Wasser raubt Lebensraum

Asunción: Was 15 Jahre lang kein Präsident vermochte zu schaffen passiert nun von ganz allein. Der Pegelstand des Rio Paraguay bedroht den Lebensraum von rund 4.000 Menschen, darunter auch die Bewohner des Stadtteils Ricardo Brugada besser bekannt als Chacarita. Unter hohem finanziellem Aufwand versucht das Notstandsekretariat (SEN) den Menschen zu helfen deren Häuser unter Wasser stehen. Der Pegel des Rio Paraguay, der als einziges der Schifffahrt nutzt wird voraussichtlich noch bis Anfang nächster Woche steigen. Dabei könnte die überschwemmte Fläche noch weitaus mehr Schaden anrichten als bisher abzusehen.

Ähnlich schlimm ist es in Pilar, der Provinzhauptstadt von Ñeembucú, wo auch nur ein paar Zentimeter mehr eine ganze Stadt bedrohen. Generell leiden die Einwohner des Landes dieses Jahr mehr als in dem ebenfalls regenreichen Vorjahr. Für die Hilfe in der Hauptstadt musste Notstand ausgerufen werden, damit 5 Milliarden Guaranies frei werden. 3 Milliarden Guaranies erhielt das SEN bereits.

(Wochenblatt)

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4 Kommentare zu “Wasser raubt Lebensraum

  1. Das ist doch das gleiche Theater wie in Carlos Pfannl auch,
    es wurden Ersatzflächen in unmittelbarer Nähe angeboten.
    Aber nein das wollten die „Herrschaften“ ja nicht,
    stattdesen wird jetzt jedesmal gejammert wenns Hochwasser gibt.

  2. anstatt da jetzt pathetisch in Hilfe Geld zu verplempern das dann woanderst fehlt waere das doch jetzt „die“ Gelegenheit die Leute da endlich fuer immer auszusiedeln. Schliesslich will man das ja schon seit vielen vielen Jahren aber bis dato erfolglos. Das Gelaende ist eh Stadteigentum!! – also illergalerweise besetzt!

  3. theoretisch haben sie recht.aber hier ist paraguay.im naechsten jahr stehen die gemeindewahlen an. glauben sie, dass arnaldo samaniego einige tausend waehlerstimmen verlieren will. die barrios am flussufer sind hochburgen der coloradopartei. selbst alfredo stroessner schreckte vor einer zwangsumsiedlung zurueck. der grund.eine beruechtigte schlaeger- und einschuechterungstruppe unter der fuehrung von ramon aquino, presidente seccional 14, also der chacarita, hatte dort ihr „hauptquartier“.

  4. liebe leser. gestatten sie mir einen zusatzkommentar
    in den nachrichten am mittag wurde in 2 fernsehkanaelen ueber eine protestkundgebung von ueberschwemmungsopfern
    im stadtteil bañado sur berichtet. man protestiert gegen die politisierung der hilfe.in einer tonbandaufnahme hoerte man den
    presidente seccional zum beauftragten von SERCICIO EMERGENCIA NACIONAL sagen, dass die hilfsgueter nur an
    „ñande gente“(unsere leute) verteilt wird.dazu hat die seccional eine eigene liste aufgestellt.nur parteimitlieder bekommen etwas.fuer mich eine schweinerei und beweist, dass es mit dem NUEVO RUMBO doch nicht weit her ist.

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