Verbrecher verstecken sich im Chaco: Sicherheitsrat gegründet

Filadelfia: Ein multidisziplinärer Sicherheitsrat für das Departement Boquerón wurde nach zwei früheren Sitzungen gebildet. Bürgermeister Elmer Vogt betonte die Wichtigkeit des Gremiums, denn Verbrecher würden sich vermehrt im Chaco verstecken.

Dieser Rat setzt sich aus Vertretern der lokalen Gebietskörperschaften, der Justiz, der Polizei, der Anti-Drogenbehörde Senad, der Staatsanwaltschaft, den Genossenschaften, des Bildungssektors und anderen Mitgliedern zusammen.

Bürgermeister Vogt aus Mariscal Estigarribia betonte, dass Boquerón mit fast 92.000 Quadratkilometern das größte Departement des Landes sei und zur Überwindung großer Entfernungen viel mehr Technologien eingesetzt sowie eine Datenbank mit Personen- und Fahrzeugregistrierung eingerichtet werden müsse. „Die Verbrecher verstecken sich im Chaco, also müssen wir die Technologien nutzen“, sagte Vogt.

Walter Stoeckl, Bürgermeister aus Loma Plata, der zum Vizepräsidenten des Rates gewählt wurde, erklärte wiederum, dass die Entwicklung, die in der Region voranschreite, auch das Bevölkerungswachstum und damit Laster wie die Drogenabhängigkeit zur Folge habe. Er sagte, dass die Arbeit des Rates in erster Linie im Bereich der Prävention mit einer Datenbank geleistet werden müsse, “damit die Kriminalität uns nicht überrollt, sondern wir die Protagonisten sind“.

Amado Yuruhan, Richter aus Filadelfia, hob die Tatsache hervor, dass es Fälle gebe, in denen Kinder in Schulen mit Drogen in Berührung kämen sowie der sexuelle Missbrauch bei Kindern und die Gewalt in der Familie zunehmen. Er sagte, dass der Rat eine breite Sensibilisierungskampagne durchführen sollte, um diese Ereignisse zu verhindern.

Robinson Moudelle, Sicherheitschef von Boquerón, gab an, dass der Polizei die Computerausstattung für den Betrieb einer Datenbank fehle und man hoffe, die nötigen Mittel dafür bald bereit gestellt zu bekommen.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Verbrecher verstecken sich im Chaco: Sicherheitsrat gegründet

  1. Einfach nur noch traurig. Als ich vor 18 Jahren das erste mal den Chaco, bzw. Filadelfia, besuchte, war dort „die Welt“ wirklich in Ordnung. Man fühlte geradezu die Ruhe und Sicherheit und fühlte sich wie geborgen. Die Mennoniten waren weitgehend unter sich, nur hie und da einige Ausländer und Paraguayer. Die größte Gruppe der Nicht-Mennoniten stellten die Indigenen, die aber so gut wie keine Probleme bereiteten. Kriminalität war beinahe ein Fremdwort. Und heute? Es wird immer schlimmer. Die „Segnungen“ der Moderne werden von außen in die Kolonien getragen und fressen sich wie eine schleichende Krankheit in die Kolonien. Ich bin mit den immobilien-rechtlichen Dingen der mennonitischen Kolonien nicht vertraut, doch dachte ich immer, in den mennonitischen Kolonien bestimmten allein die Mennoniten darüber, wer sich hier niederlassen darf und nicht. Daher frage ich mich schon, wie kann es sein, daß sich in den Kolonien immer mehr Nicht-Mennoniten niederlassen? Wer kann uns das genau erläutern?

  2. @simplicus
    Die Oeffnung der Kolonien geschah von innen her freiwillig. Niemand zwang die Mennoniten. Es machte sich eben besser Geschaeft mit einem groesseren Klientenpool als nur mit den Mennoniten unter sich. Die Mennoniten sind ein paar Tausend im Land und die Paraguayer eben 7 Millionen Konsumenten. Dazu kommen die auslaendischen Maerkte wie der Schulz aus Neuland auf der Anuga sagte dass Paraguay fuer sein Fleisch 65 Laender offen habe aber diese nicht wolle da die weniger Preis zahlen und nur daher man eben in die EU verkaufen wolle – mehr Markt brauche man nicht aber bessere Preise. Man ist halt nur auf der jagd nach den Preisen was man ja auch tun muss wenn man intern die Preise hinaufjagt. In die EU verkaufe man schon lange aber man wolle die EU Subventionen mittels Zollerlaesse kassieren – darum wolle man in die EU direkt verkaufen. *gekürzt oder zensiert – wie sie möchten…..

    1. Danke für den Kommentar. Aber meine Frage: Ist es richtig, daß man in den Chaco Kolonien der Mennoniten Land und Immobilien nur pachten kann, jedoch nicht kaufen? Soweit ich informiert bin, gehören die Ländereien doch den mennonitischen Kooperativen und diese verpachten auf maximal 99 Jahre – und das auch (so wenigstens bisher) an Personen die zuvor einer strengen charakterlichen Prüfung unterworfen wurden. Oder gilt das alles nicht mehr?

      1. Mein Kommentar wurde zensiert.
        Nix von 99 Jahre. Charackterliche Pruefung macht man mit den Scheinchen von George Washington heutzutage. Sie koennen sich in die Kooperativen einkaufen da ihnen Geld willkommen ist. 300+ Millionen boten die Kooperativen letzt einen relativ jungen Mennoniten aus Ostparaguay an. Damit sind sie Krankenversichert und koennen Land kaufen die die Kooperative eignet (Urkunde) und Sie bekommen die Nutzniessungsurkunde (Possetionspapier). Gehts ihnen dreckig nimmt die Kooperative ihnen das Papier weg und setzt Sie ins naechste Flugzeug nach Deutschland. Zurueck gehts dahin von wo sie gekommen sind. Irgend ein Reichling der sich in Posten der Kooperative und Gesellschaft verwurzelt hat krallt sich ihr Stueck Land und den Nutzniessvertrag und die Sache ist geritzt.
        Pachten und zur Miete wohnen koennen sie als Nicht Kooperativsmitglied. In den Paraguayervierteln glaube ich koennen Sie schon Urkunden besitzen da die Kooperative sich von den Landstuecken losgeschrieben hat. Gefallen und Schmiergelder an die Kooperativsbonzen duerfte Sie auch ein weites Stueck voranbringen auf ihrem Pilgerweg zur Etablierung und Eigentumseigner innerhalb der Mennonitenkolonien. Saufen Sie ein Pack Bier mit dem Prediger und dann noch eins bei Asadito mit dem Kooperativsbonzen und Sie sind einer von Ihnen. Die besten Karten haben sie wenn sie sich mit ner Mennonitin verheiraten. Dann werden waehlt man sie auch unisono als Gouverneur.

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