Vertrauen Sie besser keiner Ampel in Asunción

Asunción: Von den 200 Ampeln an den Kreuzungen der paraguayischen Hauptstadt verfügen 79 über zentrale oder intelligente Geräte, die an das Kontrollzentrum an der Costanera angeschlossen sind, was so viel bedeutet, dass 60,5% der bestehenden veraltet sind.

Florentín Giménez, technischer Berater der Verkehrsabteilung in der Hauptstadt von Paraguay, erklärte, dass eines der Hauptprobleme für das reibungslose Funktionieren dieser Geräte die fehlende Stabilisierung der Energie durch den Elektrizitätsversorger ANDE sei.

„Vor der Installation der intelligenten Ampeln hatten wir Artefakte von bis zu 40 Jahren in Betrieb und es ist bekannt, dass höchstens 10 Jahre nützlich sein können. Und es gibt noch einige autonome Übergänge, die geändert werden müssen“, sagte er.

Er fügt an, dass “diese Lichtzeichenanlagen Speicher- und Stromausfälle haben oder durch Spannungsschwankungen ausfallen. Einige Leiterplatinen brennen sogar wegen dieser Situation öfters durch und müssen dann jedes Mal wieder neu programmiert werden“, sagte Giménez.

Er wies darauf hin, dass es in Korea seit 1965 keine Kürzungen bei der Stromversorgung gäbe, was vor der Installation der intelligenten Ampeln, die seit 2015 in Betrieb sind, erfolglos mit der ANDE in unserer Hauptstadt versucht worden sei.

Er erwähnte auch, dass die Glasfaserkabel, die das Signal zum Verkehrsleitsystem übertragen, aus unbekannten Gründen beschädigt werden, sodass die Verbindung getrennt sei.

Jedoch sind nun 30 neue elektronische Steuereinheiten für eine Gesamtsumme in Höhe von 150 Millionen Guaranies beschafft worden, als Ersatz für andere, deren Nutzungsdauer abgelaufen ist.

„Wir werden die alten Geräte entfernen und die neuen in die Ampel einbauen. Zudem werden Kabel und LED-Lampen ausgetauscht“, sagte Giménez.

Er gab zu, dass es derzeit keine Ressourcen gäbe, um mehr Ampeln an Kreuzungen zu installieren, die durch neue Asphaltierungen und deren Nutzung in Form von alternativen Straßen gefährlich werden.

In diesem Sinne berichtete Giménez, dass eine neue Ampelkreuzung zwischen 23.000 und 25.000 USD koste.

Er betonte, dass es im Stadtrat eine Ausschreibung in Höhe von 3.800 Millionen Guaranies für die Renovierung und den Ausbau der Ampelanlagen gäbe, wobei es um die Änderung aller Ampel auf LED-Lampen gehen würde.

„Diese Ampel an der Kreuzung Humaitá und Montevideo (Beitragsbild), wo viele Busse und Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit zirkulieren, funktioniert sehr schlecht. Manchmal schaltet sie sich komplett aus und zu anderen Zeiten erscheint rot mit gelbem oder nur gelbem Licht. Wenn die Ampel gelb leuchtet, meinen viele Kraftfahrer es wäre grün und beschleunigen, sodass an dieser Kreuzung oft Unfälle passieren. Dies wurde den kommunalen Technikern bereits mitgeteilt, aber nichts passiert. Es ist sehr gefährlich, dass die Ampel unter diesen Bedingungen bleibt“, sagte Julián Recalde, ein Verkäufer an dieser besagten Straßenkreuzung.

Wochenblatt / Ultima Hora

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6 Kommentare zu “Vertrauen Sie besser keiner Ampel in Asunción

  1. Typisch Paraguayer: Viel reden, Ausreden, Versprechen, Ignorieren.
    Ergo: Wie immer, es wird sich nichts ändern.
    Außer, man kann sich bereichern, dann ist er Erster. Aber bloß nichts dafür tun.

  2. Nun, ein Anfang wär schon mal, wenn die Ande fürs Geld wenigstens die 220 Volt zur Verfügung stellen würde, nicht wie oft nur 180?

  3. Wichtig war die Ampeln zu installieren. Man wusste zwar, dass die Stromversorgung nicht passt, aber ja installieren. So wird es heute überall gemacht. Das beste ist, wenn der Kunde nach dem Kauf noch im Geschäft oder spätestens am Kundenparkplatz wieder kehrt macht und nochmal kauft und ja man muss möglichst verkaufen was der Kunde nicht versteht, dann dann braucht er Beratung und Service.
    Man kann über den Staat schimpfen, es hat alles seine Richtigkeit, aber die Wirtschaft als effizienter oder gar besser hinzustellen. In Hinsicht, dass man abhängig in den ewigen Geldkreislauf eingegliedert wird, ja ansonsten nein.

  4. Horst Rammelkammer

    Antworten

    Ja. Ich denke auch immer wenn es gelb ist, dass es eigentlich grün ist und drücke aufs Gas. Ist doch logisch mann.
    Aber das Problem mit den Glasfaserknabernden Beutelratten haben sie noch nicht in den Griff bekommen. Vielleicht ist es eben doch der Borkenkäfer, das Ozonloch, Faulheit, Dummheit, oder beides, die daran schuld sind, dass man monatelang kein Lämpchen auswechselt, das nicht leuchtet.
    Wobei… Ich denke auch immer wenn sie nicht leuchtet, dass sie eigentlich leuchtet und drücke aufs Gas. Ist doch logisch mann.

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