Wer wird die Hauptstadt regieren?

Asunción: Um Bürgermeister der Hauptstadt zu werden, muss man zuerst einmal Kandidat der eigenen Partei werden. Da Concordia mehr Illusion als Wirklichkeit ist gibt es zwei große Colorado-Kandidaten in Asunción.

Aktuell sind Daniel Centurión und Óscar Nenecho Rodríguez (noch Bürgermeister mit Wiederwahlwunsch) die beiden Kandidaten, zwischen denen die Colorados in Asunción wählen müssen. Dies ist zudem eine Wahl zwischen Mario Abdo, der Daniel Centurión unterstützt und Horacio Cartes, der Óscar Rodríguez seinen Rückhalt versprach.

Daniel Centurión ist aktuell politischer Berater des Präsidenten, kehrt jedoch zurück als Stadtratsmitglied von Asunción, um von da seine Kampagne zu starten. Wer ihn im López Palast ersetzt ist noch nicht klar.

Óscar Nenecho Rodríguez, der nachdem er mit Unterstützung der Opposition Mario Ferreiro beerbte, sagte, nicht erneut kandidieren zu wollen, widersprach sich selbst und ist nun Vertreter der Cartes-Colorados, da er relativ viele Anhänger hat. Auch er muss kündigen um eine Wahlkampagne zu beginnen.

Ab jetzt werden beide Schritte einleiten und Entscheidungen treffen, die dem Wähler besonders sympathisch, wenn auch nicht logisch vorkommen werden. Diverse Politiker und Stadtratsmitglieder machen nun ihren Einfluss geltend und unterstützen entweder den einen oder den anderen Kandidaten. Obwohl Cartes’ Kandidat gute Chancen hat, bekommt auch Centurión sehr viel Unterstützung.

Währenddessen informiert der Cartes-Kandidat Rodríguez, dass laut seinen Umfragen er mit 47 Prozent der Stimmen vorne liege, vor Senator Martín Arévalo, dem Abgeordneten Hugo Ramírez und erst danach Daniel Centurión. Der Grund für diese Veröffentlichung kann man sich leicht denken.

Wochenblatt / Última Hora

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3 Kommentare zu “Wer wird die Hauptstadt regieren?

  1. DerEulenspiegel

    Das ist doch völlig wurscht, wer Bürgermeister wird. Es wird sich überhaupt nichts ändern. Alles bleibt wie es ist. Die Fäden ziehen am Ende ohnehin korrupte Parteibonzen und Cartes.

  2. Es wird weiterhin die Korruption reagieren, also ändert sich allenfalls ein damit verbundener Name?

  3. Sabine Schnüsig

    Langsam Zustände wie in Europa hier: Demokrat*in kann zwischen zufrüh Abgebogenen oder monoton-stereotyp Grinsenden wählen. Am besten solche mit weiterführendem Master in Marketing, Keramik und Brandschutz. Hierzulande halt einfach zwischen Colorado-Mafia-Amigo-A und Colorado-Mafia-Amigo-B. Mangels weiterführendem Master in Marketing, Keramik und Brandschutz. Dafür hiesig 7 bis 11 Uhr täglich Schul vielleicht abgeschlossen. Aussichtsreich ist, dass sich nun alles zum Besseren wendet und die Hauptstadt eine saubere, sichere Stadt ohne Korruption wird, weil der oder die Neue schauen wird, dass die Gelder in öffentliche Infrastruktur und nicht mehr in den eigenen Sack oder in die Colorado-Mafia-Parteikasse fließt.