Was umschreibt Auswandern am besten?

Asunción: Der Heimat den Rücken zu kehren, kann ein Umzug von Garmisch-Partenkirchen nach Helgoland bedeuten und ist dennoch nicht dasselbe, wie wenn man nach Südamerika übersiedelt. Wenn man den Schritt wagt, dann begleitet oder individuell?

Als Deutscher auswandern ohne sich der neuen Kultur anzupassen, einen Sprache zu lernen und abseits vom Rest des Landes zu leben, ist, in mehr als einem Teil des Landes durchaus möglich. Doch was veranlasst Menschen dazu, ohne Herzklopfen in ein Umfeld zu kommen, was eigentlich keine Veränderung darstellt, bis eventuell auf das Wetter?

Das Thema Auswandern ist vielschichtig und umfassend, da jeder von Ihnen, die ausgewandert sind oder es eventuell vorhaben, andere Gründe hatten bzw. haben, weswegen sie einen Neustart brauchten oder wollen.

Abgesehen davon, dass Probleme aus der alten Welt auch in der neuen Welt nicht verloren gehen, also ungewollt im Koffer oder Container mitgenommen werden, kann man neuen Problemen von Anfang an aus dem Weg gehen. Wenn der Eifer und die Vorfreude vom Übersiedeln einmal verflogen sind und man sich eventuell mit Nachbarn die Zukunft verscherzt hat, weil man nicht der gleichen Meinung ist, macht sich bemerkbar, was Integration und und Wille zum Sprechen der Landessprache wert sind. Dann nämlich kann man sich auch mit anderen gut unterhalten und nicht nur Informationen aus einer Quelle beziehen. Das gilt übrigens auch für das Wochenblatt.

So schön betreutes Auswandern (Wohnen) auch zu sein scheint, birgt es auch Nachteile, ganz besonders, wenn man einen eigenen Kopf hat, wie man so sagt. Ohne ein Künstler zu sein, schafft man es hier auch ohne großen Aufwand ein Haus zu mieten und sich langsam an das zu gewöhnen, was die neue Heimat werden soll. Bei Gefallen, weiß man genug über marktübliche Preise und Sitten, um dann zuzuschlagen.

Wochenblatt

CC
CC
Europakongress

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

4 Kommentare zu “Was umschreibt Auswandern am besten?

  1. Zugegebenermaßen ist mein Spanisch rudimentär. Es reicht um Einkaufen zu gehen, für einfache Dinge. Um zum Beispiel das Fernsehen zu verstehen, dazu reicht es nicht. Zeitungsartikel und Gesetzestexte muss ich mühsam mit Wörterbuch und Google-Übersetzer übersetzen und während Google bei English/Deutsch ja zwar fehlerhaft, aber meist akzeptabel ist und weiter hilft, ist Spanisch/Englisch oder Spanisch/Deutsch echt sch****.
    Ich habe mich auch schon in meiner Schulzeit mit dem Erlernen anderer Sprachen immer schwer getan. Während ich in Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik immer gut war, wollten Vokabeln einfach nicht iin meinem Kopf bleiben. Mein Englisch ist dank Internet gut genug, um Fernsehen/Videos folgen zu können. Mein Französisch habe ich bis auf wenige Worte und Sätze vollkommen vergessen. Nur das russische und ukrainische Alphabet (die unterscheiden sich etwas) kann ich noch lesen und ein paar wichtige Worte/Sätze sagen, um als Tourist da durchzukommen.
    Also in Fremdsprachen bin ich eine Niete! Schon immer gewesen.
    Diese Spanischlücke hat lange Zeit meine Tochter, die fließend spanisch spricht, gefüllt. Da die nun in D studiert, bin ich gezwungen mich alleine mit meinem marginalem Spanisch durchzuschlagen.
    Aber man kommt zurecht. Irgendwie geht es immer!
    Eine große Hilfe war es einen deutschsprachigen Anwalt zu haben. Meiner Meinung nach ist das unverzichtbar, selbst wenn man besser Spanisch kann als ich. Gerade der Immobilienkauf birgt so viele Tücken, dazu Firmengründung usw. Auch ein deutschsprachiger Steuerberater ist für einen Unternehmer anfangs hilfreich. Glücklicherweise sind die paraguayischen Steuergesetze deutlich einfacher als die Deutschen.
    Die Gesetze in Py unterschieden sich oft erheblich von den Deutschen und das oft glücklicherweise.
    Meine Hauptgründe warum ich mich für Paraguay entschieden habe waren die Steuern und billiges, großflächiges Land.
    Würde ich heute auswandern, würde ich mich wahrscheinlich eher für Georgien entscheiden, weil es da eine höhere Rechtssicherheit gibt und weniger Korruption herrscht. Trotzdem ist Paraguay immernoch ein gutes Auswanderungsland, wenn es um günstige Immobilien und Steuern geht. Nur für juristische Personen ist es schwieriger geworden, weil die inzwischen ausländisches Einkommen auch in Py versteuern müssen. Für natürliche Personen aber immernoch gut. Heute hätte ich viele Gründe mehr aus Deutschland zu fliehen. Denn mit Deutschland geht es rapide den Bach runter. Immer mehr Steuern und Abgaben, immer mehr Hass gegen Deutsche und Hass gegen “alte weiße Männer”. Eine immer mehr von der Politik korrumpierten Justiz, hetzerische, propagandistische, zum Teil teuer zwangsfinanzierte Lügenmedien, schrittweiser Abbau des anonymen Barzahlungsverkehrs, immer mehr Überwachung, Verbote und Gängelungen.
    Komischerweise betiteln ausgerechnet diese kriminellen Faschisten, die in Deutschland in der Regierung sitzen, ihre politischen Gegner als Nazis und warnen vor ihnen.
    Verrückt ist das!

  2. Wie mir hier im Forum des Öfteren nahe gelegt wird ist das doch ganz einfach: Migrierst unter enormem Aufwand hierher (inkl. Verlust alles verkauft zu haben, Formalitäten, Flug, weitere Kosten, Investition in Geld und Nerven) in das Land mit 300 Tage Sonnenschein. Okay, alles schön hier. Nach zwei Jahren merkt man, dass die hier noch ihren Müll verbrennen (na klingelingeling? Einigen wohl noch nicht, kommt halt darauf an von wo her man kommt). Ne, das ist dann doch nicht das Paradies in welchem man an Krebs abkratzen möchte. Oder mit Oropax in den eigenen vier Wänden herumlaufen möchte, weil der(s) Nachbarn Papas ihr Nivel de Ormones 120 dB-Shwuddi ein wenig alto ist bei dem mucho calor. So zwischen 24 und Open-end.
    Wie gesagt, ist doch ganz einfach: Verschenkst alles (ohne Aproveche (profitieren) vom Ausländer kauft dir niemand etwas ab) und machst den Türk nochmal, einfach in grün, mit dem Erlös kannst ja über den Atlantik schwimmen und dich in Gibraltar als arabisch-afrikanischer Früchtling nach Berlin fliegen lassen.
    Aber glücklicherweise ist auch nicht alles schlecht hier: wo in DÖCH können sich solche wie ich noch ein Häuschen leisten, das Wetter ist wirklich etwas angenehmer und die Beatmeten vom Beatmetenhäuschen verhalten sich so ziemlich transparente, was aber auch seine Nachteile haben kann. Wer also gerne bei Rot über die Kreuzung fährt oder mit den Eingeborenen gerne ab 24 Uhr bis Open-end zu Billigpolarbier, Kleinkind auf dem Arm und Shwuddi-120-dB um den höchst persönlich angefackelten Müll den Indianertanz abfegt ist hier bestens aufgehoben.

  3. Na ja, interessant, wie so mancher oder manche hier so auswandert oder eben einwandert. Vor über 30 Jahren war ich mal hier gewesen, habe das Land besucht und komplett bereist, war auch in den Nachbarstaaten, da wollte ich nicht leben, da war mir die Armut zu grass . Hier gefiel es mir, es war ruhig, nicht laut, die Menschen waren freundlich, doch das waren sie in den Nachbarstaaten auch.
    Wenn man darauf achtet, wer sein Nachbar sein würde, macht man nichts falsch, ist in Deutschland nicht anders gewesen.
    Geld verdienen, in Paraguay, oh, das war nicht einfach, das stellte ich schnell fest, als es war von Vorteil einiges davon zu haben, wenn man hier ordentlich leben will.
    Das Geld zu sichern, das ist auch nicht einfach, also gründlich nachdenken, nun gut, ich will es nicht überstrapazieren, ich fand einen Weg, den ich für gangbar gehalten habe.
    Diesen Weg gehe ich bis heute, mit Disziplin, fühle mich noch immer wohl, hier, auch wenn ich es nicht gut finden kann, wie sich das liebe Paraguay in den letzten 10 Jahren entwickelt hat.
    Aber wohin, nach Deutschland, um Gottes Willen, nur das nicht.
    Bescheiden bleiben, sich nicht um Dinge kümmern, die einem nichts angehen, hingucken wohin man tritt, das war noch nie verkehrt, in Paraguay, denn dem falschen sollte man nicht auf die Zehen treten. Das alles ist noch immer wesentlich besser, als die Politik dieser schlimmen Frau in Deutschland zu ertragen…..

    1. Daumen hoch, guter Kommentar. Was man aus Ihren Kommentaren immer deutlich heraus spürt ist, dass Sie ein aufrichtig guter Mensch sind. Solche wie Sie sollte es viel mehre geben auf dieser Welt.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.