Verzögerungstaktik bei Prozess wegen Erpressung von Mennoniten

Manitoba: Ein Mann, der im vergangenen Jahr im Namen der EPP mehrere Mennoniten erpresste und beschoss schaffte es heute den Prozessauftakt gegen ihn zu vertagen. Erst heute benannte er seine Verteidiger, die Zeit brauchen.

Da ein jeder Angeklagter das Recht auf eine juristische Vertretung zusteht, auch Eustaquio Alonso Navarro (Beitragsbild), der angeklagt ist wegen Erpressung und Schusswaffengebrauch gegen Mennoniten, mussten die Richter den Verteidigern Zeit einräumen, bis sie sich in den Fall einarbeiten können.

Der Prozessauftakt gegen den besagten Mann wurde im Gericht von San Pedro de Ycuamandyyú bis zum Ende des Monats vertagt, da die drei Anwälte Hugo López, Antonio Leiva und Fernando Díaz – alle aus Asunción – noch nicht genug über den Sachverhalt wissen.

Am 23. September 2016 wurde nach einer Reihe von Hausdurchsuchungen im Departement San Pedro wegen dem Raub einer Waffe und nachfolgender Erpressung von Mennoniten aus Manitoba Eustaquio Alonso Navarro (44) verhaftet. Im Besitz des Mannes fand man drei Mobiltelefone, SIM Karten und andere Elemente, die den verdacht nahe legten, dass er sich als EPP Mitglied ausgab und die Gläubigen erpresste. Laut den Ermittlern attackierte Alonso Navarro die Mennoniten, beraubte sie ihrer Telefone und nutzte diese dafür bei anderen Mennoniten erpresserische Anrufe zu tätigen.

Am 15. Juni 2016, also gut zwei Monate vor seiner Verhaftung, raubte eine Gruppe in Tarnkleidung einem Mennoniten das Mobiltelefon in der Kolonie Manitoba. Am gleichen Abend des Tages beschossen die gleichen Männer einen anderen Mennoniten.

Die Täter, vermutlich angeführt von Alonso Navarro, sagten dem Mennoniten, den sie um das Telefon gebracht haben, dass er hier auf seinem Feld erst wieder arbeiten könne, wenn eine monatliche Zahlung ausgemacht sei.

Da Mennoniten es vorziehen nicht zur Polizei zu gehen und vieles, wenn nicht gar alles, intern zu lösen, dachten die Angreifer, sie hätten ein leichtes Spiel mit ihnen. Woher das Geld stammt gleich drei Anwälte aus Asuncion zu engagieren, ist derweil noch unklar.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu “Verzögerungstaktik bei Prozess wegen Erpressung von Mennoniten

  1. Das ist die übliche Taktik alles in die Länge zu ziehen:“Bald sind Wahlen.“ Vielleicht geht dann einiges leichter.
    Die Anwälte werde schon von den Hintermännern des Verbrechers bezahlt.Es soll niemand glauben das da nicht noch andere die Fäden im EPP-Kasperletheater ziehen.

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