Verwester Deutscher aufgefunden

Obligado: In der deutschen Kolonie im Departement Itapúa wurde gestern Mittag ein deutscher Staatsbürger in seiner Mietwohnung leblos aufgefunden. Der Leichnam wies starke Verwesungsmerkmale auf.

Der 63-jährige Adam Baranowski, der in den Masuren zur Welt kam, lebte in einer Wohnung im Gebäude Beczko, im Zentrum der deutschen Kolonie. Wie man dem Polizeibericht entnehmen konnte, wurde vom ständigen Staatsanwalt Elio Ibarra die umgehende Einäscherung angeordnet, da der Leichnam wenigstens 7 Tage unbemerkt in der Wohnung lag. Die Hauseigentümerin informierte die Polizei zuvor.

Wochenblatt / Canal 11 Yvy Pyta Tv

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5 Kommentare zu “Verwester Deutscher aufgefunden

  1. Ist sehr, sehr traurig, aber wohl ein Schicksal, das viele hier lebenden, alleinstehenden Landsleute treffen kann. Sie kommen voller Hoffnung in das hoch gelobte Land Paraguay, im Glauben auf eine bessere Zukunft, allein ohne Familie, finden keinen seriösen und aufrichtigen Anschluß, eine halbwegs funktionierende Krankenversicherung gibt es nicht und weit und breit niemand der sich um einen in ehrlicher und uneigennütziger Weise kümmert. Soziale Sicherungssystem gibt es nicht. Die aus der alten Heimat fließenden Einkommen reichen vielleicht gerade mal um halbwegs über die ‚Runden zu kommen, mehr aber auch nicht. So verfallen viele alleinstehende Zugewanderte dem Alkohol oder anderen Drogen, werden von einheimischen „Schönheiten“ oder Amigos nach Strich und Faden abgezockt und natürlich auch von den eigenen, durchtriebenen und gewissenlosen Landsleuten, von denen es hier mehr als genug gibt und die sie hierher mit schönen Worten gelockt haben. Ist das nicht furchtbar?! Mir tun diese Menschen wirklich von Herzen leid! In die alte Heimat können sie aus div. Gründen nicht (vielleicht auch weil sie in PY schon ihr ganzes Geld investiert hatten) oder weil dort gesucht (von wem auch immer) Wer dann nicht im Glauben an Gott steht oder stehen kann, der ist am Ende seiner Tage wirklich ein bedauernswerter, armer Tropf. Gott sei ihrer Seele gnädig, egal was sie in ihrem Leben vielleicht an Unrecht getan hatten. Doch niemand kommt auf die Welt um vorsätzlich unrechtes zu tun, oder so wie Adam Baranowsky freiwillig enden zu wollen. Und in diesem Zusammenhang sei fest gestellt, daß es zumindest unter den deutsch sprechenden Einwanderern leider nur sehr wenig Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe gibt. Jeder ist auf sich allein gestellt, wenn es drauf ankommt, bis zu seinem bitteren Ende. So wäre es vielleicht für den Einen oder Anderen gut, rechtzeitig wieder in die alte Heimat zurück zu kehren. Dort würde er wenigstens von div. sozialen Einrichtungen aufgefangen. Was den Millionen von angeblichen Flüchtlingen hinter her geworfen wird, das wird doch wohl den Deutschen, Österreichern und Schweizern auch noch zustehen!

  2. Was mich schon sehr wundert ist, dass der Staatsanwalt die sofortige Einäscherung
    angeordnet hat ohne zuvor eine Obduktion durchführen zu lassen!
    Auch bei bereits eingetretener Verwesung kann die Gerichtsmedizin nach 7 oder mehr
    Tagen eventuell noch feststellen ob ein gewaltsamer Tod stattgefunden hat.

    1. Wozu ein Obduktion? Ist doch nur ein Ausländer! Ich hatte vor etwa vier Wochen hier darüber berichtet, daß ein mir bekannter Deutscher, ebenfalls allein hier lebend, vermutlich mittels Gift „um die Ecke gebracht“ wurde. Niemand hatte sich weiters darum bemüht eine Todesursache festzustellen, obwohl er auf dem Transportweg zum Krankenhaus verstarb. Normal jedenfalls war sein Tod nicht, denn schon auf dem Weg zum Krankenhaus wurde sein Haus komplett geplündert, incl. Fenster und Türen und sah schon am frühen Morgen aus, als ob die Vandalen gehaust hätten.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Na da isser ja den Organhaendlern in Weiss durch die Lappen gegangen. Aber solch altes Modell wollen die ja eh nicht in ihrem Ersatzteillager.
    Auf die Frage Krankenversichert zu sein so ist wiederum das Modell die Mennoniten. In Asuncion sind bzw waren die meisten beim Hospital Bautista oder Hospital Adventista in der Krankenversicherung. Also beim Baptisten- oder Adventistenhospital. Klar ist auch dass die Dachler meist es nicht so mit der Religion haben und denen jegliches “christliche“ Spital suspekt ist worueber man rummeckert. Nun immerhin, das taten die Mennoniten und daher sollten die Dachler bei einem der beiden krankenversichert sein. Trotz allem, die Christen kuemmern sich noch am besten um euch. Dahingehen und euch da versichern lassen ist die beste Option. Die Qualitaet duerfte in etwas die sein wie in Dachl – nur eben auch dort kann man eine abgestorbene vernarbte Alkoholleber nicht “neuem Geist“ einhauchen.

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