Asunción: Zwei Personen, Vater und Sohn, wurden am gestrigen Samstag wegen eines Raubüberfalls auf das Autohaus des Schwiegersohns des Vorsitzenden der Colorado-Partei, Horacio Cartes, in Asunción festgenommen. Die entwendete Summe beläuft sich auf rund 400 Millionen Guaraníes.
Polizeikommissar Javier Maldonado, Leiter der Kriminalpolizei, erwähnte am Samstag in einer Pressekonferenz, dass einer der Festgenommenen – der Sohn namens Oliver Colmán – unter Hausarrest stand. Er forderte die Justiz dazu auf, bei einer erneuten Gewährung von Ersatzmaßnahmen unbedingt elektronische Fußfesseln einzusetzen. Der Vater des Verdächtigen hingegen hat keine Vorstrafen.
„Wir sprechen hier von einer für die Gesellschaft hochgefährlichen Bande. Wir haben Fahrzeuge beschlagnahmt; der spezifische Lieferwagen diente als Logistikfahrzeug. Alles, was diese Leute getan haben, ist von uns dokumentiert“, betonte der Kommissar.
Gleichzeitig hob er die Polizeiarbeit angesichts der Komplexität des Falles und der Ergebnisse hervor. Die Behörden fahnden nach vier weiteren Personen. Wenn es um Opfer dieses Ranges geht, braucht es keine Bittbriefe an den Kommandanten, denn wenn er nicht liefert, kann er seinen Hut nehmen.
In den Aufnahmen der Überwachungskameras der Firma Motor Haus, die Patrick Bendlin gehört (dem Schwiegersohn von Horacio Cartes), sieht man mehrere Personen im Inneren des Gebäudes, die Kapuzen und sogar Latexhandschuhe tragen, um keine Spuren zu hinterlassen. Die Unbekannten fanden den Schlüssel zum Tresor und erbeuteten rund 400 Millionen Guaraníes.
Der Wachmann ist derzeit noch nicht Teil der direkten Ermittlungslinie, jedoch wird laut Aussage des Kommissars auch gegen einen mutmaßlichen Komplizen innerhalb des Unternehmens ermittelt. Der Wachmann ruhte sich seltsamerweise zum Zeitpunkt des millionenschweren Raubes in seinem Wachhäuschen aus.
Wochenblatt / Última Hora















