Wie aus einem Traum ein Albtraum wurde

Trinidad: Eine schweizer Familie schwärmt von einem Land in das sie nicht zurückkehren kann. Es ist Paraguay, unzählige schöne aber auch schreckliche Erinnerungen sind damit verbunden.

“Ich konnte mir keine bessere Kindheit vorstellen, als ich sie in Paraguay erlebt habe“, schwärmt Nina Abgottspon, Tochter von Emil Abgottspon. Vor zwei Jahren musste sie mit ihrer Familie unfreiwillig ins Wallis zurückkehren, schrieb man auf 1815.ch.

Emil und Beatrice Abgottspon wanderten 1997 mit ihren Kindern Tobias und Nina nach Paraguay aus, in den Norden des Landes, in die Schweizer Kolonie Rosaleda. Zwischen dem was versprochen wurde, und was realistisch war, nachdem der Gründerzeit verloren ging, klaffte eine große Lücke. Um einkaufen zu können musste man 200 km in eine Mennonitenkolonie fahren. Soviel Isolation führte zum Umdenken.

Die Familie Abgottspon zog vom Norden in den Süden, und zwar nach Trinidad, 27 km nördlich von Encarnación, da wo es Jesuitenreduktionen gibt. Von da aus waren die Iguazú Wasserfälle nur 200 km entfernt, Einkaufsmöglichkeiten in Hülle und Fülle vorhanden und Landwirtschaft war auf einmal möglich auf den fruchtbaren Böden von Itapúa. Die Familie kaufte etwas Land. Obwohl die Paraguayer herzliche Menschen sind gibt es auch Korruption, Neid und Habgier. Dem zum Opfer fiel unter anderem der beste Freund von Emil Abgottspon. In seiner Bürgerpflicht bestärkt, sagte er als Zeuge aus. Dies brachte ihm eine systematische Verfolgung über 6 Jahre ein, die in einem Wegzug der Familie gipfelte. “Wir mussten aus Paraguay fliehen“, sagt Emil Abgottspon gegenüber 1815.ch.

Laut einem ehemaligen Bewohner der gleichen Ortschaft, der mit dem Wochenblatt Kontakt aufnahm, erhielt anscheinend Emil Abgottspon eine höhere Summe Geld vom Mordopfer, die dessen Familie nach dem Tod von der Familie einforderte.

Mit zwei Koffern in der Hand kamen sie am Zürcher Flughafen an. Derzeit halten sie nur über soziale Netzwerke mit ihren Bekannten und Freunden in Paraguay Kontakt.

Wochenblatt / 1815.ch

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6 Kommentare zu “Wie aus einem Traum ein Albtraum wurde

  1. Auslaender sein in paraguay ist etwas voellig anderes, als auslaender zu sein in Deutschland. Dazwischen liegen Welten!

    1. Ausländer sein ist überall etwas völlig anderes als Inländer, mit Ausnahme Deutschlands. Das zu erkennen und das Analysieren weshalb und dagegen vorgehen, wäre noch die notwendige Erkenntnisse um den Normalzustand wieder herzustellen. Glaube aber nicht, dass es noch gelingt.

  2. Wenn man auf dem Land wohnt und alles was mit Politik und Justizskandale zu tun hat, ausblendet, laesst es sich wohl sehr gut in Paraguay leben. Aber sobald man, ob gewollt oder nicht, in ein Verbrechensfall reinkommt, wird es ein ALbtraum. Vor allem fuer Auslaender, die keine Amigos in der Justiz Paraguays haben.
    Offensichtlich war es schon so schlimm mit den Drohungen, dass man zurueck in die Schweiz musste. Was ist nun mit dem Hab und Gut? Hat sich das schon ein gerissener Escribano unter den Nagel gerissen?

  3. Warum musste die schweizer Familie fliehen?
    1. Weil sie das Geld an die Familie des Mordopfers zurückgezahlt hat und jetzt pleite ist?
    2. Weil sie das Geld der Mordopferfamilie nicht zurückzahlen konnte und deshalb von ihr bedroht wird?
    3. Weil der Verurteilte oder dessen Familie aufgrund der Zeugenaussage Rache für die Verurteilung üben möchten?
    4. Oder einen Mix aus oben genannten Gründen?

  4. Dieser Artikel ist schwierig zu verstehen, so wie ich das verstehe, hat Emil Abgottspon einen Kredit vom Ermordeten bekommen, jetzt wollt die Familie des Mordopfers das Geliehene Geld zurück haben. Anscheinend konnte Emil Abgottspon den Betrag nicht zurückzahlen, oder wollte nicht zurückzahlen. Ja, da blieb nur noch eines offen, ab in die Schweiz.

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