78,5 % der Frauen haben in ihrem Leben eine Form von Gewalt erlitten

Asunción: Das Nationale Institute für Statistik (INE) berichtete, dass 78,5 % der Frauen irgendwann in ihrem Leben irgendeine Art von Gewalt erlitten haben.

Die nationale Erhebung zur Situation der Frauen in Paraguay (Ensimup) wurde 2021 gemeinsam mit dem Frauenministerium durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass 78,5 % der Frauen ab 18 Jahren mindestens einmal in ihrem Leben irgendeine Art von geschlechtsspezifischer Gewalt erlebt haben.

Den Ergebnissen zufolge erlitten 57,8 % der Frauen psychische Gewalt, 25,7 % körperliche Gewalt, 60,9 % sexuelle Gewalt und 25 % wirtschaftliche Gewalt.

Dies ist die erste offizielle Erhebung über geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen, die auf nationaler Ebene gemacht wurde, durchgeführt vom Institut INE, dem offiziellen Rektor der Statistik des Landes.

Es macht die Prävalenz von Gewalttaten gegen Frauen sichtbar, von denen die meisten in keiner Art von Einrichtung gemeldet werden und für die Frauen keine Hilfe in spezialisierten Diensten erhalten.

Für die Umfrage wurden landesweit 4.000 Haushalte besucht, mit Ausnahme der Departements Alto Paraguay und Boquerón.

Das INE berichtete, dass Gewalt gegen Frauen in der Gruppe der Jugendlichen zwischen 18 und 29 Jahren höher ist (86,5 %) und mit zunehmendem Alter allmählich abnimmt.

Im öffentlichen Bereich (Bildung, Arbeit und Gemeinschaft) wird hauptsächlich sexuelle Gewalt erfasst, die von den mildesten Formen wie anzüglichen Komplimenten bis zu den schwerwiegendsten wie sexuellen Übergriffen reicht. Rund 63,1 % erlitten ihr ganzes Leben lang irgendeine Art von Gewalt im öffentlichen Raum.

Unter Gewalt gegen Frauen wird ein Verhalten verstanden, das Frauen Tod, Schaden oder körperliches, sexuelles, seelisches, erbliches sowie wirtschaftliches Leid zufügt. Dazu zählt jeder Bereich, der im Rahmen ungleicher Machtverhältnisse ausgeübt wird und diskriminiert (Gesetz Nr. 5777/16, Artikel 5).

Wochenblatt / Ultima Hora / Beitragsbild Archiv

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5 Kommentare zu “78,5 % der Frauen haben in ihrem Leben eine Form von Gewalt erlitten

  1. Das heißt ein Pfiff oder einem Scherz über z. B. Körperfülle setzen manche Frauen mit psychischer Gewalt gleich? Die Fragestellung des INE wäre interessant!
    Ich behaupte das Institut weiß um den durchschnittlichen IQ und passt mit der „richtigen“ Frage die Ergebnisse in die gewünschte Richtung an. Das Opfer wird markiert! Der Artikeltitel hat seine Wirkung. Die Statistik selbst ist für die Tonne!
    Heute sind es die Frauen die gegen Männer aufgehetzt werden, morgen die Homosexuellen und übermorgen die Pädophilen…

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  2. Das Märchen von den stets freundlichen Paraguayer glaube ich schon lange nicht mehr. Wie schnell neigen diese “freundlichen Menschen” zu unkontrolliertem Verhalten, bis hin zur blindwütigen Gewalt! Und da ist kein Unterschied zwischen Männlein und Weiblein. Sie sind so aufgewachsen, sehen nichts anderes und sind selten in der Lage ordentlich zu diskutieren. Wer nicht diskutieren, nicht argumentieren kann wird meist schnell gewalttätig, zumal er von Jugend auf nicht gelernt hat zu gehorchen und Displizin zu halten.

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  3. “Den Ergebnissen zufolge erlitten 57,8 % der Frauen psychische Gewalt, 25,7 % körperliche Gewalt, 60,9 % sexuelle Gewalt und 25 % wirtschaftliche Gewalt.”

    Bei mir als Mann habe ich folgende Gewalttätigkeiten von Frauen erlebt:
    90 % psychische Gewalt
    10 % körperliche Gewalt
    0 % sexuelle Gewalt
    100 % wirtschaftliche Gewalt (damit ist Abziehen und Betrug gemeint, oder?)

  4. Entschuldigung, aber in Psychischer Gewalt sind Frauen den Männern aber haushoch überlegen, genauso wie Männer den Frauen in Physischer Gewalt überlegen sind.
    Leider wird hier wieder einmal alles nur aus einem Blickwinkel betrachtet, nach dem Motto:
    Böser Mann vs. arme, liebe Frau.
    Täter männlich, Opfer weiblich.
    An dem unantastbaren Narrativ darf nicht gerüttelt werden.
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    Ich empfinde schon seit langer Zeit eine Unterdrückung des Mannes, von der Gesellschft, der Politik und dem Medien.
    Und deshalb haben auch diese Politik, Gesellschaft und Medien die Schuld, wenn sich unter den Männern immer mehr Hass gegen Frauen aufbaut.
    So gut wie alle Männer, haben es schon seit Kindheitstagen, seit der Schule erlebt, wie Mädchen/Frauen bevorzugt wurden. Z.B. bei der Benotung. Fürs Dazwischenquatschen bekamen die Mädchen Einen Rüffel, die Jungen mussten Nachsitzen.
    Wir hatten früher in der Bibliothek einen an 3 Seiten verglasten Raum. Dort mussten immer die sitzen, die Strafarbeiten machen mussten.Dort sah man so gut wie ausschließlich Jungen sitzen.
    Und mal ehrlich, will mir einer sagen, dass ausgerechnet Mädchen weniger im Unterricht dazwischen gequatscht haben?
    Die Mädchen waren nur am sabbeln! Frauen reden am Tag statistisch doppelt so viele Worte wie Männer.
    Was Männer in wenigen Worten auf den Punkt bringen, da erzählen Frauen mit Emotionen angereicherte Romane.
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    Haben sich ein Junge und ein Mädchen gestritten oder gar geprügelt, wurde immer das Mädchen in Schutz genommen.
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    Das sind die Erfahrungen, die ich schon als Junge und Schüler machen durfte.
    Liebes Mädchen, böser Junge!

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