27 Milliarden Guaranies für eine “Modellkolonie“ in den Sand gesetzt

Concepción: 2.108 Hektar, die den Staat 27 Milliarden Guaranies kosteten, liegen brach. Eine sogenannte “Modellkolonie” blieb nicht mehr als ein Versprechen.

Während der Regierung des liberalen Federico Franco zahlte das Nationale Institut für ländliche Entwicklung und Land (Indert) unter der Leitung von Luis Ortigoza im Jahr 2012 für mehr als 2.000 Hektar Land im Bezirk Puentesiño, Concepción die eingangs erwähnte Summe. Mit großer Begeisterung wurde in einem Akt verkündet, dass eine Modellkolonie namens “San Rafael” auf dem Gelände installiert werden soll.

Das Grundstück wurde von den Brüdern María Emilia, María Ana, María Mercedes und José Félix González Fernández erworben. Es ist 170 Kilometer von der Departementshauptstadt Concepción entfernt.

Es wurden 109 Familien als Nutznießer des Projekts ausgewählt. Sie leben derzeit in Zelten. Einige der Häuser, die das Wohnungsbausekretariat Senavitat damals zu bauen begann, jetzt das Ministerium für Wohnen und Lebensraum (MUVH), blieben im Rohbau stehen.

Laut den Familien, die sich entschieden haben zu bleiben, wird das Land bei starken Regenfällen überschwemmt. Darüber hinaus ist die Zufahrt nicht passierbar, sodass sie dann von der Außenwelt abgeschnitten sind.

Dionisio González, einer der Bewohner von San Rafael, sagte, dass es in der Kolonie eine prekäre Schule gebe, aber sonst alles aufgegeben worden sei. „Wir leben in einer bedauerlichen Situation, die Behörden haben uns vergessen”, sagte er.

Er fügte an, dass die Arbeiten des Sekretariats für Wohnungswesen und Lebensräume (Senavitat), das derzeitige MUVH, in drei Jahren und fünf Monaten nicht vorangekommen seien. „Es wurden nur ein paar Ziegelsteine auf Fundamente gelegt und das war es dann. Die Steine verlieren sich zwischen dem Unkraut und dem Gras, das um sie herum wächst”, sagte González.

Der regionale Leiter von der Behörde Indert in Concepción, Nelson Bazán, sagte, dass in der Nachbarschaft von San Rafael 109 Familien seien, die auf eine Entscheidung der Lose warten, die sie besetzen. „Das Problem, das wir haben, sind die Kosten des Landes; der Staat kaufte es für eine sehr hohe Summe. Wenn die Landtitel heute vergeben werden, sind sie sehr teuer. Wir prüfen, wie dieses Verfahren umgesetzt werden kann, um die Kosten zu subventionieren”, erklärte der Beamte.

Das Areal der Kolonie wurde teuer gekauft und kann nicht zu einem niedrigeren Preis überschrieben werden.

In Bezug auf das Modellprojekt der Kolonie erklärte Bazán, dass noch der Bau einer weiteren Schule, eines Gesundheitsposten und andere Verbesserungen erfolgen müssten.

Der exorbitante Betrag, der für die 2.108 Hektar gezahlt wurde, erweckt den Verdacht einer Korruption. Der Kauf dieser Immobilien ist während der Regierung von Federico Franco ausgehandelt worden, als Luis Ortigoza Leiter von dem Institut Indert war und wegen Korruption angeklagt wurde.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “27 Milliarden Guaranies für eine “Modellkolonie“ in den Sand gesetzt

  1. Also für 4,5 Millionen USDollar ist die Kolonie auf dem Foto gar nicht schlecht ausgefallen. Und es ist ja auch klar, jedes Frischfleisch, das in Paragauy etwas vom Land seiner Träume kauft, ein durch Kinderarbeit erstelltes Dach darauf stellt und erst dann feststellen darf, dass er täglich von Kindergartenmusik auf 120dB und Müllhaldengeruch umhüllt wird, sowie das Dach genau so gut mit ein paar Laubblätter abgedeckt hätte werden können um den gleichen Effekt zu erzielen und gerne wieder verkaufen möchte, halt nur noch einen Bruchteil seines “Investments” zurück erhält, denn ohne Aprovechar kauft einem Gringo sicherlich niemand etwas ab, zumal in Paraguay jedes Haus zum Verkauf steht, für Gringo mit ein wenig Aufpreis natürlich, außer man findet wieder selbst etwas Frischfleisch, das einem das Land seiner Alpträume und die Kinderarbeit und wieder abkauft.
    Dennoch, lasst mich raten, die Verkäufer des im Artikels erwähnten Grundstücks waren mit dem Expräsidenten und sonstig Involvierten Unterzeichnern der Kaufsumme nicht verschwägert, verwitwet, verbrüdert, befreundet?

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