Zwei Räuber erschossen, Opfer auf freiem Fuß

Staatsanwältin Claudia Mori hat einen vorläufig verhafteten Mann wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem die Ermittlungen ergaben, dass dieser in Notwehr zwei Männer während eines versuchten Raubüberfalls erschossen hatte.

Der Überfall ereignete sich am vergangenen Freitagnachmittag, die beiden Angreifer versuchten Alcides Acosta Pedro Toledo, ein Geschäftsmann und Inhaber der Kosmetikkette “Vita Cosmetics“ zu überfallen und zu ermorden. „Nach der Analyse ist klar, dass verschiedene Straftaten untersucht wurden, einmal eine Straftat wegen schweren Raubes durch zwei oder mehr Personen mit Tötungsabsicht, der aber vereitelt wurde, weil der Angriff durch das Opfer abgewehrt wurde“, sagte Mori.

Am Freitag wurde Toledo von zwei Personen in einem Fahrzeug vor seinem Geschäft in Asunción abgefangen als er einen hohen Geldbetrag, 60 Millionen Guaranies, zur Bank bringen wollte. Nach Angaben der Staatsanwältin hätte einer der Räuber Toledo zur Herausgabe des Geldes gezwungen, danach habe er es in das Fluchtfahrzeug geworfen. Nach der Tat hätte der Verbrecher auf Toledo gezielt, dieser habe daraufhin seine Pistole gezogen und den Angreifer erschossen. Er hätte weitere Schüsse auf das flüchtende Fahrzeug der Räuber abgefeuerte und tötete auch den zweiten Angreifer der ihn ebenfalls mit einer Waffe bedrohte.

Laut der Aussage von Toledo wollten die Angreifer ihn töten, obwohl er das Geld übergeben hätte. Mehrere Zeugen vor Ort bestätigten die Version, ein dritter Mann auf einem Motorrad sei auch noch beteiligt gewesen, er hätte eine Schrotflinte bei sich gehabt, dieser mutmaßliche Komplize konnte aber flüchten.

Die Staatsanwaltschaft kam nach der Autopsie der Toten und Flugbahn der Geschosse zu dem Schluss, dass die Aussagen von Toledo mit den Studien übereinstimmten. Zum Abschluss sagte Mori, “es gibt Anhaltspunkte, dass Toledo in Selbstverteidigung gehandelt hat. Diese Elemente müssen noch genauer untersucht werden, ob es wirklich Notwehr war oder nicht. Vorerst gehe ich davon aus, weil der kriminelle Ansatz fehlt, es ist aber ein rechtswidriges Verhalten. Darüber hinaus gilt immer noch die Unschuldsvermutung, deshalb bleibt Toledo auf freiem Fuß“.

Quellen: Hoy.com.py