Wie steht es um die Laster der Paraguayer?

Asunción: Das Nationale Institut für Statistik hat die Ergebnisse der zweiten Nationalen Erhebung über Risikofaktoren für nicht übertragbare Krankheiten bekannt gegeben. Diese offenbaren die Schätzungen über den Konsum von Alkohol oder Tabak, Obst und Gemüse oder die Zahl der Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck oder Fettleibigkeit in Paraguay.

Iván Ojeda, Direktor des Nationalen Instituts für Statistik, erklärte die Ergebnisse der zweiten Nationalen Erhebung über Risikofaktoren für nicht übertragbare Krankheiten, die unter anderem bemerkenswerte Daten über die Ernährungsgewohnheiten der Paraguayer offenbart.

Ojeda erläuterte, dass die Erhebung nach einer von der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Methodik durchgeführt wurde, um die Prävalenz von Risikofaktoren für nicht übertragbare Krankheiten zu ermitteln. Befragt wurden Personen zwischen 18 und 69 Jahren aus 5.100 Haushalten, von denen 60 Prozent in städtischen und die übrigen in ländlichen Gebieten lebten.

Eine auffällige Statistik bezieht sich auf den Konsum von alkoholischen Getränken: Der Umfrage zufolge konsumieren 57,7 Prozent der Paraguayer, durchschnittlich 71 von 100 Männern und 44 von 100 Frauen, regelmäßig Alkohol.

Was das Zigarettenrauchen angeht, so schätzt die Umfrage, dass nur 12,5 Prozent der paraguayischen Bevölkerung rauchen.

Als besonders auffällig bezeichnete Ojeda die Tatsache, dass der Umfrage zufolge nur 3,9 Prozent der Paraguayer fünf oder mehr Portionen Obst oder Gemüse pro Tag verzehren, während es bei der ersten Umfrage dieser Art noch rund 15 Prozent waren.

Weitere Daten aus der Erhebung zeigen, dass 36 Prozent der Bevölkerung “unzureichend” körperlich aktiv sind, wobei Frauen das am wenigsten aktive Geschlecht sind, und dass 10 Prozent der Bevölkerung sich einer Diabetesbehandlung unterziehen, wiederum überwiegend Frauen.

Die Prävalenz von Bluthochdruck wird auf 38 % geschätzt – 41 von 100 Männern und 36 von 100 Frauen -, vor allem in städtischen Gebieten, während 32 % der Bevölkerung als fettleibig und 36,9 % als übergewichtig gelten.

Methodik

Ojeda erläuterte, dass der Stichprobenrahmen anhand der Daten der nationalen Volks- und Wohnungszählung von 2012 festgelegt wurde, wobei berücksichtigt wurde, dass die Erhebung durchgeführt wurde, als die Daten der letzten Volkszählung von 2022 noch nicht vorlagen.

Die Auswahl der befragten Haushalte erfolgte nach dem Zufallsprinzip in einem Verhältnis von 60 Prozent städtischen und 40 Prozent ländlichen Haushalten.

“Die Ergebnisse dieser Arbeit erregen oft Aufmerksamkeit, sie beschimpfen uns als Gesellschaft, aber ich rechtfertige, dass sie auf einer gründlich untersuchten Methodik beruhen”, sagte Ojeda abschließend.

Wochenblatt / Abc Color

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7 Kommentare zu “Wie steht es um die Laster der Paraguayer?

  1. Komisch, nur 12,5 % der Eingeborenen sollen Raucher sein. Im Paraafric werden jedoch jährlich so viele Zigaretten produziert, dass von Säugling bis Greis alles Kettenraucher sind. Jedenfalls wird davon offiziell ja fast nix exportiert. Aber gut, stundenlang im Plastikstühlchen sitzend dem höchst persönlich angefackelten Müll zuzugaffen, wie er abfackelt, das zählt hierzulande ja nicht als Laster, sondern Edukation der Kleinkinder, die dabei natürlich auch zugaffen können. Bin immer wieder erstaunt, wie sie ihren abfackelnden Müll angaffen können. Okay, ist ja schon toll, so ein höchst persönlich angefackelten Müll zuzugaffen, wie er abfackelt. Persönlich wäre mir dat ein wenig langweilig. Aber jedem das Seinige. Leben und leben lassen.

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  2. Die WHO ist eine Verbrecherorganisation, die von einem Terroristen und Völkermörder geleitet wird. Paraguay muss aus der WHO austreten. Dann gibt es keinerlei Probleme.

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  3. 12,5% ist wirklich unglaubwürdig. Viele die ich kennenlernte, ob Paraguayer oder DACHler, haben geraucht (wenn auch E-Zigarette aber mit Nikotin), gekifft und getrunken, weil das ja vom “harten Alltag” soo entspannt.

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    1. Wir kommen recht viel rum und sind viel unter Leuten. Tatsächlich ist mir von Beginn an aufgefallen, dass hier in PY bei weitem weniger Menschen rauchen, als z.B. in DACH.
      Persönlich stimme ich den 12,5% vollends zu.

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      1. Ich persönlich kann da nicht zustimmen. D kenne ich nicht mal einen der raucht, stop doch eine Freundin meiner Mutter, trinken aber viele. In PY haben zumindest in meinem Umfeld die meisten geraucht, gekifft und getrunken. Natürlich nur mein subjektiver Eindruck.

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    1. Im Umfeld in DE kenne ich auch keinen Raucher, bis auf besagte Dame, die ich erst einmal gesehen habe. Der Rest kenne ich nur durch Erzählungen meiner Mutter Die meisten kenne ich durch den IT-Bereich oder vom Sport/Fitness. Umfeld der Ex in PY sind überwiegend Einheimische und einige DACHler aus Asu/SanBer. Viele vielsprachig und im Grafik/Finanzbereich/Internet tätig. Sie selbst Model und Art Artist, aber was sie unter Kunst verstand kapiere ich bis heute nicht. So schräg kann ich nicht denken.

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