Versteckter Reichtum abseits der Hauptstraße

Paso Yobaí: Noch vor Monaten gab es Aufstände der ortsansässigen Bevölkerung bzw. Goldsucher, deren Arbeitsplatz zum Konzessionsbereich der kanadischen Lampa S.A. gehört. Es wurde geschossen, demonstriert und boykottiert. Lokale Politiker legten das ganze Städtchen lahm. Heute herrscht wieder Harmonie. Grund dafür war eine große Fläche auf die das Unternehmen freiwillig verzichtete. Paso Yobaí, das Deadwood Paraguays liegt rund 222 km von Asunción entfernt. Ein Besuch der Ortschaft, in der es ähnlich wie im wilden Westen stark vorangeht, ist allemal ratsam, da das Bergbaugelände, wo Gold gesucht wird nur 8 km entfernt liegt.

Paso Yobaí, 70 km von Villarrica im Ybytyruzú gelegen wird umhüllt von ANR Wahlwerbung und hat einige Gemeinsamkeiten mit anderen Orten auf dem Land, Pflasterstraßen, viel Natur, ein Hotel und wenige Geschäfte. Die Unterschiede überwiegen fast mit einem eigenen Militärstützpunkt, einer überdachten Sporthalle und einem Busterminal mit sechs Einfahrtsbuchsen obwohl es nur zwei Buslinien gibt, die bis dahin kommen.

Im Abbaugebiet der Lampasa arbeiten unzählige Paraguayer. Sie pumpen elektrisch Wasser aus der Tiefe, untersuchen Gesteinsschichten und fahren das geförderte Gestein in eine Prozessionsanlage, wo die Extrahierung des Goldes umweltfreundlich vollzogen wird. Die kleinen gefertigten Goldbarren werden später per Hubschrauber nach Asunción gebracht.

Von den öffentlichen Straßen aus kann man einen fast 2 km langen Krater erkennen der rund 30 m in die Tiefe geht und von Baggern nach wie vor geleert wird. Die dunklen Gesteinsschichten die unter dem Sandstein liegen sind für die Geologen interessant.

(Wochenblatt / Fotos: Jan Päßler)

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3 Kommentare zu “Versteckter Reichtum abseits der Hauptstraße

  1. Hier müssten wir Deutsche aktiv werden. Die paraguayischen Goldsucher brauchen sicher noch jede Menge Hilfskräfte für die Förderung des Goldes. Hier könnten wir unsere so sehr geschätzte Arbeitskraft im sprichwörtlichen Sinn einbringen. Wir könnten einmal richtig zeigen was deutsche Qualitätsarbeit ist. Keine Tererepausen mehrmals am Tag sondern nur in die Hände gespuckt und der Spaten wird wieder in die Hand genommen. Noch dazu in der Nähe einer deutschen Kolonie. Man sollte diese Gelegenheit beim Schopf packen. Frauen werden in den Camps ebenfalls gesucht. Die älteren als Köchinnen und die jüngeren zu Putzarbeiten.

    1. @ Asuncioner
      Danmit sich der ganze Aufwand dann auch lohnt, sollten Sie sämtliches Familiengold, inclusive Zahngold einschmelzen und kleiste Klümpchen anfertigen lassen. Diese können sie dann unauffällig im Erdreich verstreuen, so dass tolle „Funde“ gemacht werden können.

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