Yacyretá erholt sich

Nach der geringen Energieausbeute beim binationalen Wasserkraftwerk Yacyretá im Monat Februar hat sich die Stromproduktion im März normalisiert. Die Zahlen zeigen dies auch, denn der staatliche Stromversorger ANDE nahm 15% der Energieausbeute in Anspruch.

Yacyretá erzeugte im März 1.613 Gigawattstunden (GWh), die Durchschnittsleistung betrug 2.169 Megawatt (MW). Im Vergleich zum Februar wurden nur insgesamt 1.475 GWh erzeugt, der niedrigste Stand seit September 2010, dies bedeutet eine signifikante Steigerung.

Auch die Zahlen im Verhältnis der Stromabnahme Argentinien / Paraguay liegen vor, das Nachbarland verbrauchte 1.367,5 GWh (84,7%), und die ANDE 246 GWh (15,3%). Der Anteil von Paraguay ist der höchste Stand seit 2013, hier hatte Yacyretá 294,4 GWh geliefert, in den letzten zwei Jahren lag er bei rund 220 GWh.

Ein Sprecher des Kraftwerkes prognostizierte für das Jahr 2015 eine Stromerzeugung in Höhe von rund 20.000 GWh, trotz aller Probleme, des Weiteren berichtete er, dass am 01. April Turbine Nummer 1 wieder in Betrieb sei, die seit Januar gewartet wurde.

Die argentinischen Behörden sind besorgt über den Betrieb der Anlage nach Zeitungsberichten und der paraguayischen Politiker über den Ausfall von vier Turbinen. Senator Eugen Artaza machte den Geschäftsführer Oscar Thomas verantwortlich, dieser soll angeblich seit 2011 immer ausweichend auf Anfragen geantwortet haben.

Mittlerweile hat der Abgeordnete Agustín Portela aus Corrientes dem Senat eine Resolution vorgelegt, wonach die argentinische Exekutive Maßnahmen über die Instandhaltungsmaßnahmen offen legen soll.

Quelle: Ultima Hora

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1 Kommentar zu “Yacyretá erholt sich

  1. Instandhaltungsmaßnahmen…dass ist das große Problem. Die Unterwasserstruktur ist so marode, dass ein Weiterbetrieb in den nächsten Jahren wohl nur eingeschränkt möglich ist, Vielleicht deshalb auch die Eile, ein Atomkraftwerk zu bauen…

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