Urologe fordert medizinische Untersuchungen vor der Einnahme der „blauen Pille“

Asunción: Der Urologe Dr. Fernando Abarzúa hat die Gesundheitsrisiken erläutert, die mit der Einnahme von Mitteln wie Sildenafil – bekannt als „blaue Pille“ – verbunden sind, bevor alle erforderlichen klinischen Untersuchungen durchgeführt wurden.

Im Gespräch mit dem Sender Radio Monumental betonte Dr. Fernando Abarzúa, wie wichtig entsprechende ärztliche Untersuchungen für Männer sind, bevor sie zu Medikamenten wie Sildenafil greifen.

„Wenn du eine lange Autofahrt planst, prüfst du dein Fahrzeug gründlich. Das eigentliche Problem ist: Weil die Pille so leicht erhältlich ist, lassen die Menschen die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen und Abklärungen vor der Einnahme solcher Arzneimittel vermissen“, erklärte er.

Er wies zudem darauf hin, dass Sildenafil ein vielseitiges Medikament ist: Aufgrund seiner Wirkung als koronarer Gefäßerweiterer leiste es auch wertvolle Dienste im kardiologischen Bereich und unterstütze zudem die Harnfunktion. In Paraguay wird auch ein Honig mit dem selben Inhaltsstoff angeboten.

„Jeder Mann, der ein solches Mittel einnehmen möchte, braucht vorher die passenden Untersuchungen – denn du nimmst eine Substanz mit nachweisbarer Wirkung ein, die aus sexualmedizinischer Sicht durchaus hilfreich sein kann. Doch die unkontrollierte, unüberlegte Einnahme ohne ärztliche Abklärung kann gefährlich werden“, betonte er nachdrücklich.

Der Facharzt äußerte sich zu dem Thema nach dem Tod eines 52-jährigen Mannes, der an einem Herzinfarkt verstarb – der Vorfall ereignete sich in einem Motel in San Lorenzo.

„Männer sollten sich kardiologisch untersuchen lassen, Blutdruck und Herzfunktion überprüfen. Das Mittel ist an sich nicht grundsätzlich verboten oder ungeeignet. Entscheidend ist die Einnahme im Rahmen einer fachgerechten Abklärung – damit man den Körper nicht zu Leistungen antreibt, auf die er im aktuellen Zustand nicht vorbereitet ist“, hob er hervor.

Auf die Frage nach der Verbreitung von Erektionsstörungen erklärte er, dass diese weltweit zunehme: Schätzungen zufolge sind in der Altersgruppe der 40- bis 60-Jährigen bis zu 85 % der Männer betroffen.

Abschließend fügte er hinzu: „Ein gesunder junger Mann sollte morgens regelmäßig eine Erektion haben. Bleibt diese aus, ist das ein Warnsignal.“

Wochenblatt / Última Hora

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