100 Tage hinter Gitter

Asunción: Über einen Zeitraum von 12 Monaten gelang es dem Abgeordneten Miguel Cuevas, angeklagt wegen unrechtmäßiger Bereicherung, sich vor einer Inhaftierung zu drücken. Als es soweit war, garantierte er umgehend wieder frei zu kommen. Das war am 20. Februar.

Eine Verwechslung, falsche Zahlen als Grundlage der Berechnung und kleiner Estancias als in den Dokumenten angegeben, waren die hauptsächlichsten Argumente, die bei Audienz vor und nach der Inhaftierung angegeben wurden. Davon beeindrucken ließ sich Richter Yoan Paul López nicht. Wegen einer zu erwartenden Verurteilung von 10 Jahren Haft besteht weiterhin Fluchtgefahr und ein Berufungsgericht hat nicht die Aufgabe Berechnungen der Staatsanwaltschaft infrage zu stellen, hieß es von Seiten der Justiz.

Tatsächlich zeigt der Fall Miguel Cuevas, wie die politische Spaltung von Honor Colorado und Añetete ein Bauernopfer fand, was nicht mehr und nicht weniger korrupt ist als seine Kollegen, jedoch wenig Chancen hat freigelassen zu werden. Einziger Lichtblick in seinen 100 Tagen Haft war ein Fußballspiel in der Agrupación Especializada, wo er gegen Ronaldinho antrat und verlor.

Auch wenn, wie üblich, gegen jede abweisende Entscheidung des Richters Einspruch eingelegt wird, scheint bei seinem Treiben nur einer zu gewinnen, sein Anwalt Guillermo Duarte Cacavelos.

Cuevas bat mehrmals schon als Kaution eine Estancia in Sapucái an, die einen Wert von 3,5 Milliarden Guaranies, also rund 500.000 Euro, hat. Da diese jedoch Teil der aktuellen Ermittlungen wegen unrechtmäßiger Bereicherung ist, kann diese nicht berücksichtigt werden.

Die Staatsanwältin Natalia Fúster erklärte, dass die Berechnungen, die die Verteidigung als rechtens einbringen möchte, erst in einer anderen Etappe des Prozesses gegen Cuevas ausgewertet und vergleicht werden können. Die Staatsanwaltschaft sammelt nur Fakten damit ein Gericht entscheiden kann, ob ein Prozess eingeleitet wird oder nicht. Mit anderen Worten gebeutet dies, dass Cuevas wenigsten die Mindeststrafe für seine Straftat in Untersuchungshaft bleiben muss.

Wochenblatt

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.