7 von 10 Schülern erzielen nur mangelhafte Ergebnisse in Prüfungen

Asunción: Zwischen sieben und acht von zehn Schülern, die 2018 im Rahmen des Nationalen Systems zur Bewertung des Bildungsprozesses (Snepe) in Spanisch, Mathematik und Guaraní bewertet wurden, erreichten in Prüfungen nur mangelhafte Ergebnisse.

Laut der Studie gibt es sogar einen Rückschlag, wenn man bedenkt, dass die Tests auch zeigten, dass die Leistungen der Schüler im Vergleich zu den zuvor im Jahr 2015 erbrachten Leistungen um bis zu 20 Punkte niedriger sind.

Nur zwei bis drei Schüler konnten die erwartete Mindestpunktzahl von 550 bei den Bewertungen überschreiten.

In der Mathematik erzielten zwischen 74% und 83% der Schüler des 3. Grades bei Prüfungen niedrige und mittlere Werte. Dies bedeutet, dass sie nur Konzepte, Objekte und Elemente verarbeiten können und zusätzlich grundlegende Operationsalgorithmen anwenden, um Probleme in der alltäglichen Umgebung zu lösen. Im dritten Jahr der Oberstufe erreichten nur 2% das herausragende Niveau, was laut Snepe bedeutet, dass sie komplexe Probleme mit nicht expliziten Daten lösen können.

Es wurde auch gezeigt, dass die bewerteten Schüler in fast allen Niveaus und Fächern niedrigere Ergebnisse erzielten als in den vorherigen Prüfungen im Jahr 2015. Es gibt Unterschiede, die zwischen 2015 und 2018 fast 30 Punkte erreichen.

Dies ist der Fall bei Spanisch. In diesem Fach erreichten Schüler aus ländlichen Gebieten im Durchschnitt 459 Punkte im Jahr 2018 gegenüber 486 Punkte im Jahr 2015.

Ein weiterer Punkt, der die Aufmerksamkeit der Techniker des Bildungsportfolios auf sich zog, ist, dass diejenigen von Privatschulen nach akademischem Bereich im Allgemeinen bessere Positionen erzielten als diejenigen von öffentlichen Schulen.

Seit Beginn des Managements von Eduardo Petta an der Spitze des Bildungsministeriums MEC wurde über die Entwicklung eines Masterplans gesprochen, der mehr Lehrer und Schüler miteinander verbinden soll, um die Lernleistungen zu verbessern. Vize-Minister Robert Cano bestätigte jedoch, dass das Projekt noch nicht einmal erstellt worden sei.

Wochenblatt / Ultima Hora

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6 Kommentare zu “7 von 10 Schülern erzielen nur mangelhafte Ergebnisse in Prüfungen

  1. Das ist kein Problem, da das bildungsniveau in Europa und der fast dem gesamten Rest der westlichen Welt noch rasanter abwärts sinkt sind diese bald genau so bildungsfern wie die Paraguayer. Also volle Kraft voraus auf dem Weg nach unten.

    1. Das ist Unsinn. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. In Deutschland ist das Niveau auch stark gesunken – ist aber im Vergleich zu dem hiesigen immer noch sehr gut. Die führenden Staaten im Bildungwesen sind nun einmal die asiatischen Staaten, die auf enen Megadrill setzen und die Staaten Nordeuropas, die ein intelligentes Bildungssystem haben, das auch menschlich ist.

      1. Es wird immer so verglichen. Das nennt sich international. Auf genau diesen stuss sind die links globalen stolz.
        Die asiaten haben das system mit welchem man vorne bleibt und die staaten nordeuropas haben jenes mit dem man noch dafür bezahlt und schuftet, dass man am ende wieder in afrika und im orient lebt. So gesehen ist paraguay da besser, weil ich das auch gratis mit nichts tun erreiche. Dafür brauche ich kein bildungssystem.

  2. Die Antwort des Bildungsministerium auf die Aussage, das 70 Prozent der Schüler betonartig bloed sind: Das ist nicht moeglich, so viele Schüler sind doch gar nicht in einer Klasse.

  3. Die Politiker des Landes sind nicht im geringsten daran interessiert, daß die breite Masse der Bevölkerung eine ordentliche Bildung vermittelt bekommt. Alle Schönrednerei soll lediglich darüber hinweg täuschen, daß die Eliten des Landes glauben, das Volk in der Breite eher „niedrig und dumm“ halten zu müssen, weil ein ungebildetes Volk sich leichter manipulieren und dirigieren lassen kann – eine eher mittelalterliche Einstellung. Anders läßt sich das miserable Schul- und Ausbildungssystem nicht erklären. Auch die Tatsache, daß viele Schulen des Landes eher einer Ruine gleichen und sich nichts daran ändert, läßt darauf schließen. Hinzu kommt, daß für die Pflege der Guarani-Sprache so viel Energie verwendet wird, die in anderen, wichtigeren Fächern fehlt. Derweil ist Guarani zwar eine gewachsene, alte Kultursprache, jedoch nur eine von vielen anderen indigenen Sprachen in Paraguay für die sich kein Mensch außerhalbs Paraguay interessiert. Um im heutigen Zeitalter voran zu kommen, bedarf es neben der englischen Sprache auf diesem Kontinent dringend der spanischen Sprache und nicht der Pflege einer Folkloresprache.

  4. Muss man sich da ernsthaft wundern? Diese arroganten Lehrer wo sich selbst als hochqualifiziert sehen bringen null Leistung. Jetzt wird ihr Job von den Eltern gemacht und was tut dieses unverschämmte Pack 16 Prozent mehr Lohn fordern. Sie sind überarbeitet in Zeiten von Corona. Von was den? Ich möchte behaupten das von 20 Schülern einer Klasse auf dem Land die Hälfte die Hausaufgaben mangels fehlenden Internets gar nicht machen können und von den verbleibenden 10 die Hälfte gar nicht in der Lage dazu sind. Es fehlt ihnen die Vorkenntnisse der Jahre davor. Die Videos die den Schülern die Aufgaben erklären sollen sind von so schlechter Qualität das man das geschriebene nicht lesen kann. Der Lehrer spult die Erklärungen in einer Geschwindigkeit herunter. In Mathe muss ich immer wieder den Kopf schütteln wie umständlich den Kindern das erklärt wird. Alles nur traurig. Aber auch in anderen Ländern bereits nicht besser.

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