WikiLeaks enthüllt dass Lugo die USA um Abhörtechnik bat

Asunción: Der Präsident Fernando Lugo bestellte bei der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ein Set an Abhörgeräten um 90% der Handygespräche zu kontrollieren und abzuhören. Dieser Weg wurde wahrscheinlich wegen der paraguayischen Volksarmee (EPP) beschritten, offenbart WikiLeaks. Obwohl Nordamerika nicht dagegen war, fürchtete die Botschafterin Liliana Ayalde, dass diese Technik außerhalb des Rahmens im politischen Bereich genutzt werden könnte.

Das Kabel wurde gestern veröffentlicht auf WikiLeaks und zeigt wie die Kontakte zwischen Asunción und Washington sind. Mit diesem starken Instrument könnten 90% aller Gespräche zwischen Handynetzen durch Worterkennung aktiviert und abgehört werden.

Nach dem geheimen Dokument hat die Regierung Lugos diese Petition im Februar dieses Jahr gestellt, nur einen Monat nachdem Fidel Zavala aus einer 94-tägigen Gefangenschaft durch die EPP befreit wurde.

Just Fernando Lugo und Innenminister Rafael Filizzola argumentierten nach Washington dass dieses Equipment für den Kampf gegen die subversive Gruppe benutzt werde.

Bis dahin hatten Sicherheitsorgane nur eine Gerätschaft die Anrufe lokalisieren konnte, weswegen Brasilien um Hilfe gebeten wurde während der Geiselnahme von Fidel Zavala.

Nachdruck

Groß war die Begierde der Regierung Lugos um so ein Equipment zu erhalten. Die amerikanische Botschafterin in Paraguay, Ayalde schaltete eine Videokonferenz zwischen hochrangigen Regierungsmitgliedern Paraguays, darunter Filizzola und Repräsentanten der DEA (Drug Enforcement Administration). Während des internationalen Gespräches sagte warnte Rafael Filizzola mit den Worten, „nicht der Drogenschmuggel stürzt die Regierung aber die EPP könnte dies schaffen“.

Liliana Ayalde antwortete auf die Bitte Lugos mit: „Washington will sich nicht umhüllt sehen mit einem Abhörprogramm was schlecht bedient auch politische Vorteile schafft”.

Schlussendlich befürwortete sie, dass Paraguay Zugang zu solch einer Gerätschaft bekommt, „um die bilateralen Beziehungen nicht abzukühlen“, laut WikiLeaks.

Zwang für Unternehmen

Damit das Abhören überhaupt möglich ist, müssten die größten Mobilfunkunternehmen ihre Zustimmung geben. Damit sich auf eine solche Bitte keine negativen Antworten bilden, hatte die paraguayische Regierung ein Dekret vorbereitet um wenigstens Tigo und Personal dazu zu zwingen.

Opposition

Die Verhandlungen sind allerdings ins Stocken geraten weil der Minister des Gerichtshofes, Antonio Fretes und der Vorsitzende der Anti-Drogen Behörde Senad Hauptkommissar César Damián Aquino nicht dafür waren, enthüllt das Dokument.

(Wochenblatt / Abc)

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2 Kommentare zu “WikiLeaks enthüllt dass Lugo die USA um Abhörtechnik bat

  1. Habe ich deshalb seit einiger Zeit immer ein Echo bei meinen Gesprächen über mein VOX Handy nach Deutschland? VOX gehört ja jetzt der staatlichen Telefongesellschaft. Früher hatte ich das nie……! Und auch bei Tigo tritt das nicht auf.

    Seltsam, seltsam…..

  2. EPP???
    Das glaube ich kaum….

    Den Sozialisten fällt immer nur Überwachung, Einschränkung der Freiheit, Einkommensteuer und Selbstbereicherung der Genossen ein…überall auf der Welt das gleiche Bild.

    Schade, daß dieser Irrglaube jetzt auch in Paraguay Fuß fassen kann.

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