-0,59 Meter: Neuer Rekord beim niedrigen Pegel des Paraguay-Flusses

Asunción: Der Pegelabfall des Paraguay-Flusses überrascht weiter die Experten. Gestern wies das Gewässer ein Niveau von -0,59 Meter im Bereich des Hafens von Asunción auf, was laut dem Bericht der Direktion für Meteorologie und Hydrologie (DMH) einen neuen Rekord darstellt. Der Fluss und alle seine Aktivitäten, wie die Schiffbarkeit, befinden sich also in einer hochkritischen Phase.

Nach Angaben von Max Pastén aus der Direktion für Meteorologie und Hydrologie werden jeden Tag historische niedrige Werte registriert und man schätze, dass selbst der Pegel des Paraguay-Flusses noch weitere 30 Zentimeter sinken würde.

„Es gibt Aufzeichnungen über den Flusspegel seit 1904 und dies ist der niedrigste Wert seit 118 Jahren. Er trat in 118 Jahren noch nie auf. Von nun an werden die Werte kritisch, die Schiffbarkeit ist stark beeinträchtigt. Wenn das Wasser sinkt, desto teurer wird der Transport, da die Beladung der Schiffe immer mehr abnimmt“, äußerte Pastén sich zu dem Thema.

Durchschnittlich geht der Wasserspiegel zwei bis drei Zentimeter zurück und der Trend soll weiter anhalten, so ein Bericht des Senders Telefuturo.

Die hydrometrische Erfassung markiert den Rückgang von vier Punkten oder Zentimetern gegenüber dem Niveau am Freitag, als dieser im Bereich des Hafens von Asunción -0,55 Meter erreichte, wo man in der Vergangenheit noch nie so ein niedriger Pegel des Paraguay-Flusses registriert wurde.

In der Gegend von Mariano Roque Alonso gibt es Boote, die die Küste nicht mehr erreichen können, während die Fischer versuchen, ihre Beute aus dem Gewässer zu ziehen, aber sie fangen nicht mehr die am häufigsten nachgefragten Arten und behaupten, dass aufgrund des Wasserproblems kaum mehr etwas in ihr Netzen zu finden sei.

Für das Ansteigen des Flusspegels sowie seiner Nebenflüsse sind laut der Behörde DMH im ganzen Land starke Regenfälle von mindestens 200 Millimetern, jedoch nicht nur einmal, sondern auch kontinuierliche Niederschläge von etwa 30 Millimetern pro Tag nötig.

Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv

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5 Kommentare zu “-0,59 Meter: Neuer Rekord beim niedrigen Pegel des Paraguay-Flusses

  1. Warum beschwert man sich? In Ostparaguay erwartet man wieder Rekordernten laut Medien. Irgendwas stimmt da ganz gewaltig nicht denn es gaebe keine Rekordernten wenns trocken waere. Das zeigt eigentlich dass die Fluesse Paraguay und Parana nur von brasilianischem Wasser gespeist werden. Denn in Ostparaguay regnet es normal bis sehr gut wie man ueber Radio hoert – zumindest erwartet man generelle Rekordernten in Ostparaguay.
    Sie wollen also den Fluss durch Regenfaelle in Paraguay fuellen? Ja da muesste es wohl jeden Tag 30 mm regnen oder jede Woche 200 mm – das macht dann zwischen 10000 mm und 11000 mm Regen was man sich wuenscht. Das ist 8 mal so viel wie es in Asuncion regnet.
    Die durchschnittliche Regenmenge pro Jahr in Asuncion betraegt 1629 mm. Das reichte eigentlich schon fuer einen gelinden Urwald glaube ich. Im Amazonas fallen zwischen 2000 mm und 3000 mm Regen pro Jahr.
    Man rechnet also dass der Paraguayfluss nur von den Regenfaellen in Paraguay gespeist wird? Bis jetzt wurde der Paraguayfluss vom brasilianischen Pantanal gespeist, hauptsaechlich. Rechnet man damit dass der Pantanal austrocknet?
    Im Chaco regnete es historisch rund 800 mm pro Jahr.
    Um den Wasserspiegel des Paraguayflusses normal zu halten bei alleinigen Regenfaellen muss es also 4 mal so viel regnen wie im Amazonas, der regenreichsten Zone der Welt. Wie Asuncion dann aussehen wird will ich mir nicht vorstellen.
    https://en-gb.topographic-map.com/maps/zl7c/South-America/

  2. Der niedrige flusspegel ist die Chance das Flussbett ganz einfach und billig mit einfachsten, vorhandenen Mitteln zu reinigen, wasserbauwerke problemlos instand zu setzen und neu zu bauen. Also eine Riesen Chance mit geringsten finanziellen Mitteln etwas zu schaffen.

  3. Es stellen sich doch mehrere Fragen die es zu beantworten gilt und von der Presse aufgegriffen werden müssen:
    Ist die durchschnittliche Regenmenge im Einzugsgebiet des Rio Paraguay, mit seinen Zuläufen gesunken?
    Wie viel Wasser wird dem Rio Paraguay und seinen Zuläufen entnommen, um Brasilien, Bolovien und den Chaco künstlich zu bewässern?
    Wie viel Wasser wird durch die stetig steigende Bevölkerung entnommen?
    Ist/war die gesamte Entnahmemenge konstant und wahrscheinlich steigend?
    Welchen Einfluss hat die zunehmende Urbanisierung und die damit einhergehender Bodenversiegelung?
    Es scheint sich niemand für die Ursachen zu interessieren. Man jammert nur über das Resultat.

  4. https://en-gb.topographic-map.com/maps/zl7c/South-America/
    Beschaut man sich die topographische Karte so sieht man da wo die brasilianische Stadt Corumba ist ist das Einfallstor des Wassers in den Paraguayfluss das vom Pantanal kommt. Die Bergzungen brechen da etwa 300 Km ab und lassen so das Wasser durch. Diese Bergzungen sind mal waehrend der Sintflut von den Wassermassen weggespuelt worden die so quasi den Paraguayfluss ermoeglichten. Machen die Brasilianer da einen 300 Km Damm vor so wird der Pantanal zu einem riesigen Binnensee und der Paraguayfluss bekommt kein Wasser jemals mehr von Brasilien. Damit waere der Paraguayfluss buchstaeblich am Ende und er waere so etwas wie der Pilcomayo. Kommt zufaellig Wasser an so ist er ein Fluss ansonsten ist er ein Trockenbett. Wie auch der Rio Verde z.B. und andere Fluesse im Chaco die meist trocken sind und nur Wasser fuehren bei Ueberschwemmungen.
    Der Paranafluss bekommt sein Wasser aus einem schmalen Tal das bei Uberlandia Brasilien beginnt. Die Regenfaelle von Uberlandia bis Pedro Juan Caballero laufen in dieses Tal und fliessen dann zum Parana, was wir heute als Paranafluss kennen. Der Parana existiert nur wegen dieser topographischen Situation. Wiederum geschaffen waehrend der Sintflut.
    Man kann es auf La Paloma Kanarieninseln jetzt sehen wie Bergeshoehen und Flusstaeler entstehen. Die Lavamassen sind die neuen Bergeshoehen und wo sie nicht gelaufen sind das ist tiefer und das kennt man als Tal. In diesen Taelern laufen die Fluesse immerzu hin zur niedrigsten Stelle. Umschliesst die Lava einen tieferen Teil ganz so wird der zum Binnensee denn die Wasser die dahineinlaufen koennen nicht weg und das kennt man als See.
    Schauen sie sich mal den Viktoriasee zwischen Uganda, Ruanda und Kenya an. Da ist der Krater eines Vulkans zum See geworden da hoehere Lavamassen (heute Huegel und Berge) diesen Krater komplett abschlossen.
    Schauen sie sich mal den bananenfoermigen Genfer See an. Der existiert nur weil Eis- oder Wassermassen diese tieferen Auskerbungen da gemacht haben. Beschauen sie sich mal die schweizer Seen an: es sind meist alles “Ueberlaufseen”. D.h. es sind tiefere Stellen die eine gewisse Laenge und Breite haben um dann abzuflachen aber nicht so sehr um zum Berg zu werden so dass exzessives Wasser ueberlaufen kann in andere niedere Einkerbungen im Gestein (Vulkanlava von der Sintflut). Der Viktoriasee ist an fuer sich der ehemalige Vulkankrater. Ich wills nicht wissen wie’s war als der mal in die Luft flog. Der ehemalige Krater des Viktoriasees (heute Viktoriasee) ist etwa 200 Km breit und 400 Km lang. Der ging also mal in die Luft – solche Wumme hat glaube ich noch niemand jemals gehoert. Das waere so wie wenn die Erde zwischen dem Zentralen Chaco und Asuncion (480 Km) auf einmal aufsprengte und Lava spie. Das Ding muss wenigstens 10 Jahre in eins Lava gespieen haben damals. Der ganze Berg da zwischen den Laendern Kongo, Malawi, Sued Sudan, Kenya, bis fast ans Meer wurde von dem einen Vulkanausbruch damals geschaffen. All die Huegel sind das Lava des damaligen Vulkans. Dieses Lava des Viktoriasee Vulkans ist etwa 1200 Km breit und 2500 Km lang. Das sind die Lavamassen die der Viktoriavulkan damals auswarf. Schieben sie die Karte im Link zum Viktoriasee und beobachten selbst – selbst die Bibel koennte fast nicht wahrer sein als das.
    Das Wasserzuflussbett des Parana scheint nicht so offensichtlich ein Vulkankrater gewesen zu sein aber wenn es das war dann warf er all das Lava nach Nordosten und haeufte da die Huegel Brasiliens auf. Das Wasserzufuhrbett des Parana scheint mir eine gewaltige Ausschuerfung aus Eis oder schwappende Wassermassen zu sein und dadurch entstanden sein. Die Wasserzufuhrgebiete des Parana und Paraguay duerften durch Wasserausspuelung entstanden sein – zumindest das deckte sich mit der Bibel und der Wissenschaft sowie den topographischen Beobachtungen des Erbbischofs von Cambrai.
    Regnet es nicht mehr in Brasilien, also im Pantanal und von Uberlandia bis Saltos del Guayra, dann haengen beide Fluesse, Paraguay und Parana alleinig von den Regenfaellen ab die in Paraguay fallen.
    Das heisst der kritische Punkt ist die Bergkette in Ostparaguay. Aller Regen der oestlich der Bergkette in Ostparaguay faellt speist den Paranafluss und aller Regen der westlich der Bergkette von Ostparaguay fliesst, speist den Paraguayfluss mit Wasser. Das wars dann aber auch schon sollte Brasilien ganz als Wasserzufuhr ausfallen.
    Faellt Brasilien aus als Wasserspeisung beider Fluesse so koennten die Fluesse zwar nie ganz austrocknen aber immerhin zu kleinen Rinnsalen werden wo man kaum drauf schippern kann. Die Fluesse des Chaco sind ein warnendes Beispiel.
    Sollte also der Regen in Brasilien durch den Amazonas Urwald generiert werden, und der wird immer mehr umgehackt, dann kann man schon jetzt anfangen zu beten und laeuft am besten schon mal als Flagellant durch die Staedte. Man kann nur hoffen dass die Regenfaelledynamik in Suedamerika nicht vom Amazonas Urwald bestimmt wird.
    In Ostparaguay erwartet man eine Rekordernte wie man hoert. Also regnen tut es da wie verrueckt aber anscheinend fuellen sich durch die lokalen Regenfaelle nicht die Fluesse. Das bedeutet eigentlich dass der Rio Paraguay und Rio Parana nur vom brasilianischen Wasser abhaengen. Und da faengt die Zitterpartie an…

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