25 Jahre Rosaleda

Mariscal Estigarribia: Die Kolonie Rosaleda im Chaco feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Vorwiegend Schweizer und Deutsche leben hier, rund 550 km von Asunción entfernt.

Wer nach Rosaleda zieht braucht schon etwas mehr Pioniergeist, als wenn er beispielsweise in Filadelfia oder Loma Plata wohnt. Aber auf Komfort muss man hier nicht mehr verzichten, denn Mariscal Estigarribia liegt nur 25 km entfernt und die Kolonie bietet mittlerweile alle Annehmlichkeiten der Neuzeit.

1992 wurde die Idee Rosaleda geboren. Die Firma IMAC unterteilte eine Fläche von etwa 36 Quadratkilometer Buschland parzellenweise vom Grundstückseigentümer “Carlos Casado S. A.” und bot sie in der Schweiz und Deutschland an.

Die ersten Auswanderer sollen laut Aufzeichnungen am 19. Juni 1994 nach Rosaleda gekommen sein. Eine Familie aus der Schweiz rodete Land und baute das erste Haus. Nach und nach kamen immer mehr Auswanderer aus Europa und ließen sich in der Kolonie nieder.

Heute gibt es Straßen, eine Schule, Restaurants, Unterkünfte für Touristen, Werkstätten, Supermärkte und weitere infrastrukturelle Einrichtungen, die das Leben in Rosaleda mittlerweile recht angenehm machen.

Am kommenden Wochenende finden die Festivitäten in der Kolonie statt.

Los geht es am 7. September ab 12:00 Uhr mit einem Markt. Am Nachmittag ist das Museum geöffnet und nach dem offiziellen Festbeginn am Abend um 19:00 Uhr gibt es Live-Musik. Sonntag, der 8. September, beginnt mit einem Gottesdienst um 09:00 Uhr, danach Brunch und gemütliches Beisammensein. Zudem ist auch wieder das Museum von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet, danach Open End.

Wer weitere Auskünfte oder Unterkünfte benötigt kann unter der Telefonnummer 0984 595 624 nähere Informationen erhalten.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “25 Jahre Rosaleda

  1. Der Schilderung des obigen Berichtes nach, muß sich in Rosaleda offensichtlich ein Quantensprung vollzogen haben. Das finde ich sehr erfreulich! Ich war vor 16 Jahren das letzte mal in Rosaleda und empfand die dortige Stimmung mehr als bedrückend und abweisend. Allerdings hatten sich kurz zuvor zwei mysteriöse Todesfälle ergeben, was wohl mit dazu beigetragen hatte. Im damaligen einzigen Gasthaus wurde man mit misstrauischen Augen begutachtet. Schön also, wenn sich diese kleine Kolonie zwischenzeitlich so gut entwickelt hat. In der Aufzählung von Einrichtungen in Rosaleda fehlt mir allerdings eine kleine Kirchengemeinde/Kirche, denn ohne Gottes Segen wird auf Dauer nichts Gutes gelingen und gedeihen. Echter Pioniergeist und Mut gehörte tatsächlich dazu, sich so mitten in der Wildnis niederzulassen. Mit diesem Bericht im WB wurde in mir die Neugier geweckt, mir diese Kolonie nach all den vielen Jahren doch wieder einmal anzusehen. Jedenfalls wünsche ich den dortigen Siedlern alles Gute und weiterhin Durchhaltevermögen, Erfolg und eine gute Zukunft.

  2. Nun ja in den 1990gern hoerte man etwa jedes Jahr von einem Mord in Rosaleda. Damals waren Morde noch relativ unbekannt im Chaco.
    Na schoen dass sich das geandert hat.
    Mit der “Kir(s)che” habens die DOeCh’ler von Rosaleda nicht so, wie man hoert. Wenn nicht gerade was vom nominalen Christentum der Chacokolonien dort abgefaerbt hat, so duerfte Rosaleda in etwa so eine Neuauflage des Schwarzwalddoerfle sein – Olbrich, den Kaerntner & Co. – oder zumindest gewesen sein.
    Das bedeutet dass ob Deutscher oder Lateiner die Leute irgendwie alle gleich sind – einmal raus aus dem vom Gesetz behueteten Europa, werdense sofort zu Halbkriminellen im Stile des Wilden Westen.
    Und ja, Jeff Bezos hatte leider kein Tastatur mit Umlauten auf Lager – daher begnuegen wir uns mit der amerikanischen Tastatur welche erstens halb so teuer ist wie die Sachen aus Germany und zweitens in der Qualitaet in nichts nachstehen (Deutsche Ware ist meist ueberteuert und von relativ schlechtem Preis-Qualitaets Verhaeltnis; weil eben viel zu ueberteuert fuer die gleiche Qualitaet wie die Sachen aus Amerika).
    Let’s make ‘Merica great again!

  3. @Rolf, demnach gibt es genügend Bier und Streichhölzer im mehr besseren Schwarzendörfchen. Bei Regen halt mit Gummiboot rein und raus zur Arbeit. Oder wie der Rest des Landes daheim bleiben und edukatives PY-Folter-TV schauen. Der Handbetriebene TV-Apparat sollte trotzdem funktionieren, wenn die Gurkensähmaschine kein Strom vom Staatssaftladen ANDE geliefert bekommt. Das sollten Alteingesessene doch längst begriffen haben.

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