“Wir verlangen ein Lebenszeichen“

Angehörige des mennonitischen Siedlers Abraham Fehr, der 492 Tage in Gefangenschaft ist, verlangen ein Lebenszeichen von den Mitgliedern der selbsternannten paraguayischen Volksarmee EPP.

Heute wird Fehr 37 Jahre alt, wenn er denn noch leben sollte. „Im Namen Gottes und meiner Familie wollen wir ein Beweis des Lebens meines Sohnes. Seine Mutter, seine Frau und seine Geschwister vermissen ihn. Gott hält unsere und seine Hoffnungen lebendig“, waren die Worte des Vaters, gerichtet an die EPP. Er konnte seine Tränen nicht halten, als er die Erklärung verlas.

Die Mutter von Abraham Fehr, Ágata Fehr, gab auch einen Appell in deutscher Sprache an die EPP ab. Sie forderte die Entführer auf, dass der Entführte Weihnachten wieder bei der Familie verbringen solle.

Am 8. August letzten Jahres wurde Fehr entführt. Die EPP hatte eine Lösegeldforderung in Höhe von 500.000 US Dollar gestellt.

Quelle: Ultima Hora

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11 Kommentare zu ““Wir verlangen ein Lebenszeichen“

  1. Und der Staat guckt nur zu…..

    Mennoniten sind in Paraguay Menschen zweiter Klasse – obwohl diese zu 30 % im Export Paraguays beitragen. Ist das nicht verrückt?

    1. Nicht nur das. Mennoniten sind mit die größten Arbeitsplatzbeschaffer und Steuerzahler in Paraguay, führend im Betreiben von diversen Sozialeinrichtungen an denen sich der Staat nicht einmal beteiligt, kümmern sich seit zig Jahren um die Indianerförderung- und Ausbildung im Chaco, arbeiten meist unauffällig, korrekt und ehrlich und halten sich aus der Politik heraus. Gerade weil ich kein Mennonit bin, darf ich das deutlich aussprechen, denn die Mennoniten selbst tun das ja nicht.l

        1. @ morbus……………….manchmal ist es auch ganz okay, mal keinen deiner Kommentare zu lesen. Komm mal wieder runter, da oben ist die Luft viel zu dünn für dich.

          1. morbus ignorantia

            Was wäre das Wochenblatt langweilig, ohne die Kommentare. Man kann mit dem Kopf schütteln, lachen, schmunzeln, staunen, und als guter Christ auch beten.
            Was aber sagen die……..dazu?
            Und ewig singen die Wälder!

    2. Der „Staat“ heißt in diesem Fall „Paraguay“ und definiert sich aus Volk, Territorium und Verwaltung, letztere aus Judikative, Legislative und Exekutive… In diesen Dreien wird man die Schuldigen suchen müssen und sicher auch finden.

  2. Ohne Mennoniten währen die meisten Paraguayer schon längst verhungert, weil sie nur Importware bekämen, und das könnten die meisten nicht bezahlen.
    Die geben Arbeit und Geld im Land.
    Die Mennoniten haben vieles aufgebaut in PY, und jetzt wo sie wissen wie es geht, wollen die Paraguayer, dass sie wieder gehen.
    So sieht das aus!!!!!!!

  3. Wenn ich einen Paraguayer frage, was er von Mennoniten hält (nachdem ich klargestellt habe, dass ich keiner bin), kommt meistens:
    Die stinken, die reden nicht, die sind unsympathisch.

    Von Wertschätzung oder Lob für das Geleistene in einer lebensfeindlichen Gegend hab ich noch nie was gehört. Im Klartext: Die Paraguayer sind neidisch (aber richtig!) auf die Mennoniten.

    1. Zur Ergänzung: Ich hatte schon viele Gespräche mit Paraguayern auf das Thema Mennoniten gebracht. Hier kommt tatsächlich viel Unvoreingenommenheit und Neid auf. Leider mußte ich oftmals mit anhören, daß die Mennoniten den „armen Paraguayern“ im Chaco das Land weg genommen hätten. Richtig aber ist, als die Mennoniten vor ca. 70 Jahren nach PY einwanderten, gab man ihnen „in großzügiger Weise“ Land im Chaco, das kein Paraguayer bewohnen wollte. Damals eine absolut unwirtliche Landschaft in welcher nur Indianer und paraguayische Verbrecher lebten, die von der Polizei gesucht wurden. Die angetroffenen Indianer hatten den Beschluß gefaßt als Rasse aussterben zu wollen, da sie keine Überlebenschancen mehr sahen. Zu diesem Zweck wurden Babys gleich nach der Geburt erstickt. Die Mennoniten gaben ihnen wieder Hoffnung, Arbeit und Brot und missionierten sie gleichzeitig. Vom paraguayischen Staat gab es dafür keinerlei finanzielle Unterstützung, bis zum heutigen Tag. Nun, wo der Chaco dank der Mennoniten „blüht und gedeiht“, ist man es ihnen neidisch und möchte sie am liebsten davon jagen, wie so oft in der mennonitischen Geschichte. Man kann den Mennoniten nur raten, sich weiterhin politisch sehr zurück zu halten und keine Gründe für irgend welche hinterlistigen Kampagnen zu liefern. Auch wäre es mehr als angebracht, in der Öffentlichkeit endlich offensiv darzulegen, welche sozialen Einrichtungen die Mennoniten zum Wohle des Landes und seiner Bevölkerung betreiben. Nur so kann man Vorurteilen begegnen und dümmlichem Gerede vorbauen. Dies betrifft, muß ich leider feststellen, auch viele Deutsche die hier leben und wirklich keinen blassen Schimmer davon haben, was die Mennoniten für dieses Land schon getan haben.

  4. ich muss hier Manni ausnahmsweise mal zustimmen….möchte aber noch erwähnen, dass auch viele alt- und neu Einwanderer, als auch zahlreiche NGO´s, und Spender einen großen Anteil am Wohlergehen hier haben. Wäre das alles nicht, sähe es sehr, sehr dunkel hier aus

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