Wucher-Preise bei Paraguays WM-Auftakt: So unverschämt teuer ist das Essen im SoFi Stadium

Los Angeles: Die Eröffnung der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2026 lieferte nicht nur Bilder von Fußball und Show, sondern zeigte auch, mit welchen Preisen die Fans im SoFi Stadium – einer der wichtigsten Spielstätten des Turniers – konfrontiert wurden.

Während des Eröffnungstages spiegelten die Menüs an den verschiedenen Verkaufsstellen des Stadions das Premium-Profil des gastronomischen Angebots für die Zuschauer wider.

Bei den Getränken wurde eine Limonade (ca. 600 ml) für 7,75 US-Dollar (47.663 Guaranies) verkauft, während eine Flasche Wasser der gleichen Größe 5,25 US-Dollar (32.288 Guaranies) kostete.

Was das Essen betrifft, so wurde der Matchday Burger Special für 20 US-Dollar (123.000 Guaranies) angeboten. Optionen wie der Twinkie Cheeseburger, der Truffle Bacon & Swiss Burger und der Grilled Chicken Caesar Wrap erreichten 22 US-Dollar (135.000 Guaranies). Das teuerste beobachtete Produkt war das Pastrami Ruben, das für 24 US-Dollar (147.000 Guaranies) verkauft wurde.

Zu den erschwinglicheren Alternativen gehörten der Hotdog für 10 US-Dollar (61.500 Guaranies), Pommes frites für 6,75 US-Dollar (41.000 Guaranies), die Brezel für 8,25 US-Dollar (50.000 Guaranies) und Pommes mit Käse für 12 US-Dollar (73.000 Guaranies).

Abseits des sportlichen Spektakels spiegeln diese Preise das wirtschaftliche Gewicht wider, das die gastronomischen Dienstleistungen bei internationalen Großveranstaltungen haben.

Die astronomischen Preise im SoFi Stadium werfen aber auch einen bitteren Schatten auf das weltweite Fußballfest. Was eigentlich ein verbindendes Sportereignis für Menschen aller Gesellschaftsschichten sein sollte, mutiert durch die ungenierte Preisspirale der FIFA und der Stadionbetreiber endgültig zum exklusiven Luxusevent. Wenn ein einfacher Hamburger mit einem Softdrink umgerechnet fast ein Zehntel eines paraguayischen Mindestlohns verschlingt, läuft im modernen Fußball etwas gewaltig schief.

Die Leidenschaft und Treue der Fans, die oft jahrelang sparen, um ihre Nationalmannschaft im Ausland zu unterstützen, wird hier schamlos als Lizenz zum Gelddrucken missbraucht. Es bleibt zu befürchten, dass die echte, lautstarke Fankultur auf den Rängen durch diese finanzielle Ausgrenzung immer weiter verdrängt wird – zurück bleiben sterile Arenen für ein Eventpublikum, das sich die 20-Dollar-Burger leisten kann.

Wochenblatt / Forbes Paraguay

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