Weniger Müll und dazu noch Einnahmen

In vielen Gebieten Paraguays werden Lebensmittel aus Blechdosen konsumiert, hauptsächlich dürfte es vor allem das Getränk Bier sein, welches Einheimische, Gäste und Touristen bevorzugen, dabei fällt vor allem Müll an, der aber nun vielerorts schon eingesammelt wird um dann eine Wiederverwertung zu finden. In Horqueta, Concepción, kann man so ein Beispiel finden.

Vor allem aber gibt das Einsammeln von Büchsen Menschen Arbeit in dieser Zone, es sind in der Regel Familien, die im Armutsgürtel der Stadt oder umliegenden Dörfern angesiedelt sind. Viele Bauern haben ihr Land verkauft und sind nun froh, dass sie überhaupt einer Beschäftigung nachgehen können und ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Grundstücke wurden in der Regel von Brasilianern erworben, die darauf nun große Sojakulturen anpflanzen, andere nutzen diese auch für den Anbau von Getreide oder Mais.

Milciades Daniel Scarpellini hat sich auf die Vermarktung von alten Dosen spezialisiert und eine Sammelstelle eingerichtet. Er sagte, wenn mir jemand ein Kilo Dosen bringe, zahle ich ihm 3.500 Guaranies pro Kilo, die meisten würden ungefähr sechs bis sieben Kilo am Tag bringen um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.

Des Weiteren argumentierte Scarpellini, dies sei vorteilhaft für die ganze Gegend, denn Straßen werden gereinigt. Gerade dort wo sich Restaurants und Bars befänden, finden die Sammler am frühen Morgen viele Büchsen, andere würden aber auch Mülldeponien durchstöbern.Der Kleinunternehmer bringt die Rohware nach Concepción wo sie gepresst wird, dann wird diese nach Brasilien exportiert und in einer Recyclingfirma aufbereitet.

Quelle: ABC Color

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6 Kommentare zu “Weniger Müll und dazu noch Einnahmen

    1. Hallo Herr Iseli,

      ich mache das auch so, zumindest mit den Blechbüchsen. Bei mir in der Nähe ist ein metallverarbeitender Betrieb, dort kommen oft Alteisenhändler und nehmen auch den Metallmüll aus Haushalten mit, mehrere Leute bringen ihn schon dorthin, ein kleines Entgelt gibt es auch dafür. Suchen Sie sich einfach so einen Betrieb in Ihrer Gegend.

      VG

    2. Hallo Hans, Sie sind doch öfter mal in Caacupé – da laufen am Straßenrand oft Leute mit großem Altstoffkarren herum. Einfach einen Beutel mit Blechbüchsen, einen mit Plastikflaschen in den Kofferraum legen und den Leuten geben. Die verdienen damit ihren Lebensunterhalt und freuen sich riesig.

  1. Hallo Ihr Lieben, ja das Thema Abfallentsorgung ist hier in Paraguay ein großes Problem. Wir sind wirklich keine „Säufer“ aber so in einem Monat fallen sehr viele Flaschen und Gläser an, die …. einfach bei uns auf die Deponie wandern und untergebuddelt werden! Wieviele Tonnen an Glas jeden Tag in Paraguay anfallen will ich nicht wissen, aber warum wird hier kein Glas eingesammelt und wieder in den natürlichen Kreislauf der Getränkeindustrien eingeführt? Damit würde viel Geld eingespart und die Deponien entlastet!
    Wer da Infos hat oder einen guten Kanal nach oben der soll bitte diese Infos weiter geben! Es ist wichtig, das wir hier ein Signal für Mutter Erde geben und nicht die Augen verschließen! Danke

  2. Hola
    ich mache es genau so wie „ich“ schreibt.
    Die Sammler freuen sich immer, gleich einen oder zwei Säcke PET-Flaschen zu bekommen.
    Bier- und andere Dosen fallen bei uns sehr wenig an.

    Hans,
    mach doch mit einem der Sammler einen bestimmten Tag in der Woche aus, an dem er bei euch vorm Tor die Flaschen und/oder Dosen abholen kann.

    In Caacupé, dort wo die Variante Ruta 2 wieder auf die Ruta 2 trifft ( am Kreuz beim Friedhof, Richtung E.Ayala ) ist auf der rechten Seite ein Reciclista.
    Dort kann man auch kaputte Kühlschränke und Waschmaschinen hinbringen. Ebenso Metallschrott. Er zahlt den üblichen Kilopreis für Metall.

    Ich habe mit diesem Reciclista gesprochen, Glasflaschen und Twist-Off-Gläser werden in Py anscheinend nicht recycelt.
    Gesammelt werden nur die Kaffeegläser, die die Dulcehersteller brauchen.

    Wir wären gerne bereit für die Abholung des Mülls zu bezahlen, aber ausserhalb der Städte wird ja nicht eingesammelt.
    Also muß man den Müll wohl oder übel in die Stadt mitnehmen.

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