“Verseuchung des Wassers und des Bodens“

Caacupé: Die Predigten der einzelnen Bischöfe aus dem Land finden Anklang bei der Bevölkerung. Sie machen Politik und finden ihr Gehör bei den Versammelten. Einer traf das Herz der Gläubigen.

Pedro Jubinville ist Bischof in San Pedro und vermied es in seiner Ansprache während der Messe in Caacupé die Regierung direkt anzugreifen. Er bezog sich aber auf die soziale und ökologische Krise im Land. Vor allem Monokulturen und gentechnische veränderte Organismen müssten abgeschafft werden. Jubinville rief junge Menschen dazu auf, sich als Verteidiger der Natur zu präsentieren.

„Abholzung verunstaltet unser Land, Abfälle verschmutzen Flüsse und das Grundwasser. Wir können das nicht leugnen, es ist eine Tatsache. Die gentechnisch veränderten Pflanzen wachsen bei uns im Land. Einige Länder haben damit auch ernsthafte Schwierigkeiten und wir werden sie auch bekommen“, sagte der Bischof in seiner Predigt.

Er “wetterte“ weiter gegen die Konzentration produktivem Land in den Händen weniger. Kleine Erzeuger würden immer mehr verschwinden, als Folge einer Ausbeutung des Landes. „Viele ländliche Arbeiter verschwinden, ziehen in die Städte und das reduziere vor allem die produktive Vielfalt. Das wirkt sich auf die Gegenwart und die Zukunft der regionalen Wirtschaft aus“, sagte Jubinville in Caacupé.

„Die Lösung für die Armut erfordert einen umfassenden Ansatz. Gleichzeitig muss man sich um die Natur kümmern. Junge Menschen brauchen eine Begeisterung und eine Leidenschaft um schwierige Entscheidungen zu fällen und aber auch Verzichte zu üben. Wir können nicht weiterhin den Reichtum des Planten ausbeuten, als ob keine Grenzen gesetzt sind. Der Müll wird noch weitere Generationen beschäftigen. Das Motto darf nicht lauten, nach mir die Sintflut, jeder muss heute Verantwortung übernehmen“, so der Bischof in einer weiteren Passage seiner Predigt.

Quelle: Ultima Hora

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17 Kommentare zu ““Verseuchung des Wassers und des Bodens“

  1. Immer mehr Menschen produzieren immer mehr Abfall, immer mehr warten auf die Plata, die vom Mango hinunter fällt, immer mehr Brahma- und Ouro Fino-Monokulturen, immer mehr reproduzieren sich selbst pro m2, da hat ein als potenziell künftiger Präsident des Landes in Frage kommender Recht in seiner haarscharfen Analyse.
    Er gehört wohl zu den ganz großen Denkern des Landes. Ein gaanzes Jahr lang gegrübelt, recherchiert, sich informiert. Und das nebst dem 2 millionsten Male Gutenbergs Totschläger interpretiert zu haben. Möchte gar nicht wissen was der Herr sonst noch für Hobbies hat. Vielleicht Briefmarkensammeln?
    – Die elitären Schwizzerländer werden sicherlich nicht GVO-Versuchskaninchen spielen, das überlässt man schon Bevölkerungen mit durchschnittlichem IQ von satten 87.
    – Mit einem Kirchenvertreter als Regierungschef wird selbst in 2017 Jahren noch keine Müllverbrennungsanlage existieren.
    – Die Leute hinter der Abholzung verdienen viel Geld. Soll die Kirche als erstes einmal ihre Bücher – nein nicht Gutenbergs Totschläger – Rechnungsbücher, Einnahmequellen – offenlegen oder fällt schon Plata vom Glockenturm, wenn man den ganzen Tag darunter sitzt und Gutenbergs Totschläger interpretiert!
    – Mit dem geraubten Gold hätten statt Prunkbauten des Vatikans und Filialen auch Lomito-Verteilungsstellen für die Armen errichtet werden können, so reicht es für diese halt nur für aufgebrühte Knochen (Puchero). Oder kann man dazu Krümel für die Armen sagen?
    Es ist wirklich unglaublich welch Arbeitstiere im Vatikan und Filialen sitzen, die jährlich ihren Pflichtkalender und die gleiche
    Leier abarbeiten.
    Bald sind die Feiertage vorbei und das Grübeln des Klerus nach Lösungen wird noch mindestens weitere 2000 Jahre andauern.
    Dann wird wohl DIE Lösung gefunden worden sein: Statt der Ausgabe billigster aufgebrühter Knochen an die Armen Verteilungsstellen für kostenlose Kondome! Der Vatikan ist gut beraten heute schon sein Vermögen in Aktien der Firma Control zu investieren.

    1. Also, das tut mir wirklich aufrichtig leid. Aber ich kann Deinen „geistigen Achterbahn“ Texten nur unschwer folgen. Kann ja sein, daß Du schriftstellerische Fähigkeiten besitzt, doch irgendwie ist alles was Du von Dir gibst „schwere Kost“ für „Hochintellektuelle“ mit einem IQ von wenigstens 100. Und was das mit dem Thema „Verseuchung des Wassers“ bzw. den Predigten einzelner Bischöfe in Caacupe zu tun hat mag begreifen wer will. Vielleicht könntest Du Dich bitte bemühen, künftig eher Mundart gerecht zu schreiben, denn ich bin mir sicher, Du wolltest schon daß wir Dich alle verstehen.

      1. Denken überzeugt Denkende, Darum überzeugt Denken selten. Es gibt Kommentatoren, die haben anscheinend keinen IQ. Der HERR hat sie einfach vergessen.

      2. ich finde Fili Granos Kommentar sehr gut, allerdings braucht man schon einen IQ von mehr als 87 um das zu verstehen, und auf sächsisch gibts das halt nicht

    2. „Gutenbergs Totschläger“ passt wirklich gut, danke für die Anregung.
      @Fili Grano, letztens suchten Sie eine Aufzeichnung der Abholzung im Chaco, schauen Sie mal hier: http://www.terra-i.org/terra-i/data/data-statistics.html Rechts oben etwas mit den Layern spielen ist auch interessant.
      Ich habe mir das alles auch mal auf Google Maps angesehen und es fällt auf, daß nicht einfach wahllos abgeholzt wird, sondern geplant in akkuraten Rechtecken und es werden Baumstreifen als Windschutz stehen gelassen. Der wahre Rubel rollt mit der Füllstoffproduktion, dafür müssen die Bäume weg.

    3. Sag mal mit den was Du da schreibst komme ich nicht klar! Beim besten willen, in jeder Kirche ´gibt wenige Heilige aber leider viele Scheinheilige.Bei den Engeln ist genauso,viele viele B-Engen aber wenige Engel.
      So gut wie jeder Kirchfürst füllt sich Taschen.
      Hier gab es nur eine Frage, warst Du zu Disko, gab es da Rosa Pillen oder schlechte Käutermischung!
      Was mich auf die Plame bringt über die Natur, Verantwortung redet man, bei den Müll der da rumliegt.Der Umwelt verdreckt ist das mehr als Scheinheilig!

      1. Also, der Kirche irgend etwas mit Abholzung in die Schuhe zu schieben ist wirklich eine Unterstellung und daran glaube ich auch nicht.
        Mit „Gutenbergs Totschläger“ meinte ich so ein dickes Buch.
        Im Wesentlichen ist es mir darum gegangen, dass der Herr nun wirklich absolut nichts Neues in seiner Predigt aussagte. Alle die „soziale und ökologische Krise im Land“, die er in seiner Predigt anspricht sind jedem bekannt.
        Für was ist die Kirche heutzutage noch gut? Um Präservative zu verbieten, damit sich die Menschheit noch weiter vermehrt und die Umwelt noch mehr schädigt? Denn was dieser Kirchenvertreter da an „sozialen und ökologischen Krisen im Land“ predigt ist nicht auf seinem Mist gewachsen, sondern konnte man schon seit Jahren und Monaten aus den Medien erfahren.
        Ich wollte nur meine Meinung mitteilen, dass es meiner Meinung nach nur heiße Luft ist, was der Herr da predigt. Aber vielleicht hält doppelt ja besser.
        Da sind wir gleicher Meinung, auch ich finde es schlecht was mit der Umwelt passiert. Und was mich auf die Palme bringt ist, dass der Papst endlich davon absieht, dass Verhütung schlecht sein, wegen AIDS und 8 Milliarden Menschen auf dieser Welt.
        Ich hoffe, es ist jetzt etwas verständlicher.

  2. „Kann der geistigen Achterbahn nur UMSCHWER? folgen?“ (zitat manni)
    Nun, ich dneke, der Kommentator hat sich hier verheddert, liest sich jedenfalls wenig logisch? Meinte er vielleicht er kann den Erklärungen schwer folgen?

  3. Ich finde das gut, wenn der Bischof auf diese Zustaende hinweist, damit es auch der letzte Paraguayer irgendwann mal versteht. Viele schmeissen ihren Muell einfach irgendwohin, die wenigen Hinweisschilder werden ja einfach ignoriert. Umweltbewusstsein gleich Null.
    Die Municipalidades koennten auch mehr Muelleimer hinstellen anstatt hunderttausend neue Baeume.

  4. Mit der Predigt des Bischofs, (wenn es eine ist) wird nur Unruhe in den Kopfen der Jungen Leute provoziert und keine Idee, das ein jeder selber für die entsorgung seines Mülls verantwortlich ist. Ich binauch dafur, das Leuten auf dem Land bleiben und ihren Lebensunterhalt vom Feld verdienen. Leider Wollen es die Jungen Leute nicht mehr.

  5. Das tut mir aber leid mich nicht verständlich ausgedrückt zu haben. Deshalb die Kurzfassung:
    – 360 Tage verbringt der Herr mit der Deckung seiner Untergebenen vor der Justiz und der Entsendung ins afrikanische Exil.
    – 5 Tage vor 8. Dezember sieht er im Terminkalender: „Huch, jährliche Pflichtübung ruft“.
    – 3 Tage vor 8. de Deciembre surft er auf wochenblatt.cc um sich über die Probleme Paraguays zu informieren.
    – 2 Tage vor 8. de Deciembre gibt er seine Erkenntnisse in translate.gockle.com ein.
    – 1 Tage vor 8. de Deciembre lernt er alles auswendig für seine Predigt.
    – 8. de Deciembre, der große Tag vor den 11-Monats-Ferien werden nun die „neusten“ Erkenntnisse der theologischen Wissenschaften den Schäfchen präsentiert, damit sie seine Arbeit auch mit einem Gröschchen quittieren mögen.
    Hoffe, das war verständlich genug, leider kann ich keinen „Grundkurs in Lesen und Verstehen in 14 Tagen“ abgeben. Habe noch zu tun.

  6. Diese Zustände im ganz Süd Amerika sind bekannt und das schon seit langer ,langer Zeit.Doch es wird munter so weiter gemacht Es wird gelebt in Saus und Braus aber das die Mutter Natur auch Pflege braucht das ihre Produkte nicht einfach verramscht werden wie der Seefisch von dem es nur noch wenig gibt wird Niemanden klar. Das wir einen Müll Plastik Teppich so groß wie Europa im Meer schwimmen haben ist mal einen Bericht wert mehr nicht.Niemanden interessiert die Zukunft unserer Kinder aber bei der Handy,Playstation,Laptop Jugend ist sowieso nicht viel Zukunft zu erwarten.Ende vom Lied wird die Dezimierung der Weltbevölkerung durch Viren,Bakterien,Hunger und Wassermangel sein.Das muss der Kirchenmann auch wissen und massiv dagegen ansteuern durch offene Kritik an Jedermann,die verantwortlich zeichnen.Die Gläubigen habe ich Gestern gesehen Scheinheiliges Gesindel ,wollen Gottes Segen aber der Müll von Plastikbechern säumt die Ganze Strecke von Cuidad del Este bis caacupe.Ob das Gott so gefällt die Heuchelei ? Da muss der Kirchen Mann gegen Wettern und die Kirche Müllpunkte einrichten. Naja es wird so weiter gehen bis Mutter Natur ganz hart zurück schlägt und dann wird gejammert aber dann ist es zu spät.

    1. möchte Dir hier fast völlig zustimmen, nur den einen Satz reduzieren auf Handy und Playstation, die man notfalls auch klauen kann…..und die Natur schlägt jetzt schon zurück, siehe die starken Unwetter die fast wöchentlich übers Land ziehen, nahezu ungebremst durch Wälder

    2. Da bin ich ganz deiner Meinung. Ich habe im Leben ein einziges Smartphone gekauft und das ist heute noch im Einsatz. Doch die Wirtschaft und Werbung präsentiert dauernd neue Modelle, die im Wesentlichen gar nicht viel mehr können als das alte, das dann mit den anderen zehn in der Schublade landet.
      Es ist ja wirklich nett von der Kirche diese Probleme nochmals zu repetieren, doch dagegen tun tut sich gar nichts. Im Gegenteil. Mit der Prohibition von Verhütung richtet sie nur noch mehr schaden an.
      Umweltschutz geht nur über das Portemonaie. Niemand bezahlt die externen Kosten (soziale Kosten, volkswirtschaftliche Kosten, Begriff aus der VWL). Nur der Staat kann diese umwälzen. Doch dem Paraguayer ist das egal, denn er hat eh keine Plata.
      Würden also fürs Müllverbrennen, illegal entsorgen, nicht Bezahlung der Müllabfuhr, Bussen verhängt, das ist denen doch so was von egal.
      Bei einem IQ von 87 kann man nicht verlangen, dass die wissen, was sie tun (Vor Paragauy habe ich nicht viel von IQ gehalten, doch so leid mir das tut – es geht auch nicht um meinen IQ – aber in Europa konnte ich mit Menschen über viele Dinge reden, nicht nur darüber, was wir in Swizzerland Englisch reden und wie viel ein Brahma dort kostet).
      Sie werden auch den Pfaffen nicht verstanden haben. Hauptsache sie sind nach Caacupé gepilgert und hatten ihren Spaß. Der Oberpfaffe könnte predigen: „Leute, benutzt Kondome, vier Kinder im Alter von 22 Jahren zu haben sind genug“ (was der Natur viele Probleme vermeiden würde). Die Frage bleibt, zumal Kondome nicht gratis sind, ob sie es verstehen würden.

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