1.200 Polizisten räumen besetztes Land

Die landlosen Bauern, besser bekannt als Campesinos, sind nicht zu unterschätzen. Oft kam es bei Räumungen von besetzten Ländereien zu Zusammenstößen mit der Polizei. Äußerste Vorsicht ist dabei angesagt sowie Fingerspitzengefühl. Ein zweites Curuguaty wäre fatal.

Auf einer Fläche von etwa 1.300 Hektar, in der Kolonie Guahory, nahe der Stadt Tembiaporã, im Departement Caaguazú, hatten 200 Familien das Grundstück besetzt. Nun sollte es geräumt werden.

Schon am Mittwoch wurden Polizisten aus verschiedenen Departements in Paraguay zusammengezogen. Sie formierten sich etwa 10 Kilometer vor der Liegenschaft. Aber erst einen Tag später drangen die Beamten mit Unterstützung eines Hubschraubers in das Gelände ein. Sie trafen auf keinen Widerstand.

Im Vorfeld kam es zu Gesprächen zwischen der Staatsanwaltschaft, dem Polizeidirektor von Caaguazú sowie Vertretern der landlosen Bauern. Sie stellten den Räumungsbefehl immer noch in Frage, der schon zum dritten Mal vollzogen werden sollte.

Nach dem Eindringen in das Gelände fanden die Polizisten auf einer Länge von sechs Kilometer 63 behelfsmäßig errichtete Hütten, die aber nicht mehr bewohnt waren. Nach einer eingehenden Durchsuchung wurden alle abgerissen. Der Bürgermeister von Tembiaporã, Sotero Cáceres, beklagte die angebliche Verfolgung der Campesinos durch brasilianische Siedler.

„Es sind schon viele Investitionen in den besetzten Gebieten erfolgt. Die Situation ist bedauerlich“, sagte Cáceres. Bezüglich der Eigentumsverhältnisse betonte er, dass einige Ländereien den brasilianischen Siedlern zwar gehören würden, es aber trotzdem Unregelmäßigkeiten gäbe, die aufmerksam zu beobachten seien. Càceres gab aber zu, er könne diese Aussagen nicht genau klären.

Gustavo Bernal, Rechtsberater der Stadt, sagte, das Projekt für eine Enteignung der Fläche zugunsten von Indert hätte bereits eine Zustimmung im Senat gefunden.

Quelle: ABC Color

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