Ypacarai See ohne echte Verbesserung

San Bernardino: Aufgrund der letzten Regenfälle verbesserte sich zeitweise die Wasserqualität des Binnengewässers. Die Anzahl der Ciano Bakterien jedoch verringerte sich nur geringfügig, wie Messungen des Zentrums für technische Untersuchungen (Cemit) Ende Juni ergaben.

Nicht nur die Algen bleiben beständig im Ypacarai See sondern auch der der Phosphorgehalt, der nach wie vor weit über dem Mindestmaß ist, festgehalten in der Resolution Nº 222/02 über Wasserqualität des Umweltsekretariats.

„Die Anzahl kontaminierender Stoffe ist gleich wie im September 2012, als die Algen den See in ein tiefes Grün tauchten“, erklärte die Direktorin des Cemit, Inocencia Peralta. An der Anlegestelle des Club Náutico in San Bernardino wurden kürzlich 0,147 mg/l Phosphor gemessen, während nur 0,025 mg/l erlaubt sind. Der Stickstoffgehalt lag an dem Ort bei 1,5 mg/l. Das Höchstmaß in der Gewässer Klasse jedoch beträgt 0,3 mg/l.

Während San Bernardino kein grünes Wasser aufweist hat Areguá nach wie vor das Problem. Immer noch befinden sich bis 130.000 Ciano Zellen pro ml, während 20.000 laut des Seam nicht überschritten werden sollten um es zum Baden freizugeben. Im vergangenen Jahr waren es fast 2.000.000 Ciano Zellen pro ml.

„Diese Verringerung ist dank des Eingreifens der Behörden zustande gekommen. Allerdings reichten die getroffenen Massnahmen noch nicht aus um die giftigen Algen komplett auszulöschen“, sagte Peralta.

Die Expertin erklärte auch, dass sehr viele Vorschläge an das Umweltsekretariat gesendet wurden, wie man den See helfen könnte. Von der Stelle jedoch kam keine Antwort.

„Bis jetzt hat die Seam kein einziges Projekt gebilligt, welches die Wasserqualität verbessern könnte“, beschwert sich der Generalsekretär der Stadtverwaltung von Areguá, Miguel Troche.

Während die Algen im See verweilen wächst erneut die Anzahl der Insekten in San Bernardino, die die Anwohner und Besucher von den Stränden fernhalten.

(Wochenblatt / Ultima Hora)

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5 Kommentare zu “Ypacarai See ohne echte Verbesserung

  1. „Diese Verringerung ist dank des Eingreifens der Behörden zustande gekommen. Allerdings reichten die getroffenen Massnahmen noch nicht aus um die giftigen Algen komplett auszulöschen“, sagte Peralta.

    So einen Schmarren habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Die Verringerung ist dem Regen zu verdanken und sonst niemanden. Die Behörden haben es nicht einmal fertig gebracht die Betriebe zu schließen, die den See verschmutzen. Die Verschmutzung geht wie gewohnt weiter.

    Leider Gottes sind die meisten Presseleute in Paraguay gekauft und schreiben das was ihr Patron vorgibt zu schreiben. Da die Menschen so und so sich lieber eine Telenovelle anschauen als Zeitung zu lesen fällt dies auch gar nicht auf.

    Popular und Cronica gehören zur bevorzugten Lektüre der Bevölkerung. Aber bei einer solchen Schulbildung darf es einem auch nicht wundern.

    1. Schön gesagt.

      In einem so christlichen Staat hätte ich allerdings erwartet, dass man sich in der Zeitung bei Gottes Hilfe bedankt, der den See gereinigt hat, anstatt es wieder der regen Unterstützung der Politiker zuzuschreiben, was für tolle Arbeit sie bei der Klärung vollbracht haben. Dafür haben die sich natürlich eine Gehaltserhöhung verdient, denn der See wurde ja ganz heimlich ohne Öffentlichkeitsarbeit (Vermutlich über Nacht kabautert) von diesen Herren gesäubert. Meinen herzlichen Dank – noch ein paar mehr solche Nächte und wir können daraus trinken.

  2. War ja irgendwie klar das der See wieder in die Schlagzeilen kommt… aber schon frueher als Erwartet! Haette damit wieder im September gerechnet. Aber ab September heisst es dann wieder…..2.000.000 Ciano Zellen pro ml….

  3. „Spaet kommt Ihr, doch Ihr kommt…….“ Dieses Friedrich-Schiller-Zitat ist hier genau am richtigen Platz. Die wenigsten scheinen bisher bemerkt zu haben, dass dieser See unwiederbringlich verloren ist. Begruendet habe ich dies hier schon oft genug und wurde dafuer in der Luft zerrissen. Mit der Zeit werden auch die letzten Traeumer mir rechtgeben muessen. Die ersten Anzeichen sind bereits erkennbar.

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