23 Jahre unter Polizeischutz

Itakyry: Um den Bedarf an Marihuana im Nachbarland zu decken wurde seit über 23 Jahren in Itakyry und Naranjito das verbotene Kraut angebaut. Unter den Augen der bestochenen Polizisten organisierten sich die Bauern in einer Art Kooperative.

Durch die zweistaatliche Operation Alianza IV wurde den Bauern und den dahinterstehenden Finanziers ein Schaden von 34 Millionen US-Dollar zugefügt, da insgesamt 136.000 kg beschlagnahmt und zerstört wurden. Die paraguayischen und brasilianischen Behörden erhielten zudem Unterstützung von der DEA, der amerikanischen Behörde im Kampf gegen Drogen.

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Während fünf Tagen, die der Einsatz dauerte waren 60 Agenten, ein Helikopter, ein Bus, mehrere Geländewagen und ein Tanklaster der Senad im Einsatz, um die alle Anpflanzorte ausfindig zu machen. Itakyry liegt 150 km nördlich von Ciudad del Este in der Provinz Alto Paraná.

Der Generaldirektor des Anti-Drogen Sekretariats (Senad), Luis Rojas, kommentierte, dass die brasilianischen Finanziers den Bewohnern 300.000 Guaranies zahlten damit sie etwas Marihuana anbauen. Wenn die Ernte anstand wurden 50 bis 60 Personen als Helfer angestellt, die zusammen in Camps aussortierten und verpackten. Der Meister an der Holzpresse, der sein Handwerk verstehen muss, verdiente dabei 150.000 Guaranies während die Helfer zwischen 20.000 und 50.000 Guaranies pro Tag erhielten.

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Diese Camps waren schon fast luxuriös ausgestattet. Sie besaßen fernab der Zivilisation und Straßen einen eigenen Generator, Fernsehen, Musikanlage, Kühlschränke usw. Normalerweise wurde in der Dämmerung und Nacht gearbeitet um den möglichen Blicken von Unbekannten zu entgehen. Jedoch scheint klar, dass in mehr als 20 Jahren Anpflanzzeit auch die Polizei davon wissen musste.

(Wochenblatt / Senad)

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1 Kommentar zu “23 Jahre unter Polizeischutz

  1. Was da die DEA abzieht, ist doch kriminell!
    Jahrelang geht Geld an der DEA vorbei, die weltweit die Kontrolle über die Drogen anstreben (Kontrolle, nicht die Verhinderung!). Um sich nicht selbst die Hände schmutzig zu machen, schickt man Truppen aus Brasilien nach Paraguay. Und hier gibt es tatsächlich Stellen, die das Ganze noch unterstützen, anstatt die DEA-Beauftragten Heim zu schicken.

    Die Vorgehensweise ist aber typisch EE.UU.
    Die Operation Condor war auch von USA organisiert:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Condor

    Gruss, Miha

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