Asunción: Der Abgeordnete Yamil Esgaib (Colorado-Partei) hat einen Gesetzentwurf zur verantwortungsvollen Haltung potenziell gefährlicher Hunde vorgelegt. Die Initiative wird vor ihrer Beratung im Plenum zunächst von verschiedenen Beratungskommissionen geprüft.
Nach Aussage des Initiators erfordere ein verantwortungsvolles Zusammenleben mit Tieren den Ausgleich zwischen Tierschutz und der Sicherheit von Menschen, Eigentum sowie anderen Tieren. Bei Hunden, die aufgrund ihrer körperlichen Stärke, Morphologie oder Vorgeschichte schwere Verletzungen verursachen können, müsse die Vorsorgepflicht in konkrete, überprüfbare und verhältnismäßige Präventionsmaßnahmen übersetzt werden. Als Anlass führt der Entwurf jüngste Vorfälle in Mariano Roque Alonso und Ciudad del Este an, die zum Tod eines Menschen sowie eines Zwergpudels führten.
Umfassender Rassekatalog und physische Kriterien
Als potenziell gefährlich eingestuft werden Rassen und deren Kreuzungen wie Pitbull, American Pitbull, Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Rottweiler, Dogo Argentino, Bordeauxdogge, Fila Brasileiro, Tosa Inu, Akita Inu, Dobermann, Mastino Napoletano, Presa Canario, Deutscher Schäferhund, Husky, Chow-Chow, Bullterrier, Cimarrón Uruguayo und weitere.
Zudem greift die Einstufung generisch bei sogenannten Molossern sowie bei Hunden, die bestimmte Kriterien erfüllen:
-Körperbau: Gewicht über 20 kg, Brustumfang zwischen 60 und 80 cm, wuchtiger Kopf, kurzer Hals und ausgeprägte Muskulatur.
-Charakter und Gebiss: Kräftiger Kiefer, physische Ausdauer, starker Charakter sowie fehlende Beißhemmung.
Lizenzpflicht, Registrierung und Auflagen
Für die Haltung ist eine behördliche Lizenz der jeweiligen Wohnsitzgemeinde erforderlich. Voraussetzungen sind Volljährigkeit und die Eignung zur angemessenen Pflege des Tieres. Import, Verkauf oder Halterwechsel werden an das Vorliegen der Lizenz, ein aktueller Veterinärpass und die Eintragung im Register innerhalb von 15 Tagen gebunden. Zucht- und Abrichtbetriebe benötigen eine Zulassung der nationalen Tierschutzbehörde.
-Registergebühr: Die Eintragung im kommunalen Register, das mit einem zentralen EDV-System verknüpft wird, soll die Gebühr eines Tagessatzes (jornal) kosten.
-Führung in der Öffentlichkeit: Im öffentlichen Raum gilt ein Leinenzwang (Leinenlänge maximal zwei Meter) sowie die Pflicht zum Tragen eines zugelassenen Maulkorbs.
-Ausbildungsverbot: Abrichtpraktiken zur Steigerung der Aggressivität für Kämpfe werden verboten. Schutzhundausbildungen dürfen nur von zertifizierten Trainern durchgeführt werden.
-Ausnahmen: Diensthunde von Polizei, Militär und Behörden sowie Rettungs- und Assistenzhunde sind von den Einschränkungen ausgenommen, müssen aber kostenlos registriert werden.
Sanktionen und Bußgelder
Der Entwurf sieht administrative Bußgelder für leichte, schwere und sehr schwere Verstöße vor:
-Leichte Verstöße: 5 bis 15 Tagessätze des Mindestlohns.
-Schwere Verstöße: 16 bis 30 Tagessätze.
-Sehr schwere Verstöße: 31 bis 100 Tagessätze.
Als Nebenstrafen sind die Beschlagnahmung des Tieres, die Schließung von Betrieben sowie der Entzug der Halterlizenz oder des Ausbilderscheins vorgesehen. Die administrative Ahndung obliegt den jeweiligen Gemeinden.
Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv
















ZweiUndVierzig
Oh, eine neue „Gebühren“- und Schmiergeld-Erpressungs-Quelle wurde erschlossen.
Aber es ist natürlich verständlich, dass die staatlich geschützten Einbruchs- und Überfall-Spezialisten der Polizei gerne bequem im Registro nachschlagen möchten, mit welchen tierischen Hürden bei der geplanten Eigentumsverlagerung zu rechnen ist.
Geht alles den gleichen Weg wie in Europa: Schusswaffen böse und registriert, Hunde, die den Namen verdienen, böse und registriert, und bald sind es dann die Taschenmesser und Esslöffel.
Ziel: eine verschafte Bevölkerung, die sich friedlich und wehrlos auf direktem und indirektem Wege ausplündern lässt…
salitoka
Die werden hier langsam genau so blöde wie in Deutschland.
Mister Gaga
Der potenziell gefährliche Abgeordnete Yamil Esgaib möchte Maulkorbzwang und Registrierung für sich selbst?
Land Of Confusion
Wie bei den zigtausend anderen Gebühren , die in den letzten 10-15 Jahren neu eingeführt worden gilt natürlich nur, dass Leute Geld abdrücken sollen. Die angebliche Begründung, dass es unserer Sicherheit dient, glauben die Macher selbst nicht.
Der Staat als solches ist nicht mal in der Lage, die etlichen anderen Gefahren, die einem als Bürger ausgesetzt sind, aber dessen Verantwortung sie haben, zu beheben: Freilaufende Mörder und Verbrecher, gefährliche Schlaglöcher, ein katastrophales Gesundheitssystem, wo Leute in den Krankenhäusern eher sterben als zu Hause, keimreiche Abwässer in den Straßen und Bächen und keine Regenwasserableitung, was bei Starkregen SEHR gefährlich ist. Liste könnte man noch lange fortsetzen.
Was bitte machr der deutsche Schäferhund in dieser Liste? Eines der liebevollsten Hunderassen, die es gibt, wenn man bei der Erziehung nicht total versagt. Nur wenn man es wirklich auf Aggressivität abrichtet, kann es gefährlich sein. Auch der Husky ist da fehl am Platz.
Lustig ist, dass Cartes Kettenhund Yamil Esgaib, der schon Frauen geschlagen hat, sowas vorschlägt. Könnte mir gut vorstellen, dass der auch seine Haustiere misshandelt hat, so böse wie der ist.
toto
Die Staatskassen sind leer, große Familie. Die Mäuler wollen alle gestopft sein. Da bleibt nichts mehr für “ lächerliche“ Straßenreparaturen und Gesundheitswesen. Sollen doch alle sich einen Heli anschaffen, wenn die Unterwegs sein wollen. Uns egal.
toto
Es gibt keine “ geborenen Kampfhunde“. Wenn Hunde den Halter auf seinem Grund schützen und verteidigen, Ist es ein gut erzogener Hund. Wenn der zufällig mal auf die Straßen gelangen kann, Unachtsamkeit der Familie, Läufigkeit usw. keinen angreift, sich aber verteidigt, wenn er angegriffen wird, ist das auch gut so.
Jede Hunderasse kann ein Familienhund sein. Kein Kuscheltier oder Spielzeug für Kinder!
Viele hier besitzen selber kaum Erziehung, geschweige die Kinder oder gar die Hunde.
Hier wird alles auf 4 Beinen geschlagen, getreten und mit Steinen beworfen, obwohl die Tiere nur vorbei laufen wollen.
Bei “ aggressiven“ Hunden ist der Halter schuld. Pitbull, Rottweiler, Schäferhund, red River und wie die Rassen alle heißen, sind schöne Hunde und Treu. Wie gesagt, es müsste wirklich manchen Haltern verboten werden solche Tiere, oder überhaupt Tiere zu halten. Das gilt meist nur als Statussymbol, Sieh Ihn Dir an (Pitbull, Fila Rottweiler usw.), Das ist MEINER. Und anderen auf der Straße droht, gehört nicht der Hund erschossen sondern der Halter.