Wieder kein Kardinal für Paraguay

Asunción: Die katholische Kirche in Paraguay tut wenig oder gar nichts, um einen Kardinal zu verdienen. Sie hat eine Struktur aus dem Jahr 1929, als die einzige Kirchenprovinz gegründet wurde.

Papst Franziskus ist auch nicht daran interessiert, einer Struktur einen Kardinalsitz zu geben, die sich nicht weiterentwickelt und in der Vergangenheit ausharrt.

Am Sonntag ernannte Papst Franziskus 13 neue Kardinäle und wieder wurde Paraguay nicht berücksichtigt. Es bleibt das einzige Land in Südamerika, das keinen Kardinal hat. Die Gründe dafür kennt niemand.

Nach dem Besuch von Papst Franziskus in Paraguay im Juli 2015 wurde er gefragt, warum es keinen Kardinal im Land gäbe und er antwortete, dass es eine “Frage der Quoten“ sei.

Paraguay ist derzeit eine einzige kirchliche Provinz, die 1929 gegründet wurde. Zunächst gab es ein Erzbistum und zwei Diözesen. Heute gibt es 15 kirchliche Jurisdiktionen, aber es gab keine neuen Kirchenprovinzen. Die Bevölkerung im Land übersteigt 7.000.000 Einwohner. Uruguay zum Beispiel, mit einer kleineren Einwohnerzahl, hat einen Kardinal.

In diesem Zusammenhang hat die Paraguayische Bischofskonferenz vor zehn Jahren an einem neuen Organigramm gearbeitet, das wegen der Uneinigkeit der Bischöfe, die die Zerstückelung ihrer Diözesen ablehnen, nicht vorankommt. Mit der neuen Organisation würden zwei weitere kirchliche Provinzen geschaffen: Eine mit Sitz in Concepción und die andere zwischen Villarrica oder Encarnación. Die Nuntiaturen schlugen sogar die Schaffung von Diözesen nach Departements vor. In Central sollte die Diözese Luque gegründet werden und eine weitere, die die Städte des Südens einschließen würde: Ñemby, Villa Elisa, Villeta u.a. Hier kam es zu Meinungsverschiedenheiten.

Die Erzdiözese will Luque, die organisatorisch vorbildliche Stadt, nicht aufgeben. Ciudad del Este will Canindeyú nicht aufgeben, weil es Geld für das Priesterseminar einbringt. Bei dieser Diskussion gibt es keine Fortschritte. Die Bischöfe sagen, man könne keine insolventen Diözesen schaffen und der wirtschaftliche Aspekt sei der Grund dafür, dass im neuen Organigramm keine Fortschritte erzielt würden.

Unterdessen ist der Papst nicht daran interessiert, hier einen Kardinal zu benennen, solange die Strategien und Programme nicht in einem neuen Organigramm vereinbart werden, das der Evangelisierung in Paraguay zugutekommt.

Wochenblatt / ABC Color / illustratives Beitragsbild aus dem Archiv

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5 Kommentare zu “Wieder kein Kardinal für Paraguay

  1. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

    Ich werd mal Kardinal sein. Wenn der Hokus Pokus mit Rom nicht mehr funktioniert dann erklaert man halt mal die Unabhaengigkeit.
    Erste Amtshandlung ist dass es jetzt auf Lutherisch zugeht. Zuerst wird mal getan was Luther damals beanstandete und man korrigiert das.
    Dann wird jedem DACH’ler ne kraeftige Kirchensteuer aufgebrummt egal ob er religioes ist oder nicht. Das teilen wir uns dann ein und ich bestell sofort eine van tebartzsche Badewanne aus purem Silber.
    Schwudi iglesias und ueberteuertes Spezialbier ohne Alkohol dann den ganzen Tag.
    Paraguay ist wohl im Vatikan in ungnade gefallen. Entweder stimmen die Kirchenbeitraege nicht mehr oder die Glaeubigenzahlen sinken zur Unzufriedenheit des Papstes.
    Gibts schon protestantische Minister und nimmt der Pseudoprotestantismus rasant zu so lohnt es wohl nicht in diese Diozoese zu investieren.
    Katholiken duerften nur Leute sein die ein faible fuer Esoterisches, fernoestliche Religionen, okkulitsmus und Tischeruecken hat – fuer den normalen Spuk der Gruenen.
    Wahrscheinlich gehen dem Papst buchstaeblich die Leute aus.
    Das Geschaeft mit der Angst ums Seelenheil haben ja die Protestanten den Katholiken mittlerweile abgejagt. Beichte und Sakramente wurden ersetzt durch den „Zehnten“. Der Zehnte ist so quasi bei den Protestanten das Ticket zum Himmel. Den Leuten wird buchstaeblich gesagt dass sie in die Hoelle kommen wenn sie den Zehnten nicht abgeben und man schliesst sie aus von jeglichen oekonomischen Aktivitaeten (der Bann).
    So dass die Leute die gerne unter solchem Zwangssystem leben moechten, jetzt nicht nur den Katholizismus zur Auswahl haben sondern auch den mainstream Protestantismus.
    Das Geschaeftsmodell wurde halt von den Konkurrenz uebernommen; etwa wie Huawei die iPhones kopiert und so halbwegs genausogute herstellt diese aber fuer einen Bruchteil des Geldes verscherbelt.
    Zitat: „in einem neuen Organigramm vereinbart werden, das der Evangelisierung in Paraguay zugutekommt.“. Jep, zu wenig neue Mitglieder in der Katholischen Kirche.
    Es geht den Pfaffen wohl darum genauso wie die Munizipienbilderei, vom Vatikan Gelder fuer immer neue Posten abzugrasen ohne dass sie neue Kollekteneinleger in die Kirchen kriegen die ihr Geld dalassen.
    Jedes kleine Doerfle hat wohl bald seinen Bischoff, nach den Bestrebungen des lokalen Klerus.
    Warum denn nicht einen protestantischen Kardinal? Vielleicht gelingt es ja Luther noch aus dem Grabe heraus die Dinge zurechtzuruecken.
    Das wuerde dann aber heissen: sola scriptura, sola fidae, solus Iesus Christos und sic et fides si non habeat opera mortua est in semet ipsam (der Glaube ohne Werke ist tot).

    1. Penetrante Profilierungsneurose eines Ungläubigen zwischen Gottesfürchtigen! Anstatt Zeit mit der Familie zu verbringen, ziehen Sie es vor Hasstiraden im Internet zu verbreiten. Dabei kommt noch nicht einmal Mitleid auf, eher Bedauern. Reden (schreiben) ist Silber und schweigen ist Gold!

  2. Also bei uns auf dem Grundstück haben wir 4 Kardinäle, zwei männliche und zwei weibliche. Und alle haben einen roten Kopf. Wobei das haben die menschlichen Kardinäle ja auch meist, vom vielen Wein.

    1. Wir haben, keine Ahnung aber mindestens 3 Pärchen hier, dazu ein Haufen, ich kenn denn Namen nicht, blau fressen Bananen, und nicht zu verachten die 20 Tauben, die drecksviecher bauen Ihr Nest dauernd in meinem Abflusskanal vom Dach.Kotz vom Berg als Kardinal, ist als wenn man einen Bock zum Gärtner macht, aber einen roten Kopf hat sicher auch ständig, entweder Alkohol oder Lügen oder beides.

  3. Kuno, Sie müssen zuerst Pfaffe und dann zum Bishopf gewählt werden, bevor Sie Kardinal werden können. Glaubs. So genau kenne ich die abergläubischen Riten der Kirchensekte auch nicht. Aber direkt ganz oben einzusteigen ist ziemlich unwahrscheinlich. Und als Kardinal – so zwischen Scheintod und Tod, dann man sogar Kartoffel – wie die hierzulande den Papa nennen – werden.

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