Was alles noch passieren musste

Minga Guazú: In den eigenen Reihen wusste man von einem Kommissar der Ausländern große Summen abnahm im Irrglaube sie hätten illegal eingekauft. Er nötigte Frauen sexuell und bestahl Drogendealer bis jemand sich lautstark zur Wehr setzte.

Am 12. April wurde eine Frau bei einer Verkehrskontrolle angehalten. Das Fahrzeug hatte argentinische Kennzeichen. Obwohl Kommissar Fabián Barrios alles abstreitet gibt es jede Menge Beweisfotos. Er eignete sich sage und schreibe 150.000 US-Dollar an die er im Auto fand und als wäre dies noch nicht genug begrapschte er die Fahrerin, die damit gekaufte Elektronik bezahlen sollte.

Da auf den Beweisfotos nicht nur er sondern auch die Geldbündel auf seinem Schreibtisch zu sehen sind, erklärte der Uniformierte, die Fotos wären so präpariert worden. Allerdings ist es schon ein Wunder, dass der Kommissar mittlerweile angeklagt wurde. Fast zwei Wochen versuchte das Opfer einen anderen Polizist zu finden, bei dem sie eine Anzeige gegen ihn machen konnte. Alle hatten Furcht und waren sich sicher, dass an der Geschichte nichts Wahres dran ist.

Rolando Cáceres, der Anwalt des Opfers, welches anonym bleiben will, erklärte, dass der Kommissar innerhalb der Polizei schon für Aufsehen sorgte, da er eine Kollegin sexuell nötigte. Ebenso bestahl er einen Drogenboss und es gibt viele Berichte von Ausländern, den er große Summen Geld abnahm.

Nachdem der Kommissar der Frau alles Geld nahm bat sie ihn um etwas Geld um wieder zurück nach Encarnación zu kommen, worauf hin er ein Bündel öffnete und ihr ein paar Scheine in die Unterwäsche steckte. Dann fummelte er noch weiter, worauf hin das Opfer schrie. Er bedrohte sie mit dem Tode, wenn sie was sagt. Der Kommissar und seine zwei Kollegen nahmen ihnen die Handys ab, bis auf eines welches das Opfer verstecken konnte und mit dem sie zuvor einige Fotos machte.

Laut Informationen des Anwaltes hat Kommissar Barrios 30.000 US-Dollar an seine Chefs in Alto Paraná weitergeleitet, während seine zwei Kollegen jeweils 3.000 US-Dollar bekamen. Die restliche Summe, über 100.000 US-Dollar, behielt Barrios für sich. Dieser streitet jedoch alles komplett ab.

Wochenblatt / Abc Color

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7 Kommentare zu “Was alles noch passieren musste

  1. Normalerweise geben sich hiesige Kommissare auch mit kleineren Beträgen zufrieden, um zB. nach einem Verkehrsunfall überhaupt gewillt zu sein einen Polizeirapport auszuhändigen. Aber egal, kannst ihn ja immer Anzeigen und nochmals kleinere Beträge loswerden, damit man überhaupt gewillt ist noch gscheiter zu grinsen.

  2. Geh bitte. Welche Frau fährt denn mit 150.000 Dollar (Wie viel Elektronik braucht man?) durch die Gegend und wird dann noch von genau diesem Kommissar angehalten? Das sind 2 Zufälle, die sich nicht mal Hollywood ausdenken könnte. Wie viele Handys hatte sie denn und just das eine mit den Fotos wurde nicht gefunden? Hat sie es geschluckt? Dann sehe ich hier ein Foto mit 2 Polizisten und einer Frau. Abgesehen davon, dass dieses Foto noch nichts wirklich verdächtiges zeigt, ist das die Frau? Wie kann sie ein Foto machen auf dem sie selber drauf ist? Hätte man da wenn es doch so viele Beweisfotos gibt nicht ein anderes wählen können?
    Wenn jemand mit so einer Geschichte zu mir kommt, glaube ich das auch nicht.

  3. Dieser Polizeikommisar scheint einer von der ganz harten Sorte zu sein. Wahnsinn. Hat sicher reichlich Protektion vom Zacarias-Clan genossen – und die anderen Polizisten wurden mit Geldbeträgen ruhiggestellt bzw. hatten Angst vor dem. Die Gegend um Ciudad del Este ist wirklich am Rande der Gesetzlosigkeit. Ganz schlimm.

    Umso unverständlicher, dass eine Frau so eine grosse Menge Bargeld. Drogengeld?

  4. hoffentlich hatte Sie die 150.000 auch am zoll deklariert … weil sonst wäre die „abnahme“ gerechetfertigt … hat sie das nicht hat Sie geldwäsche betrieben bzw. geschmuggelt. deswegen, falls ich mint größeren summen unterwegs bin habe ich alle scheine mit seriennummern abfotografiert die man dann bei interpol zur fahndung setzen kann, dann findet man schon wer was eingelöst oder getauscht hat.

  5. Das ist ja der springende Punkt. Die 150 Tausend Dollar muessten am Zoll deklariert worden sein (obzwar ich diese auch nicht deklarieren wuerde aus Angst die Info wuerde zu irgendwelche „maskierte Kumpels“ zufaellig durchsickern), ansonsten ist kann das Geld eben, so viel ich weiss beschlagnahmt sein auf Verdacht der Terrorfinanzierung, Drogenhandel, Prostitutionring und dergleichen. Beim Fliegen muss man ab 1000 $ das Geld deklarieren wie mir scheint.
    Gekaufte Elektronik? Die Dame muss Grosshaendlerin sein und solche wickeln ja eher die Bezahlung per Banktransfer ab – welches ein sicheres aber nicht das billigste Uberweisungsmittel ist. Die Frau muss auch Dreck am Stecken haben. Immerhin ist das fast 1 Milliarde Guaranies. Soviel hat niemand mal geradeso im Auto liegen. Ganoven erkennen eben andere Ganoven am besten und der informelle Geheimdienst (Radio Zo’o) funktioniert in so einem kleinen Land wie Paraguay hervorragend.

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