Verletzung der Unterhaltspflicht: Ermittlungsbehörden erheben Anklage nach jahrelangem Zahlungsverzug

Hernadarias: Die Staatsanwaltschaft von Hernandarias hat Anklage gegen einen Mann wegen mutmaßlicher Verletzung der gesetzlichen Unterhaltspflicht erhoben. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, Unterhaltszahlungen für seine zwei minderjährigen Kinder in Höhe von insgesamt 58.627.554 Guaranies versäumt zu haben.

94 Monate ohne Zahlungen

Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft stellte der Angeklagte die vertraglich bzw. gerichtlich festgelegten Zahlungen von Dezember 2018 bis September 2026 komplett ein – was einem Zeitraum von 94 Monaten entspricht.

-Gerichtliche Festlegung: Die Unterhaltspflicht war zuvor vom zuständigen Kinder- und Jugendgericht angeordnet worden. Die Beträge hätten monatlich auf ein Gerichtskonto bei der Entwicklungsbank BNF (Banco Nacional de Fomento) eingezahlt werden müssen.

-Einziger Zahlungseingang: Während der gesamten knapp acht Jahre leistete der Mann lediglich eine einzige Zahlung in Höhe von 550.000 Guaranies.

-Berechnung der Restschuld: Die Gesamtschuld wurde auf Basis der gerichtlich festgesetzten Monatsraten sowie deren gesetzlichen Anpassungen an die Entwicklung des Mindestlohns berechnet.

Die Anklageschrift wurde von Staatsanwalt Víctor Adolfo Santander eingereicht. Als Grundlage dienen die Strafanzeige der Mutter sowie das rechtskräftige Urteil, mit dem die Unterhaltspflicht einst begründet worden war.

Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv

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