Wasserkraftwerk Itaipú mit Schwierigkeiten in der Energieproduktion?

Hernandarias: In einem bemerkenswerten Manöver musste die ANDE erneut auf die Energieversorgung von Yacyretá zurückgreifen, aufgrund von neuen Schwierigkeiten, die im binationalen Wasserkraftwerk Itaipú auftauchten.

Es sei daran erinnert, dass die ANDE am 10. Dezember eine überstürzte Änderung von Itaipú nach Yacyretá vorgenommen hat, um eine voraussichtliche Wartung der brasilianischen 765 kV-Übertragungsleitung zu gewährleisten.

Am 23. dieses Monats bezog der staatliche Energieversorger ANDE seinen Strom wieder von Itaipú, aber vorgestern musste der Konzern wieder auf das binationale Wasserkraftwerk Yacyretá zurückgreifen.

Am Freitagvormittag gab die ANDE bekannt, dass sie ab 12:30 Uhr “Umleitungen im nationalen Verbundsystem durchführen werde, um die Energieversorgung von Itaipú auf Yacyretá zu ändern”.

Später, gegen 16:00 Uhr, gab die ANDE eine weitere Erklärung ab, in der darauf hingewiesen wurde, dass am Samstag ab 05:00 Uhr wieder auf Itaipú zurückgegriffen werde, was sich auf die Kunden auswirkt, weil es zu kurzzeitigen Stromausfällen käme.

Fabián Cáceres, Technischer Direktor von ANDE, erklärte, die Umschaltung sei auf die “hohe Nachfrage und wenig überschüssige Energie” zurückzuführen. Ein weiterer Grund seien die “Betriebsbedingungen” von Itaipú.

Auf die Frage, was der Ausdruck “Betriebsbedingungen von Itaipú” bedeuten würde, antwortete Cáceres, dass wenig überschüssige Energie (die billigste: 5,84 USD pro MWh) an einem Tag mit “hoher Nachfrage” zur Verfügung gestanden habe.

Eine konsultierte technische Quelle wies darauf hin, dass diese neue Umschaltung auf die Tatsache zurückzuführen sei, dass sich die Berechnungsweise für überschüssige Energie von Itaipú geändert habe. Die ANDE darf nicht mehr als 2.600 MW dauerhaft abnehmen, darüber hinaus, wenn die Last 2.810 MW übersteigt, muss auf Yacyretá zurückgegriffen werden.

In diesem Zusammenhang bekräftigte Cáceres, dass es keine Änderung der Vertrags-, Rechnungslegungs- und Fakturierungsregeln für Strom / Energie von Itaipú gebe und “es nicht stimmt”, dass die ANDE nicht mehr als 2.600 MW abnehmen.

Ingenieur José Sánchez Tillería, Technischer Direktor von Itaipú, erklärte, ohne weitere Einzelheiten zu erwähnen, dass die neue Umschaltung der ANDE von der Anzahl der in Betrieb befindlichen Turbinen abhänge. Es sind zurzeit 18.

Er wies auch auf die “hydrologische Situation” des Flusses Paraná als ein wichtiges Element hin, weil das “Ende einer Trockenperiode” vorherrsche, was bedeute, dass die verfügbare Wassermenge geringer sei und folglich nur 18 Turbinen zur Verfügung stehen.

Laut dem meteorologischen Informationszentrum von Santa Fe (Argentinien) betrug der Pegel des Flusses Paraná im Hafen von Hernandarias vorgestern 4,66 Meter (-0,01) und fiel damit nur minimal ab, gegenüber den früheren Pegelständen von 4,67 Meter.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Wasserkraftwerk Itaipú mit Schwierigkeiten in der Energieproduktion?

  1. Ich glaub da eher es geht nun los mit den verranzten Turbinen, welche nun alle verschlissen sein dürften und nie repariert werden. Irgendwann sitzen wir im Dunkeln, weil die Pyos nicht wirtschaften können, nur Gier und Dummheit herrscht in diesem Lande 🙂

  2. Solch dumme Antworten der Kraftwerksbetreiber sind nicht mehr als eine üble Beleidigung aller halbwegs gebildeten Menschen. Ist doch logisch, daß “eine hohe Nachfrage” nach Energie zu “wenig überschüssiger Energie” führt. Das alles sind nicht mehr als verdummende Antworten oder Ausdruck absoluter Unfähigkeit vorausschauend zu planen und zu kalkulieren. Man kann von diesen hoch bezahlten “Fachkräften” doch mindestens erwarten, daß sie regelmäßig Marktanalysen über künftige Verbrauchszuwächse erstellen und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig ergreifen. Die Verbraucher wollen nicht hören warum etwas nicht funktioniert, sondern endlich vernehmen was getan wird daß endlich etwas funktioniert! Wer nicht gerade blind und blöde ist, kann sich doch an allen fünf Fingern abzählen, daß der Energieverbrauch jährlich kontinuierlich und kräftig steigen muß. Allein in meinem Barrio haben sich die meisten Nachbarn innerhalb der letzten zwei Jahren mit Klimaanlagen ausgerüstet – kein Wunder Strom kostet ja nichts, bezieht man sowieso folgenlos schwarz. Ansonsten sind sie natürlich alle “pobre” und erhalten von der ANDE den Strom zum Armentarif, sofern sie überhaupt etwas bezahlen.

  3. Man hat den Eindruck, dass die bei Itaipu den Laden nicht richtig im Griff haben. 1500 Beamte auf paraguayischer Seite sind dort tätig, viellicht gibt es sogar fähige Ingenieure unter ihnen, aber wenn die Bosse alle vom erweiterten Freundeskreis des Präsidenten sind und vermutlich nicht mal den Unterschied zwischen elektrischer Spannung und Leistung kennen, und glauben dass das Ohmsche Gesetz ein juristischer Text von Señor Ohm ist – ja dann darf man sich nicht wundern, wenn es “Schwierigkeiten” gibt.

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