreisen mit billigen Hotelangeboten auf dem paraguayischen Markt angeboten die in der Regel auch noch auf 2 Jahre finanziert werden koennen, was also jedem der zumindest zum Mindestlohn arbeitet schon so einen Urlaub erlaubt! – also fuer etwa zum Preis 1 Monatslohnes sind schon 10 Tage Urlaubsreise nach Brasilien drinn! – so die Deutschen geben mindest auch 1 Monatseinkommen fuer ihren Urlaub aus (oft viel mehr) und heutzutage bei den meisten auch auf Pump!

  2. Für AUSTRIACO und GAMSBART:
    1. Es ist absolut unter der Gürtellinie das DEUTSCHE VOLK als „dumm“ zu bezeichnen
    2. Eine Pauschalierung, von wenigen auf alle zu schließen, ist wenig intelligent und nur polemisch
    3. Die Probleme mit leider nicht wenigen in PY lebenden Deutschen sind bekannt, doch diese
    „lieben Landsleute“ sind garantiert nicht repräsentativ für DIE Deutschen insgesamt.
    Ich hatte das Vergnügen ein österreichiches Ehepaar in PY kennen zu lernen. Das waren absolute
    Hochstapler und Betrüger. Soll ich nun deshalb alle Österreicher als Hochstapler titulieren? Im
    Gegenteil, ich halte die Österreicher nach wie vor als ein sehr sympathiesches Völkchen.
    4. Wir sollten uns angewöhnen, von Verunglimpfungen und Beleidigungen wegzukommen und besser
    mit Fakten und Argumenten zu ersetzen – oder besser zu schweigen! Und vor allem gilt das auch für das
    Miteinander unter uns deutsch sprechenden Landsleuten. Welche Außenwirkung geben wir denn sonst ab?
    Viele unserer Landsleute hier kommen mit Problemen, werden abgezockt und stecken in Problemen. Wäre
    da nicht eine gegenseitige Unterstützung und Hilfe, in welcher Form auch immer, angesagt??????

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.