700 Wachleute entlassen

Asunción: Wie schon von Oscar Tuma, Verteidiger von Dionisio Amarilla, angekündigt, wurden wegen fehlender Vertragsverlängerung durch den IPS Fürsorgedienst mehrere Hundert Wachen entlassen. Die Polizei beschützt nun.

Der Skandal um vermiedene Publicity, um ein gelenktes Ausschreibungsverfahren zwischen SST und dem IPS Fürsorgeinstitut, sorgte dafür, dass gestern Abend rund 700 Wachmänner des IPS ihren Job verloren. Aus Angst Presseartikel könnten eine Ausschreibung im Wert von 23 Millionen US-Dollar gefährden zog man es vor einen Mitarbeiter von Abc Color zu bestechen. Doch zu allem Unglück kam auch noch Pech hinzu, denn der machte diesen Akt publik.

Ob und wann sie wieder eingestellt werden ist unklar, da auch die Copaco eine erneute Verpflichtung des SST Sicherheitsdienstes kategorisch ausschließt. Selbst die Webseite von SST ist schon offline geschaltet.

Jetzt wäre es sinnvoll für Wachleute sich selbstständig zu machen und auf eigene Rechnung ihre Dienste Schichtenweise anzubieten. Security Service Technology S.A. bat laut Ausschreibung dem IPS Wachleute für 9,6 Millionen Guaranies pro Monat an, während beim SNPP nur 6,4 Millionen Guaranies als Lohn angegeben wurden und die Wachleute nur 2,6 Millionen Guaranies erhielten. Man ging davon aus, dass wenigstens 3 Millionen Guaranies pro Wache und Monat in die eigene Tasche gewirtschaftet wurden.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass andere Wachfirmen die Wachleute anstellen und ihren Dienst, wie üblich für 100% mehr als den Lohn des Wachmannes anbieten. Wenn also ein Wachmann 2,5 Millionen Guaranies in einer Tagschicht erhält, dann muss der Arbeitgeber 5 Millionen Guaranies zahlen – und eben nicht 9,6 Millionen Guaranies pro Monat, wie bei SST.

Doch der IPS versucht es erst einmal mit eigenen Leuten und Polizei, die zur Verfügung stehen.

Wochenblatt

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

3 Kommentare zu “700 Wachleute entlassen

  1. Wirklich sinnvoll wäre es, all die vielen Planilieros zu entlassen und dieses frei werdende Geld denen zu geben, die arbeiten können und wollen? Unrechtsstaat?

  2. Witzig der Name „Security Service Technology“. Na, da frage ich mich welche „Technologie“ die da im Einsatz haben. Haben die Wachleute da futuristisch aussehende Helme wie bei Robocop?

    Aber die Summen, die da auftauchen, sind erschreckend. 700 Wachleute scheinen schon mehr als genug gewesen zu sein – und dann wollte man auch noch aufstocken,weil einige Herren einfach den Hals nicht voll genug bekommen.

  3. „Doch der IPS versucht es erst einmal mit eigenen Leuten und Polizei, die zur Verfügung stehen.“
    Das finde ich gut und es zeigt, dass IPS über bisher nicht genutzte Personalresourcen verfügt.
    Sollte dann noch Personal fehlen, so stehen 700 Wachleute zur Verfügung, bei Lohnkosten pro Wachmann zwischen
    2,5 und 2,6 Mio.
    Der Abzocker bleibt eben auf der Strecke.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.