Wachsende Unsicherheit in deutscher Kolonie

Melgarejo: Aufgrund wachsender Unsicherheit und einer steigenden Anzahl von Raubüberfällen in der Kolonie Independencia hat Bürgermeister José Antonio Resquin ein Treffen mit dem Polizeipräsidenten der Nationalpolizei, Gilberto Aristides Fleitas Colman, organisiert.

Er hatte dazu interessierte bzw. betroffene ausländische Mitbürger eingeladen ihn am 14.09.2022 in die Zentrale der Nationalpolizei nach Asunción zu begleiten.

Laut Aussage des Polizeipräsidenten befindet sich die Gegend um Villarrica inzwischen auf Platz 3 der gefährlichsten Zonen Paraguays bezüglich von Raubdelikten. (Unangefochtener Spitzenreiter ist nach wie vor Pedro Juan Caballero)

Bürgermeister Resquin erklärte, dass die Anzahl diesbezüglicher Delikte inzwischen ein unerträgliches Ausmaß erreicht haben und forderte deshalb eine bevorzugte Behandlung in der Verbrechensbekämpfung bei der wachsenden Unsicherheit in der Region.

Folgende Punkte wurden vom Polizeipräsidenten in Aussicht gestellt:

-Entsendung von Spezialeinheiten, die die örtliche Polizei bei der Aufklärung besagter Verbrechen unterstützen.
-Für die Polizeistation Planta Urbana wird zusätzlich ein Einsatzfahrzeug und Motorräder bereitgestellt.

-Auswechslung der leitenden Kommissare diverser Polizeistationen.

-Personelle Verstärkung der lokalen Polizei bis zur Aufklärung der Überfälle.

-Ein hochrangiger Leiter soll bei der Polizeistation Melgarejo die Koordinierung der Aufgaben übernehmen.

-Zusätzlich wird von Spezialisten der Polizei eine Sensibilisierungskampagne gestartet, um die einheimische Bevölkerung dazu zu bewegen, diese Verbrecher nicht zu decken sondern bei den Behörden anzuzeigen.

Weitere Details können aus ermittlungstaktischen Gründen an dieser Stelle nicht weitergegeben werden.

Erst vor kurzem war der Kolonist Wolfgang Greissl in San Gervacio überfallen und misshandelt worden. Später starb der 78-Jährige dann an den Folgen der Verletzungen durch die Täter.

Anfang August erschossen Auftragskiller einen Mann in der Gegend von Yrosa. Weder hier noch in dem vorher genannten Fall sind bis jetzt die genauen Hintergründe der Verbrechen bekannt noch hat man die mutmaßlichen Täter ausfindig machen können.

Wochenblatt

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