Was passieren würde wenn

Asunción: Sollte Ex Präsident Horacio Cartes mehr als nur den Wunsch verspüren aktiver Senator zu werden, könnte im Land eine neue Krise beginnen. Das Volk sieht sich nicht ausreichend repräsentiert.

Auch wenn man nach einer klaren Aussage des ehemaligen Staatsoberhauptes davon ausgehen konnte, dass dieser seine politische Karriere an den Nagel hängt, scheint sich nun wieder ein Wechsel anzubahnen. Mit dem beim Kongress eingegangenem Schreiben macht HC deutlich, dass er weiterhin Hoffnung hat. Worauf die beruhen, in Anbetracht der allgemeinen Ablehnung und den möglichen Folgen, ist leider unbekannt.

Aber um es klar und deutlich zu sagen, das eigentliche Problem begann bei seiner Kandidatur, die vom Wahlgericht erlaubt und vom Obersten Gericht abgesegnet wurden. Ohne diese schlechte Interpretation der Varfassung wäre es garnicht erst soweit gekommen.

Präsident Mario Abdo fand klare Worte. Er ratifizierte nach seiner Amszeit nur Ehrensenatorzu werden ohne Stimmrecht und ohne Immunität. Diesem Beispiel sollte HC ebenso folgen und in seiner angesprochenen Würde den Ausflug in die Politik abhaken.

Sollte er seine Einsetzung forcieren, wäre durchaus denkbar, dass im Handumdrehen die Opposition zu landesweiten Demonstartionen aufruft und sich viele Menschen angesprochen fühlen. Wie weit diese gehen können, zeigte bekanntlich der 31. März 2017.

Wochenblatt

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6 Kommentare zu “Was passieren würde wenn

  1. Worauf können sich die Hoffnungen des Herrn Cartes auf einen Sitz im Senat aufbauen? Auf bestehendes Recht nicht. Folglich bleibt nur noch übrig auf „Rechtsverdrehung/Rechtsbeugung“ Wer wollte bei diesem Spiel mitmachen? Das können doch nur Senatoren sein, die Cartes entweder verpflichtet oder ausgeliefert sind – oder die mittels Bestechungsleistungen sich zu diesem erbärmlichen Schmierentheater hergeben. Das kann ja noch spannend werden.

  2. Was mir auffällt: Von unserem bewährter Kommentar-Kollege „Philipp“ hört man schon seit ca. 14 Tagen absolut nichts mehr. War er zu vorlaut, zu indiskret oder ist ihm die Lust am schreiben von Kommentaren vergangen? Bei dieser Gelegenheit denke ich zurück an einen Kommentar-Kollegen namens „der Bayer“. Er verfügte über ein sehr großes Hintergrundwissen einzelner Politiker und gab dies hier stets ausführlich kund. Seit Monaten ist er spurlos vom Radar verschwunden! Weiß jemand etwas über sein Abtauchen? Verfügt die Redaktion über Informationen? Man darf nicht immer das Schlimmste befürchten – aber dennoch ist eine gewisse Wachsamkeit und Interesse an „Kollegen der Zunft“ angebracht, auch bei gegenteiligen Ansichten.

  3. An dem Bild kann man erkennen den fragenden schmähvollen Blick von Cartes an Zacarias,der sagte doch die Stimmen für dich haben wir alle.
    Nun wird mir die Verlegenheit in Iruns Gesicht etwas klarer,denn wer weiß was er schon für Schelte einstecken hat müssen,-ausser was er vielleicht,-„Eingesteckt“! hat,und kam mit keinem Ergebniß zu seinem ehemaligen „Chef“!
    Der darauf,-„also schau dazu,wenn du nicht willst daß……..!!!!
    Schöne Tage euch beiden.

  4. Leider wird es nicht gewürdigt ,daß sich Kommentatoren die Mühe machen ihre Ansichten zu erbringen,weder von denen die sich die Zeit nehmen noch den Pc oder das Smartphone zu benützen.
    Was nun „der Bayer“betrifft habe ich auch von ihm Privat trotz Anfrage leider nichts mehr gehört.
    Viele „DENKEN“! sich nur was,aber bei Meinungen da „Harperts“!
    Grüße von Penicillin

    1. Dem ist ausnahmslos beizupflichten.
      Es kann einem vergehen, starre Ansichten mit Argumenten in Frage stellen zu versuchen, ob bei sensiblen Themen oder auch nur beim Alltäglichen. Nur eine Widersprüchlichkeit zur allgemeinen Meinung und sofort geht das große Schlachten los.
      Ich halte es da gern mit Rainer Maria Rilkes:
      „Über die Geduld“
      Man muss den Dingen
      die eigene, stille
      ungestörte Entwicklung lassen,
      die tief von innen kommt
      und durch nichts gedrängt
      oder beschleunigt werden kann,
      alles ist austragen – und
      dann gebären…

      Reifen wie der Baum,
      der seine Säfte nicht drängt
      und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
      ohne Angst,
      dass dahinter kein Sommer
      kommen könnte.

      Er kommt doch!

      Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
      die da sind, als ob die Ewigkeit
      vor ihnen läge,
      so sorglos, still und weit…

      Man muss Geduld haben

      Mit dem Ungelösten im Herzen,
      und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
      wie verschlossene Stuben,
      und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
      geschrieben sind.

      Es handelt sich darum, alles zu leben.
      Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
      ohne es zu merken,
      eines fremden Tages
      in die Antworten hinein.

  5. Landesweite Demonstrationen? – guter Scherz. Wenn jeder per Bus zur Demo gefahren wird und mind. 100000 pro Tag erhält, dann kommen vieleicht einige.
    Hier ist das Land der Schlafschäfchen – nur nicht den Mund öffentlich aufmachen. In Deutschland trauen sich das auch immer weniger, weil sie als Pack etc. beschimpft werden.

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