Ypacaraí: Mautgebühren steigen um bis zu 200%

Ypacaraí: Obwohl die Arbeiten an diesem Abschnitt der Ruta II noch nicht abgeschlossen sind, plant das Ministerium für öffentliche Arbeiten (MOPC), den Preis für die Maut deutlich über die derzeitigen Werte hinaus zu erhöhen, und zwar um bis zu 200 %. Die neuen Werte werden am 1. August in Kraft treten.

Die Mautstationen Ypacaraí und Nueva Londres werden von dem Unternehmen Rutas del Este betrieben. Die Mautgebühren auf der Rute II sind Teil des öffentlich-privaten Beteiligungsvertrags (PPP) Nr. 01/2017 “Vertrag über Planung, Finanzierung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von zwei nationalen Strecken”. Die Arbeiten an diesem Abschnitt, auf dem der Mautsatz angepasst werden soll, sind jedoch noch nicht abgeschlossen, weshalb diese plötzliche Ankündigung des MOPC auffällig ist. Dennoch sind die Umfahrungen von Caacupé und Itacurubi de la Cordillera beeindruckend und natürlich schon befahrbar.

Scharfe Erhöhungen

Die Aktualisierungen werden durch den Beschluss Nr. 1226/2023 vorgenommen. An der Mautstation in Ypacaraí wird der Tarif wie folgt angepasst: Die Kategorie 1, leichte Fahrzeuge, wird von 5.000 auf 15.000 Guaranies erhöht, was einer Preiserhöhung von 200% entspricht; die Kategorie 2, die Lkw und Busse mit 2 Achsen sowie Zugmaschinen umfasst, geht von 10.000 auf 26.000 Guaranies, was einer Erhöhung von 160% entspricht; Kategorie 3, leichte Fahrzeuge mit Anhängern, von 10.000 auf 26.000 Guaranies; Kategorie 4, LKW mit 3 Achsen, von G. 15.000 bis 44.000 Guaranies und Kategorie 5, LKW mit mehr als 3 Achsen, von 20.000 bis 54.000 Guaranies.

Schätzungen zufolge wird das Unternehmen für den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung der Ruta II während der 30-jährigen Vertragslaufzeit rund 1,7 Milliarden US-Dollar erhalten, doch je nach Verkehrswachstum und anderen Variablen könnte der Betrag noch viel höher ausfallen.

Wochenblatt / MOPC / Abc Color

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7 Kommentare zu “Ypacaraí: Mautgebühren steigen um bis zu 200%

  1. Da werden viele Menschen ihren Arbeitsplatz aufgeben müssen.
    Wer kann sich schon 30 000.- pro Tag leisten, um zur Arbeit zu kommen?
    Das sind bei einer 5-Tage-Woche 600 000.-/Monat.
    Ein VIERTEL des gesetzlichen Monatslohnes!
    Die kennen wirklich kein Maß und kein Ziel.

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  2. Genial. Ich werde mit jetzt, schon aus Protest, einen anderen Frisör etc.. suchen. Ich wohne in Areguá und fahre nach SanBer zum Frisör und noch ein paar andere Location. Für diese 2 km Autobahn, nach der Mautstation soll ich jetzt den 3 fachen Preis hin und zurück zahlen? Nö.
    Außen rum? Ich will ja mal ankommen.
    Und schwupps, wieder Kaufkraft verloren. SanBer wird es danken, dann ist der Strand nicht mehr so überlaufen.

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  3. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis die MOPC-Mautstellen nachziehen. Vamos a estar mejor. Ich hab ja von Anfang an gesagt, dass dies nur für Cartes und seinen Jüngern gilt. Wer es noch nicht weißt, auch Don Cartes ist an Rutas del Este beteiligt. Während SEINER Präsidentschaft wurde das ausgeschrieben.
    Das ist ein hyperkrasser Fall von “Vorteilsnahme im Amt”.

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  4. Alle Fahrzeuge, die von Asuncion nach der PY2 wollen, werden jetzt die Strecke über Luque – Sanber benutzen, denn da kostet die Maut immer noch das Gleiche. Ich freue mich schon, denn bis jetzt habe ich am Wochenende schon manchmal 5 Min. oder länger gestanden, um von meinem Sandweg in Richtung SanBer abzubiegen.
    Da kann ich mich nur nmp299 anschließen, SanBer wird es danken.

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    1. Die werden die Maut sehr schnell “anpassen”.
      Nach dem Motto: Warum sollen wir weniger kassieren als die anderen?
      Siehe Supermärkte.
      Siehe Tankstellen.
      Wenn man sich einer Sache in diesem Land sicher sein darf, dann ist es die grenzenlose Gier all derer, die die Preise bestimmen können.

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