Viele wünschen sich die “dunklen“ Zeiten der Diktatur zurück

Asunción: Die Fälle von Verbrechen und Raubüberfällen haben in den letzten Monaten vor den erstaunten Blicken von Polizei und Staatsanwaltschaft zugenommen, die diese Welle der Unsicherheit, in der wir uns befinden, nicht eindämmen können. Jetzt hört man immer mehr Rufe nach der früheren Diktatur.

Es vergeht kein Tag, an dem uns ein Verbrechen von bemerkenswertem Charakter aus einem Umstand reißt, in dem wir uns an ein Leben in Blut, Trauer, Raub und Verfolgung gewöhnen müssen.

Paraguay braucht diesbezüglich eine Autorität und der Innenminister muss klare Signale geben, dass er diese Angelegenheit kennt und versteht. Es scheint, dass die Nationalpolizei auf dem Kopf steht und die zuständige Aufsichtsbehörde, das Innenministerium, nicht in der Lage ist, sie zur Ordnung zu rufen und den Bürgern endlich Sicherheit zu vermitteln.

Die Polizei ist mehr in den Nachrichten über Korruptionsfälle, die in ihren eigenen Reihen vorkommen, vertreten. Eine Reihe von Unterschlagungen, große Diebstähle von Kraftstoff mit Tankkarten und andere Arten von Kriminalität heben unsere uniformierten Männer an die Spitze der Nachrichten gehoben, mehr als Kriminelle denn als Ordnungshüter, die kriminelle Polizisten verfolgen müssen.

Wir haben eine Situation, in der Unsicherheit unser Vertrauen in die Demokratie selbst untergraben kann und viele nostalgische Autoritäre sagen bereits: „Ich möchte trotz allem zurück in die dunklen Zeiten der Diktatur, weil es zumindest nicht so viele Verbrechen oder solche Art von Delikten gab, wie sie heute vorkommen“. Und die Rufe werden immer lauter und vor allem mehr.

Schließen wir den Weg und das Alibi der Autoritären und Nostalgischen mit einer effizienten Arbeit der Polizei, die sich auf ihr Aufgabenfeld konzentriert, um die Sicherheit und Ordnung im Land zu gewährleisten.

Wochenblatt / El Independiente

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11 Kommentare zu “Viele wünschen sich die “dunklen“ Zeiten der Diktatur zurück

  1. Huldreich Ritter von Geilfus

    Paraguay aehnelt sehr den Afghanen und Taliban. Auch die Mennoniten haben eine aehnliche Stammesstruktur wie die Afghanen und dementsprechenden Verhaltensweisen.
    Tribal and Religious Identity in Afghanistan – Thomas Barfield – https://www.youtube.com/watch?v=WF3Rkt42wPY
    Die Korruption zersplittert die Gesellschaft von innen und jedermann wird zum Wendehals und Opportunisten. Afghanen, Mennoniten, Taliban und Paraguayer sind keine Individualisten sondern definieren sich ausschliesslich durch ihre Stammesstrukturen, durch ihr Volk.
    Religion dreht jeder so zurecht wie es ihm passt und zwar meint man dass die eigene Geburt in die Ethnie hinein Beweis genug sei dass man auf dem richtigen Weg ist und dass man auf der Seite Gottes ist. Gemeinsam haben sie die Volkskirche.
    Das alles natuerlich mit Abwandlungen und Varianten.
    Wenn es keine aeusseren Feinde gibt, so bekriegt man sich halt intern gegenseitig. Stellt sich ein aeusserer Feind ein so rueckt man schnell zusammen und macht gemeinsam. Daher genau haben die Afghanen kein Problem zu den Taliban ueberzulaufen solange die Amis oder die Russen in Afghanistan verweilen. Sind die Besatzungsmaechte einmal abgezogen so schlaegt man sich wieder gegenseitig die Koepfe ein. Man bedenke dass Afghanistan nie geteilt wurde denn keiner der afghanischen Staemme hat ein Interesse daran Afghanistan zu teilen.
    Die afghanen sind kein Nationalvolk im europaeischen Sinne sondern die Allianzen sind immer fliessend und bruechig.
    Ein Dorf kann in Afghanistan gegen das andere in den Krieg ziehen aber zu gleicher Zeit wegen einer anderen Sache mit demselben Dorf verbuendet sein.
    So funktioniert auch die paraguayische Politik. Mal schnell zum Gegner ueberzulaufen in einer Sache hat man kein Problem dieweil man demselben Gegner in einer anderen Sache spinnefeind ist. In etwa so laeuft es zusehends auch unter den Mennoniten. Paraguay zu teilen oder die Kooperative zu teilen fiele trotzdem niemandem ein.
    Daher hat man kein Problem dem anderen Paraguayer zu ueberfallen und ein Messer in den Ruecken zu jagen, aber gegen den Brasilianer oder Argentinier halten beide feste zusammen.
    Nur so kann man die paraguayische Situation verstehen – und zwar versteht man sie bestens wenn man die Taliban studiert hat. Die Buendnistreue ist halt ein fliessender Begriff und je nach Sachlage gibt es Querbuendnisse und verflochtene Interessenverknuepfungen die penibel eingehalten werden.
    Die ganze Welt wird eher mehr und mehr zu einer Grauzone anstatt dass klare Linien herrschen zwischen Gut und Boese.
    Das ist am besten so zu erklaeren:
    2. Timotheus 3 ff.
    “Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. 2 Denn die Menschen werden sich selbst lieben[1], geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, 3 lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, 4 Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; 5 dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht[2], deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab!”
    Das ganze gruendet sich auf Selbstliebe – man liebt sich zuerst;
    dann kommt die Gier nach Geld;
    dann die Wahrung des aeusseren Scheins durch Hochmut und prahlen;
    dann sich selbst ueberschaetzen;
    dann ist auf einmal Gott und die Bibel nicht mehr wichtig und wahr;
    dann Ungehorsam gegen Authoritaeten und Gesetz;
    dann undankbar fuer den hohen Lohn und dann stellt sich die Raffgier vermehrt ein;
    dann wird man zum Perversling (unheilig);
    dann wird man lieblos da die Hurerei der Gipfel der Lieblosigkeit und Verachtung einem anderen Menschen gegenueber ist;
    dann streitsuechtig und zaenkisch so dass der Sozialfrieden weg ist;
    etc.
    Das ganze faengt an indem man sich selbst liebt und damit dem Naechsten nichts mehr goennt noch diesem Zuneigung und Bruderliebe entgegenbringt (diese Phase haben die Mennoniten schon lange durchlaufen).
    Der Beginn dieser Zerfallsursachen ist die Selbstliebe des Menschen auch bekannt als Humanismus oder Homozentrismus. Im Kontrast zu dem steht die Gottesliebe und der Theozentrismus.
    Wenn der Mensch sich erst um sich selbst dreht wie ein Hund der sich in den Schwanz zu beissen versucht so faengt die Abwaertsspirale an. Wenn der Mensch aber Gottzentriert ist so liebt er auch seinen Naechsten und stiehlt somit diesem nichts weg und stiehlt auch nicht vom Staat.
    Theozentrismus versus Homozentrismus (Humanismus). Der Humanismus ist der Untergang des Menschen.

  2. Die Verbrechen werden durchgaengig von den Politik Darstellern und deren Kolaborateuren in der Justiz und bei der Polizei verursacht. Das überrascht auch nicht sondern ist exakt voraus kalkuliert und geplant worden und tritt nun ein..
    Also nix überraschung sondern Teil des finsteren plan der satanisten

  3. Cartes wird es schon richten? Eigentlich logisch, bei diesem offenkundigen Saustall im Land, daß nach einem rettenden Diktator gerufen wird. Behörden, die von Drogenhändlern besetzt sind, Zollbehörden, die für gutes Schmiergeld wegschauen, eine Justiz bei der man den Glauben an die Gerechtigkeit verlieren kann, ein Polizeiapparat durchsetzt von korrupten und selbst kriminellen Beamten der nicht einmal fähig ist, die immer mehr grassierende Kriminalität im Land in den Griff zu bekommen. Doch bei allen Rufen nach dem “guten Diktator” vergißt man, daß ein solcher eben genau auf die gleichen Leute und Amigos in den Behörden zurück greifen wird, die jetzt schon dort den Ton angeben. Man bleibt unter sich wie ehe und je. Es wird sich folglich nichts ändern, bis vielleicht auf die Kleinkriminalität – man wird nur nichts mehr darüber erfahren, wenn man nicht riskieren will still und klanglos aus dem Verkehr gezogen zu werden. Das Hauptproblem in Paraguay sind aus meiner Sicht, die großen Unfähigkeiten und Verantwortungslosigkeiten in allen Bereichen, die Korruption quer durch alle Bevölkerungsschichten. Taten werden durch endloses Palaver und Schönrednereien (oder besser Dummschwätzereien?) ersetzt. Solange sich daran nichts ändert (wie sollte das auch gehen, wenn man nicht in den Schulen und der Erziehung damit anfängt?) wird sich am Allgemeinzustand nie etwas ändern, egal ob unter einer “Demokratie” oder einer Diktatur. Das Urproblem liegt am Verhalten der Menschen und ihren Gewohnheiten, die sie über alles lieben.

    1. Huldreich Ritter von Geilfus

      Meine Worte nur überbewertest du die Schulen und Bildung. Auch Deutschland wird immer korrupter und due haben da angeblich ein vortreffliches Bildungssystem.
      Sie sehen also die Ursachen müssen anderswo gesucht werden.
      Bildung ist nicht die letztendliche Lösung der Weltenprobleme.

      1. Du bist offensichtlich nicht mehr auf dem neusten Stand, was Deutschland betrifft. Seit Merkels Machtübernahme mit ihren links-grünen Gesinnungsfaschisten und Nichtskönnern fällt das Leistungsniveau deutscher Schüler und Studenten innerhalb Europas kontinuierlich zurück und belegt nur noch einen Mittelplatz, in Teilbereichen sogar im unteren Drittel. Diese links-grünen Leistungsversager und Nichtskönner projektieren ihr eigenes Unwissen auf das gesamte Schul- und Studiensystem und schrauben Zug um Zug die Leistungsanforderung herab, damit die Unbildung und Unwilligkeit ihrer Klientel (Muslime aus aller Welt) nicht auffällt. Deutschland wird somit ganz bewußt verdummt und wirtschaftlich ruiniert. So betrachtet, befindet sich Deutschland in einem noch viel schlimmeren Zustand und wird Paraguay in nicht allzu ferner Zukunft einholen können. Linke und Grüne möchten aus Deutschland eine Aufbewahranstalt für Sozialschmarotzern und Psychopathen aus aller Welt machen, die Bildung herunter fahren, sowie die Industrie und den Mittelstand abschaffen. Deutschland wird immer mehr zur Lachnummer der Welt.

  4. Die armen und einfachen Paraguayer hatten unter der letzten Diktatur am meisten zu leiden, so weit ich den Erzählungen folgen kann. Aus vielen Gesprächen weis ich aber, dass genau aus diese Gruppe sich viele Menschen wieder eine Diktatur wünschen. Nicht nur wegen der Sicherheitslage, sondern auch z.B wegen dem Zustand der Straßen usw. Bin schon einige Jahre hier in Paraguay. War Anfangs sehr überrascht darüber.

  5. Ein schwieriges Thema, sollte man auslassen, denn man verbrennt sich schnell die Zunge, wenn man versucht, eine Diktatur zu rechtfertigen.
    Dabei weiß eigentlich aber jeder, das die Menschen nicht in der Lage sind, in einer sog. Demokratie, ordentlich zu leben. Im klaren muß man sich ja auch darüber sein, eine wirkliche Demokratie , die gibt es weltweit gar nicht, sie werden immer nur so genannt und damit fängt schon der Betrug an.
    Der Mensch funktioniert am besten, wenn er genau weiß, was er darf und was er nicht darf. Noch besser funktioniert er allerdings, wenn er auch gleichzeitig weiß, was ihm passiert, wenn er sich nicht daran hält.
    An Vernunft und an den Verstand oder an Anstand und Würde zu appellieren, das führt zu nichts.
    Klare, knallharte Regeln müssen her, dann geht es auch wieder aufwärts, dann verschwindet die schreckliche Kriminalität wieder, reduziert, auf ein Minimum.
    Da haben es die Araber leichter, deren Rechtssystem funktioniert da wesentlich besser, wer stiehlt, den hackt man eine Hand ab.
    Das sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen und sich fragen, ob man dann noch stehlen würde.
    Damit wollte ich nicht für die Scharia werben, aber für eine klare, konsequente Justiz, die jedem Verbrecher bestraft und ihm die Lust nimmt kriminell zu sein.
    Das geht mit Sicherheit, mit einem ” starken Mann ” an der Spitze des Staates besser, als mit diesen sog. Demokraten, der starke Mann muß aber nun gar nicht ein übler Diktator sein.
    So nun hoffe, mir nicht meine Zunge verbrannt zu haben….

  6. Zurück wünschen?
    Ist nicht Folter das Kennzeichen einer Diktatur? Ich gehe davon aus. Laut internationaler Rechtssprechung ist das ständige Wechseln von Gesetzen, bzw. Dekreten Folter. Meines Erachtens sind wir in der düstersten Diktatur! Das Schlimme ist, das jeder Präsident für seine Familie nur 4 Jahre Zeit hat um diese durch Korruption füttern zu lassen. Unschuldige werden diskreditiert mit entsprechenden Fernsehübertragungen, etc. Wenn wir einen einzigen Diktator hätten, dann könnten wir uns wenigstens auf Diesen einstellen und nicht alle 4 Jahre unser gesamtes Verhalten ändern. Ich weiß nur von vielen Paraguayern – auch bedeutenden Professoren – dass sie sich den Strössner wieder wünschen würden; denn dann wäre Recht und Ordnung wieder hergestellt. Zu Strössners Zeiten – wie mir immer wieder bestätigt wurde – gab es kaum Kriminalität und wenn, dann wurde rigoros zugegriffen. Auch die Polizei hat angeblich damals funktioniert. Wäre das so nicht für uns alle viel besser?

  7. Demnach immer die gleichen gewählt werden, selbst wenn es mal alternativen gibt, ist das thema durch. Erbmonarchie funktioniert auch ohne wahlen. Gerade das corona theater zeigt auch dass es immer codeworte gibt, die dann alles aufheben. Das alles hat nichts mit demokratie zu tun. Bei gender und asyl ist es das gleiche. Alles von oben herab diktiert und wer diese meinung nicht hat bleibt draussen.
    Aber immer von liberal und freiheit sprechen und am ende ein human open border chaos produzieren, weil das den grossen fischen nutzt. Über so etwas diskutieren ist zeit verschwenden. Es ist logisch warum eine funktionierende diktatur einer halben nicht funktionierenden, die vorgibt eine demokratie zu sein, vorzuziehen ist.

  8. Das ist wirklich sehr merkwürdig hier. Ich habe noch mit keinem einzigen Einheimischen gesprochen, der sich negativ über den Großen General Strößner geäußert hätte. Eher im Gegenteil wurde diese Zeit als positiv bewertet. Ich weiß nicht, ob das bei den Einheimischen in den Genen sitzt, denn von vorn sind se immer stinkefreundlich zu mir, ja fast schon unterwürfig oder ob sie einfach über die Gräueltaten dieser Diktatur nicht informiert sind. Ich weiß es nicht, aber ich glaube nicht, dass in der Schule diese Zeit effektiv durchleuchtet wird, daher die ärmere Bevölkerungsschicht Gräueltaten dieser Ära gänzlich unbekannt sind und die besser Gebildeten dazu eher schweigen, da sie oft Nachfahren der Vasallen des Großen General Strößner sind, daher es diesen Familien damals wie heute bestens ergeht.

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