Zum Ende des Jahres wird vieles teurer

Asunción: Im Allgemeinen schlossen die Preise im November mit einem leichten Anstieg von 0,2%, was zu einer Gesamtinflationsrate von 2,2% im Jahr 2019 führt. In den ersten Dezemberwochen wurden jedoch viele Produkte teurer, vor allen aus dem Grundnahrungsmittelkorb.

Laut dem Bericht des Sekretariats für Verbraucherschutz (Sedeco), das vom 9. bis 13. Dezember eine Überwachung von 51 Produkten des Grundnahrungsmittelkorbs durchführte, verzeichneten mehrere Konsumgüter Preiserhöhungen gegenüber der ersten Woche des letzten Monats des Jahres. Laut der Analyse liege dies daran, dass die Preissteigerungen mit der hohen Nachfrage zum Ende des Jahres zusammenhängen.

Die Durchschnittspreise aus Supermärkten in der Metropolregion spiegeln wider, dass die meisten Produkte, die höhere Kosten aufwiesen, Teil des Fleisch-, Gemüse- und Obstsektors sind. Unter den 16 Produkten, die ihre Durchschnittspreise in der zweiten Dezemberwoche erhöhten, befanden sich Hühnerprodukte, die von 11.858 Guaranies auf 12.650 Gs. anstiegen. Rinderlende verteuerte sich von 31.883 Gs. auf 32.300 Guaranies und Tomaten von 9.992 Gs. auf 11.775 Guaranies.

Experten von der Sedeco gaben an, dass der Preisanstieg bei diesen Waren zwar mit der hohen Nachfrage zusammenhängen könnte, es jedoch Hinweise auf Preisrückgänge bei Produkten wie Orangen gegeben habe, die mit der brasilianischen und argentinischen Produktion konkurrieren.

Auf der anderen Seite erklärte der Chefökonom der Zentralbank von Paraguay (BCP), Miguel Mora, dass es an einer Inflation von 1% fehle, um die offizielle Prognose der BCP für die Preiserhöhung in diesem Jahr zu erreichen, eine Situation, die unter Berücksichtigung des Monats Dezember eintreten könnte, in dem die Nachfrage ansteigt.

Wenn das Szenario jedoch nicht eintritt und der niedrige Preistrend anhält, würde Paraguay mit der niedrigsten Inflationsrate der letzten 10 Jahre schließen.

Die letzte Prognose der Zentralbank in Bezug auf das Verhalten des Verbraucherpreisindex (VPI) belief sich auf 3,2% gegenüber 3,7%, was dem rückläufigen Preistrend entspricht.

Wochenblatt / La Nación

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21 Kommentare zu “Zum Ende des Jahres wird vieles teurer

  1. Es ist in Paraguay nicht anders als in Deutschland. Diese Inflationsraten sind eine einzige Lüge, um das dumme Volk ruhig zu halten. Der Guarani fällt und fällt, sogar gegenüber dem Euro, der seit der Bankenrettung und dem vetragswidrigen, massenhaften Aufkaufen der Schuldbriefe aus den Kriesenländern durch die EZB eine der schwächsten Währungen der Welt ist und gegenüber dem Dollar und Schweizer Franken rund 1/3 seines Wertes innerhalb nur weniger Jahre verloren hat. Auch gegenüber den ASEAN-Staaten, die historisch immer Ramschwährungen gewesen sind. Wenigstens hält der Euro in etwa das Niveau gegenüber dem moldawischen Lei, dem ärmsten Land Europas. Europa im Allgemeinen und Deutschland im Speziellen verschenken die Renten und Ersparnisse der heutigen Arbeiter, an korrupte Schuldenländer, an deren Küsten sich die Jachthäfen aufreihen wie die Perlen an einer Kette, weil die ihre Fresser nicht besteuern.
    Und was ist das große Problem in Paraguay? Warum fällt der Guarani so stark, dass man für ihn nicht einmal mehr ein einzelnes Blatt Toilettenpapier bekommt?
    Ein großer Grund z.B. sind die Mindestlöhne. Ich habe schonmal gesagt: übersteigen schon alleine die Lohnkosten das BIP, müssen die Preise eben drastisch angehoben werden. Durch diese linke Idiotenpolitik einer Regierung aus ökonomischen Vollversagern, haben wir eine derart galoppierende Inflation in Py. Die allgegenwärtige Korruption kommt noch dazu.
    Und das sind auch die Gründe, warum die industrielle Revolution an Py vorüber gegangen ist und alle Staaten Südamerikas, außer Bolivien, was die gleichen Probleme aufweist, in einem gewaltigen Tempo davon laufen. Sogar Argemtinien, was einen Schuldenschnitt machen musste und dafür besonders von den USA feste sanktioniert wurden, ist Paraguay meilenweit davon gerannt.

    1. Es fällt dem Ottonormalverbraucher natürlich schwer die wahre Inflation nachzuvollziehen, aber wagen wir doch mal den Versuch:
      Deutschland hatte angeblich eine Inflationsrate von 1,74 %.
      Der BIP ist um 7,83 % gewachsen.
      Nach Kaufkraftparität 1,52%
      Was einer Differenz und somit einer wahrscheinlich ehrlicheren Inflationsrate von 6,31% entspräche. Also einer fast viermal so hohen Inflation, als von der Politik und den Massenmedien propagierten.
      Dass Renter Flaschen aus den Mülleimern gezogen haben um zu überleben, hat man früher in Deutschland nicht gesehen. Aber wie sagte Merkel unermüdlich und immer und immer wieder: Deutschland ging es noch nie so gut wie heute.
      Und Paraguay? Uäääh, dat tue ich mir jetzt nicht auch noch an, sonst fange ich noch an zu heulen! Ich kann ja sowieso nicht wählen und wenn ich es könnte, wüßte ich keinen von diesem ganzen korrupten Pack, der meiner Stimme wert wäre.

  2. Die Berechnung ist immer vom Warenkorb abhängig. Packe ich da anteilig nun in Alemanien ein E-Auto mit rein, das ja viel billiger ist durch Subventionen, dann drückt das schon mal die Kosten ingesamt. Sind doch alles und überall nur üble Taschenspielertricks, die man schon im VWL-Studium lernt. Es geht immer nur darum, die Reichen reicher und die Armen ärmer zu machen, sich selbst die Taschen zu füllen. Sei es durch Korruption, Vetternwirtschaft oder Lobbyisten.

    1. Bruttoinlandsprodukt: in den USA rechnet man seit einigen Jahren den Drogenhandel und die Preostitution mit ein. Auch andere schiefe Dinge, wie etwa „modernere“ Computerprogramme. Warenkorb: früher rechnete man in den USA Steaks mit ein. D.h. eine durchschnittliche Familie konnte einmal in de Woche ein Steak pro Person verzehren. Als die Steaks zu teuer wurden, nahm man die Steaks aus dem Warenkorb heraus und das Hackfleisch mit rein. Und shon stimmte die Rechnung wieder.

  3. Der Mindestlohn hat darauf gar keinen Einfluss, weil er nur von wenigen kassiert wird. Ausserdem versuche man mal Personal zu finden, die fuer den Mindestlohn arbeiten wollen, das ist ja fast schon unmoeglich. Selbst jeder Fussballspieler hier im Dorfverein, will ja am Sonntag fuer 90 Minuten 200.000 G kassieren Das ist so als wenn man behauptet, der BIP in D. wuesste ja viel hoeher sein, weil ja die Familie Quandt von BMW alleine schon 1 Milliarde im Jahr an Dividende bekam.
    Das Datenmaterial fuer den hiesigen BIP stammt ja auch nur aus Material der Zentralbank, da ist ja der ganze Schwarzmarkt, den ich mal auf 30% einstufe gar nicht drinnen.
    Beispiel 1: Tierarzt in meiner Nachbarschaft, welcher jedes Jahr 1200 Kaelber aufzieht und verkauft. Gewinn pro Tier 1,8 Millionen. Personal: ganz wenige fuer 1 Million pro Monat, Stromgeld wird auch noch abgeknoepft. Steuern: Keine
    Beispiel 2: Importgeschaeft in ASU. Aufschlaege: Bis 300(!)%. Personal mit Mindestlohn: Einige, spielt aber an Steueraufkommen, Fuhrpark und Zoll nicht die Rolle.

  4. Traue nie einer Statistik, welche du nicht selbst gefälscht hast?
    Der gesunde Menschenverstand sagt mir: wenn ich als 20Jähriger ungeähr ein Drittel meines Lohnes brauchte für Lebenshaltung und den Rest verbtaten konnte, und ich 2005 nicht mal mehr mit dem Lohn rumkam um die lauffenden Kosten zu tragen, dann hat doch in der Zwischenzeit „Irgendwer“ mein Geld vedummbeutelt?

  5. Es ist doch vor jedem großen Fest das Selbe.
    Vor Weihnacht und vor der Semana Santa steigen die Preise in den Himmel.
    Weil die Menschen für diese Feste einkaufen.
    Und dann wird jedes Mal dieser Unsinn von irgendwelchen Inflationsraten oder ähnlichem geschrieben.
    Die Preissteigerungen kommen schlicht und einfach von der unersättlichen Gier der Supermarkteigentümer und anderen Verkäufer.

    1. Kapitalismus. Solche absurden Preissteigerungen könnte man nur per Verbot und strengen Stafen regeln weil das mit Angebot und Nachfrage nichts zu tun hat. Und jetzt bin ich gespannt wer aller Kommunist schreit.

  6. Ich koennte ihnen Lende fuer 32000 Gs verkaufen (intern an meine Mitarbeiter 19000 Gs/Kg Assorted Variety Meat). Keine Antibiotika, keine Medikamente ausser gegen Zecken und Holstein Rasse. Weideschlachtung nach fachgerechter Art mit sofortiger Ausblutung (Koscher). Es ist das beste und weichste Jungrindfleisch das es gibt.
    Schon waehrend mehr als 5 Jahren kaufen meine Mitarbeiter fuer rund 200 Tausend Gs ihre monatlichen Lebensmittel ein inklusive ein paar Flaschen gaseosa. Die Kalkulation der Zentralbank ist also in etwa realistisch. Man hat ja schon die CD’s rausgenommen und durch Flashdrive, etc ersetzt. Die Deckung der Grundbeduerfnisse ist in etwa schon waehrend Jahre in etwa gleich teuer.Schon
    Wenn du sonst ans bescheidene Landleben gewohnt bist mit teilweise Selbstversorgung wie Huehnerhaltung, so sind die Ausgaben waehrend etwa 10 Jahren gleichgeblieben.
    Teil der Rechnung ist ja nicht der Luxus wie das weiche Mammarium der Huren von Nick und JvS, die Saufgelage, staendige Restaurantbesuche weil man zu stolz ist selber zu kochen, Globetrottertum auf ewiger Suche nach „Frischfleisch“ oder andere lasterhafte Orgien. Kleine Dinge machen den Unterschied wie z.B. Windeln selber auswaschen und naehen anstatt die Bankrottrezepte aus dem Supermarkt zu beziehen – wofuer sich die moderne paraguayerin heute ja viel zu schade ist (auf dem Weg zum Emanzentum).

  7. Habe viele Rechnungen weggeworfen in den letzten Jahren, aber als ich anfing, kostete vor 20 Jahren ein Sack Selecta 32 Kg 35.000 G. Der kostet heute 250.000 G. Bei vielen Produkten ist es genauso und noch schlimmer, von Grundstuecken und Dienstleistungen gar nicht zu reden.

  8. Das ist doch normal, das zu Feiertagen die Preise steigen, aber nicht mehr sinken nach den Feiertagen. Nächstes Jahr steht wieder eine Mindestlohn Erhöhung an, um die Kaufkraft zu behalten. Die Supermärkte reagieren natürlich da rauf, weil erhöhte Personalkosten, IPS usw. mit Preiserhöhung. Denn welcher Unternehmer, möchte nur Miese machen und kein Gewinn einfahren. Schuld sind nur diese unfähigen Politiker und die nichts nutzenden Gewerkschaften. Alle schreien nach mehr Geld, aber die Produktivität wird nicht erhöht oder gesteigert. Somit wird auch das Inland Produkt nicht gesteigert und die Qualität fällt weiter. Wenn nicht die ständige “ Lohnerhöhung“ sein würde, könnte sich kaum noch jemand einen Einkauf im Super leisten und dann würden die automatisch die Preise wieder runter fahren, weil diese sonst mehr wegschmeißen als zu verkaufen.

  9. wenn die deutschen nicht jammern und stöhnen können, stimmt was nicht. in deutschland bleiben 45,7 cent pro verdienten euro übrig. 2019 musste man bis zum 19 juli für den staat arbeiten. toll! und wer geld auf der bank hat, wird bestraft. alles jammerlappen!

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